Zum Jubiläum durfte sich das Bildungszentrum Ritter von Buss über die speziellen Gaben zweier Bildungspartner freuen.
Zum Geburtstag gibt es Geschenke. Das gilt auch für das Bildungszentrum Ritter von Buss, das am vergangenen Samstag sein 50-jähriges Bestehen mit einem großen Fest feierte (wir berichteten, Anm. d. Red.). Zu den schenkenden Gratulanten gehörten zwei Bildungspartner.
Waldemar Pischnij, Personalleiter der zur AAM-Gruppe gehörenden Metaldyne GmbH Zell a.H., überreichte der Verbundschule (Grund-, Werkreal- und Realschule) eine Tischbohrmaschine. „So eine hatte uns noch gefehlt“, freut sich Peter Metzger, der als Lehrkraft die Fachleitung Technik innehat, „jetzt haben wir in unseren drei Technikräumen baugleiche Bohrmaschinen.“ Auf diese Weise können die SchülerInnen bei einem Wechsel zwischen den Räumen mit immer denselben Geräten arbeiten.
Finanziert wurde die Tischbohrmaschine laut Metaldyne-Personalleiter Pischnij über die jährliche Tombola der firmeninternen Weihnachtsfeier, deren Einnahmen stets für einen guten Zweck gespendet werden. „In diesem Jahr haben wir als Bildungspartner wegen des 50-jährigen Jubiläums die Schule gefragt, ob etwas benötigt wird“, führt der Metaldyne-Mann aus.
Ausbildungsreife verbessern
Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen sind Kooperationen, die über die übliche Berufsausbildung hinausgehen und eine langfristige Zusammenarbeit zur Verbesserung der Ausbildung und der Vorbereitung auf das Berufsleben anstreben.
Diese Partnerschaften sollen die ökonomische Bildung stärken, die Ausbildungsreife der Schülerinnen und Schüler verbessern und den Übergang von der Schule in Ausbildung, Studium oder Beruf erleichtern. Das Bildungszentrum Ritter von Buss hat zahlreiche Bildungspartnerschaften mit umliegenden Unternehmen geschlossen.
„Mit der Zeller Firma Prototyp besteht eine solche Partnerschaft am längsten, seit rund 25 Jahren“, erläutert Fachleiter Peter Metzger. Wobei der grundsätzliche Ablauf bei allen Firmen derselbe sei: „Die Firmen kommen mit Auszubildenden zu uns. Die machen dann ein Projekt und bauen ein Werkstück mit unseren Schülern – in der Werkrealschule sowie in der Realschule.“ Wobei das Ziel darin besteht, dass die SchülerInnen mit den Auszubildenden in Kontakt kommen – letztere schließlich waren selbst noch vor zwei Jahren in der Schule. „Für die Berufsorientierung ist das spannend“, so der Fachlehrer.
Mathematik be“greifen“
Wolfgang Lehmann, langjähriger Ausbildungsleiter der Prototyp-Werke Zell a.H., hat zum Geburtstag des Bildungszentrums „Mathematik zum Anfassen“ mitgebracht. Weil Mathematik heutzutage ein Problemfach sei, „da vermissen wir, die Industrie, bei den Schulabgängern die tiefergehenden mathematischen Fähigkeiten.“
So kommt es, dass er dem Zeller Bildungszentrum vier Sets mit farbigen Bausteinen übergibt, die als Brüche zusammengesetzt werden können. „Zum Beispiel habe ich jetzt ein Viertel“, demonstriert Wolfgang Lehmann, „und sehe genau, okay, ein Viertel ist genauso groß wie zwei Achtel.“ Durch Drehen der Bausteine können SchülerInnen zudem die dazugehörige Dezimal- sowie Prozentzahl im wahrsten Sinne des Wortes be“greifen“.
Mit einem ganz herzlichen Dank an die beiden Bildungspartner flachste Rektorin Anne-Catrin Medel: „Eigentlich sollte das Bildungszentrum jedes Jahr Geburtstag feiern.“





