Die beiden Langzeitverletzten Lars Boschert und Andreas Baumann beenden ihre aktive Karriere.
FVU Herren – SV Zunsweier 24:29 (10:15)
Zum letzten Heimspiel der Saison wollte man das erste der beiden Spiele gegen den Tabellennachbarn aus Zunsweier gewinnen, um im Rückspiel dann Platz 5 klar zu machen. Anfangs kam man gut ins Spiel und führte nach einer Viertelstunde mit 6:4, was die sehr effektive Abwehr- und Torhüterleistung widerspiegelte. Dann aber stabilisierte sich der SVZ und ließ die Hombacher nicht mehr durchkommen, profitierte dann von den schwachen Abschlüssen und drehte das Match seinerseits in ein 6:10 – Auszeit Volker Heilmann! Diese stoppte zwar den Abwärtstrend, doch bis zur Halbzeit konnten die Hombacher Holzfäller keinen Boden gutmachen.
Das ganze Spiel hinweg rannte der FVU diesem 4-5-Tore-Rückstand hinterher. Erst durch einen letzten Wechsel auf eine noch offensivere Abwehr konnten die Hombacher die Zunsweirer nochmal etwas fordern und bis auf drei Tore verkürzen (sechs Minuten vor Schluss). Aber zwei verworfene Siebenmeter in dieser Schlussphase waren dann zu viel, um es nochmal richtig spannend zu machen. Nun will man sich am Samstag, den 02. Mai in Zunsweier beim Rückspiel mit einem Sieg verabschieden. Damit könnte man sich Platz 7 sichern. Damit ist man am Ende weit weg von den Abstiegsrängen, dennoch war nach dem guten Lauf zum Jahresbeginn 2026 eigentlich mehr drin.
Es spielten: D. Bagarozza (Tor), L. Büdel 7, J. Lehmann 5, M. Slota 4, P. Schwarz 3, R. Bachlmayr 2, C. Behrens 2, M. König 1, D. Frohne, L. Geiger, F. Golla, J. Safrajder, C. Stehle, S. Stehle.
FVU Damen – ASV Ottenhöfen 18:32 (7:15)
Die FVU-Damen haben es erwartungsgemäß schwer gegen den designierten Meister. Sowohl die erste Mannschaft (Landesliga) als auch die Reserve der Ottenhöfener steigen jeweils als Tabellenerster eine Liga nach oben. So kam der Gast recht souverän in die Partie und trotz zweier schöner Kreistore von Nicole Charton drückte Ottenhöfen kurz aufs Gas und führte bald mit 2:6. Beim 7:15 wurde die Seiten getauscht, was schon eine Vorentscheidung aufs Endergebnis war. Recht schnell erhöhten die Gäste noch den Vorsprung, in den letzten 15 Minuten schafften es die FVU-Damen dann aber, das Spiel recht ausgeglichen zu halten. Gegen den Meister eine beachtliche Leistung! Die Damen beenden die Saison auf Platz 7 von 9.
Es spielten: S. Lampl (Tor), A. Isenmann 5, N. Charton 4, L. Baumann 3, C. Burger 3, D. Hirt 2, K. Devantier 1, A. Hübel, A. Lehmann, S. Räpple, C. Müller, J. Rehm, , I. Schnebel
Verabschiedung zweier Aktivposten bei den Herren
Lars Boschert: Der gebürtige und heimatortverliebte Oberharmersbacher spielte 15 Jahre lang – nur durch Verletzungen unterbrochen – für den FVU. Mit noch nicht einmal 30 Jahren, aber mehreren Verletzungs-Schwerpunkten schützt er sich und seinen Körper nun nachhaltig und beendet seine aktive Karriere in den Herren. In der Jugend von Philipp Schwarz, Matthias Kornmayer und Marcel Slota trainiert wuchs er in eine chaotische, aber menschlich tolle A-Jugend hinein, während er bereits parallel in den Herren eingesetzt wurde. Seine altersgleichen Kameraden Felix Golla und Alexander Baumann haben ihn seit jeher begleitet.
Er kommt gerne weiterhin ins Training und arbeitet für sich an seiner Fitness, Koordination und Kraft. Auch bleibt er liebend gerne zum gemeinsamen Duschen mit Bierbegleitung, aber auch als Zeitnehmer, Co-Trainer und Assistent nah an der Mannschaft dran. Trotz seiner Verletzungshistorie wirkt die frische Meeresluft und das sandige Gefühl beim Cuxhavener Beach-Cup immer wieder als Heilmittel und mobilisiert in ihm alljährlich frische Kräfte. Als Stammteilnehmer treibt ihn das Motto „Nur Cola Korn bringt uns nach vorn“ regelmäßig zu (sportlichen) Höchstleistungen mit den „Black Forest Holzfällern“ an der Nordsee.
Andreas Baumann: Andy dient dem FVU schon weit über 20 Jahre. Immer wieder gab er charakterlich und sportlich alles für die Mannschaft und so ist auch er nicht von schweren Knieverletzungen verschont geblieben. Nach dem vierten großen Eingriff Anfang dieser Saison hat auch er für sich (uns seine Familie) entschieden, dass die aktive Handballkarriere nicht mehr fortgeführt werden kann. Er spielte in einer fantastischen Jugend mit Matthias Kornmayer, Dirk Burger, u.v.m. und errang viele vordere Tabellenplätze in der B- und A-Jugend. Sein Spielverständnis, seine Wurfauswahl- und qualität, aber auch seine Abwehrarbeit sind in dieser Kombination äußerst selten zu finden. In der Jugend in der südbadischen Auswahl und immer wieder von höherklassigen Vereinen angefragt, kann man Andy wahrlich als einen der besten FVU-Handballer dieses Jahrtausends auszeichnen. Dies verdankt er u. a. seinem langjährigen Jugendtrainer Michael Duregger, der auch diese Saison noch die A-Jugend trainiert.
Auch Andy durfte früh in die Herren 1 aufsteigen und übernahm sofort eine tragende Rolle mit regelmäßigen 100 Toren pro Saison. Als in einer Saison die Torhüter knapp wurden, wechselte er kurzerhand bei einigen Spielen von der Abwehr ins Tor und auch dort gab er naturgemäß mit Köpfchen, Beweglichkeit und langen Armen eine sehr gute Figur ab. Er war selbst als Kindertrainer und viele Jahre auch als Schiedsrichter mit Matthias Kornmayer gemeinsam engagiert. Erwähnenswert sicher auch, dass alle (!) seine drei Geschwister beim FVU das Handball spielen erlernten und mit sehr viel Talent und Fleiß absolute Leistungsträger ihrer Mannschaft sind, waren oder sein werden. Diese Familie hat wahrlich Talent. Umso schöner, dass Andy mit Damenspielerin Carmen drei weitere Nachwuchs-Handballer in den eigenen Reihen hat.
Wenn irgendwo Not am Mann ist, Lars und Andy sind immer da, hilfsbereit und helfen auch mit Ihrer Erfahrung die jungen Spieler mitzuziehen. Vor solchen Spielern und Vereinskameraden kann man nur den Hut ziehen. Danke für alle Dienste und der gesamte FVU freut sich weiterhin auf regelmäßige Treffen, Feiern und regen Austausch.




