Hombe zeigt ansprechende Leistung beim 3:3 gegen Sulz. FVU-Legende Norbert Laifer mit Standing Ovations verabschiedet.
Die richtigen Worte fand FVU-Vorsitzender Florian Jilg, nachdem das vorläufig letzte Bezirksliga-Heimspiel des FVU am Sonntag abgepfiffen war: „Das Leben geht weiter, die Welt geht nicht unter, der FVU lebt!“ Dass dies keine leeren Worte waren, zeigten die FVU-Fans während der Partie gegen Sulz, indem sie „wie ein Mann“ hinter ihrer Mannschaft standen. Dabei hätten die FVU-Spieler aufgrund der desolaten Rückrunde, an deren Ende der verdiente Abstieg stand, allen Grund gehabt, die Mannschaft mit Missachtung zu strafen. Aber das Gegenteil war der Fall: 90 Minuten lang wurden die FVU-Spieler angefeuert und nach guten Aktionen mit Applaus bedacht.
Die von FVU-Chefcoach Stephan Schmid sehr gut eingestellte Mannschaft trug allerdings auch ihren Teil zur guten Stimmung bei, denn sie zeigte beim 3:3 gegen das spielstarke Team aus Sulz eine ansprechende Leistung. Moritz Oestreich brachte den FVU nach einer Ecke von Kapitän Michi Gieringer mit einer schönen Direktabnahme in Führung (8.), Fabian Till glich für die Gäste mit strammem Schuss zum 1:1 aus (26.), ehe Marvin Fix mit einem traumhaften Freistoß aus 25 Metern nicht unverdient wieder auf 2:1 für den FVU stellte (38.). In der zweiten Halbzeit geriet der FVU in Unterzahl, nachdem Tapio Dos die Ampelkarte gesehen hatte. Ümit Sen nutzte die Überzahl nach schöner Kombination zum 2:2 für die Gäste aus (71.). Doch wieder hatte der FVU eine Antwort parat: Der überragende Patrick Ben-Aissa hämmerte die Kugel nach schönem Angriff traumhaft und unhaltbar ins Dreieck (78.). Leidenschaftlich verteidigte der FVU die Führung, doch in der 95. Minute war erneut Ümut Sen zur Stelle und glich mit dem Schlusspfiff zum 3:3 aus.
Als „spiegelbildlich“ für die Saison bezeichnete FVU-Boss Florian Jilg dieses Spiel, denn aufgrund des Verlaufs und des Einsatzes hätte der FVU durchaus den Dreier verdient gehabt. Aber diese Portion Glück spart man sich nun eben für die neue Runde auf. Jilg hatte dann die angenehme Aufgabe, verdiente Spieler und Akteure zu verabschieden.
Verabschiedungen
So hört Richard Rosenthal nach drei Jahren an der Außenlinie als Co-Trainer auf. „Du hast einen tollen Job gemacht und unsere Trainer mit deiner Erfahrung und deinem Wissen großartig unterstützt“, lobte ihn Jilg. Rosenthal bleibt dem Verein weiterhin treu: „Du steigst nun eine Stufe höher auf und bildest gemeinsam mit Philipp Lehmann, Jens Alender und Matthias Lehmann den neu formierten Spielausschuss. Wir setzen große Hoffnungen und Erwartungen in euch und sind uns sicher, dass ihr diese auch erfüllen werdet“, betonte Jilg.
Ebenfalls verabschiedet wurde Torhüter Sascha Gutmann, wobei Jilg hier die Hoffnung äußerte, dass er gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder noch einmal angreift. „Du hast Gardemaß, giltst als ungeheuer trainingsfleißig und ehrgeizig: Folglich war dein Weg zur Nummer 1 im FVU-Tor vorgezeichnet“, würdigte ihn der FVU-Boss. Gutmann sei von Saison zu Saison immer stärker geworden. Aber aufgrund einer schweren Verletzung nach einem wirklich üblen Foul „hast du dich verständlicherweise entschieden, die Kickschuhe an den Nagel zu hängen“. Alle beim FVU werden ihn vermissen, „denn du bist nicht nur ein tadelloser Sportsmann, sondern auch ein sehr angenehmer Mensch und deshalb zu Recht bei allen im Verein sehr beliebt“, brachte es Jilg auf den Punkt.
Mit Norbert Laifer verabschiedete Jilg schließlich „einen Ausnahmespieler und Ausnahme-Athleten“. Er habe über Jahrzehnte hinweg großartige Leistungen gezeigt und konnte mit der Mannschaft fantastische Erfolge feiern, darunter den Aufstieg in die Bezirksliga in der Saison 2007/08 sowie zwei Ortenaupokal-Siege. „Norbert hat stets die Hombacher Tugenden verkörpert und mit Einsatzfreude, Laufbereitschaft und Willensstärke unheimlich viel Energie für die Mannschaft gegeben“, betonte Jilg. Aufgrund seiner Bissigkeit, seiner Beweglichkeit und seiner Laufstärke sei er als Innenverteidiger bei den Stürmern der Ortenau gefürchtet gewesen. „Was alle im Verein besonders freut, ist, dass du deine Hombacher Tugenden auch bei der Kilwi an den Tag legst und dort als umsichtiger Capo vorangehst“, sagte Jilg und bezeichnete Laifer als „absolutes FVU-Original“, was die FVU-Fans mit Standing Ovations bestätigten.
INFO: Am Sonntag tritt der FVU zum letzten Saisonspiel beim Meister Fautenbach an.





