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Zell am Harmersbach | 12.04.2024

Sanierte Denkmalgebäude alleine reichen nicht aus

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Die beiden Wohn- und Geschäftshäuser Hauptstraße 38 und 40/42 wurden von der Inhaberfamilie Bischoff mit großem Aufwand renoviert und erstrahlen nun wieder in neuem Glanz. Die Arbeiten wurden in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde durchgeführt. Foto: Hanspeter Schwendemann
von Hanspeter Schwendemann

Die Jugendstilgebäude „Töpfer“ und das ehemalige Haus „Singler“ wurden aufwändig erneuert. Die Inhaberfamilie Bischoff sieht die Entwicklung der Zeller Altstadt dennoch mit Sorge und in Sachen Leerstandsmanagement und Innenstadtmarketing dringenden Handlungsbedarf.

Die beiden Wohn- und Geschäftshäuser Hauptstraße 38 und 40/42 wurden von der Inhaberfamilie Bischoff mit großem Aufwand renoviert. Das Gasthaus zum „Töpfer“ und das ehemalige Geschäftshaus „Singler“ erstrahlen nun wieder – im wahrsten Sinne des Wortes – in neuem Glanz.

Dennoch ist die erfolgreiche Sanierung mit einem Wermutstropfen verbunden. Das Ladengeschäft im Haus Singler steht schon seit längerer Zeit leer. Ein Mieter konnte bislang noch nicht gefunden werden. In Sachen Innenstadtmarketing und Leerstandsmanagement sieht die Familie Bischoff für Zell a. H. dringenden Handlungsbedarf.

Nach dem großen Stadtbrand 1904 neu errichtet

Im Jahr 1904 fielen entlang der Zeller Hauptstraße gleich mehrere Häuser einem großen Stadtbrand zum Opfer. In der Folge entstanden danach zwischen Oberem Tor und Einmündung der Hinteren Kirchstraße fünf aneinandergereihte Wohn- und Geschäftshäuser mit individueller Fassadengestaltung aber gleichem Bauprinzip: Zweigeschossiger Traufseitbau mit Ladengeschoss und Zwerchhaus.

Die aufwändig gestalteten Häuser dokumentieren den Wandel im lokalen Städtebau und die neuen wirtschaftlichen Bedürfnisse um 1900, ist im Denkmalschutz-Werteplan für Zell am Harmersbach nachzulesen. In seiner dem Heimat- bzw. Jugendstil verpflichteten Formensprache zeigt die Bebauung eine stilistische Weiterentwicklung gegenüber dem historisch geprägten Wiederaufbau der westlichen Stadthälfte.

Im Haus Nummer 38 befand sich früher das Gasthaus „Zum Sternen“ weshalb es an der Fassade das Wappen der Brauer trägt. Heute befindet sich darin das Wirtshaus „Zum Töpfer“. Im Nachbargebäude Haus 40/42, dessen Erdgeschoss modern überformt wurde, befand sich lange Jahre das Porzellan- und Keramikhaus Singler. Baumerkmale sind der Giebelspitz aus Buntsandstein, Zwerchhaus mit kleinen Pfeilern und Kugelbekrönung sowie wimpernartiger Giebelspitze.

Gebäude hatten jahrzehntelangen Instandhaltungsrückstau

Im Jahr 2015 ist Galerist und Architekt Walter Bischoff neuer Eigentümer der beiden Denkmalgebäude an der Zeller Hauptstraße geworden. „Die Gebäude hatten einen jahrzehntelangen Instandhaltungsrückstau“, stellt sein Sohn Johannes Bischoff fest, der maßgeblich die Sanierungsarbeiten koordiniert hat. Die jetzt abgeschlossene Sanierung der Fassaden und Dächer sei das bisher größte Projekt beim schrittweisen Wiederaufbau des Ensembles gewesen. Die Arbeiten seien in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde erfolgt. Bei allen Gewerken hat die Familie Bischoff auf Handwerksbetriebe aus der Region gesetzt.

Bei der Materialwahl wurde viel Wert auf die denkmalgerechte Erhaltung der Gebäude gelegt. Sandsteingewänder wurden sorgfältig restauriert oder ersetzt und Ornamente möglichst originalgetreu nachmodelliert. Die Farbgebung wurde so gewählt, dass sich jeweils schöne Kontraste ergeben und die Häuser harmonisch zusammenpassen.

Dächer und Verblechungen wurden komplett erneuert und auf einen sehr hohen Wärmedämm-Standard ertüchtigt. Die Fenster, von denen durch unterschiedliche Rundbögen fast jedes eine Sonderanfertigung war, wurden durch hochwertige Holzfenster ersetzt.

Den kompletten Bericht und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.

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