Neuer Ansatz im Artenschutz

Ziel bei der geplanten Entwicklung des Baugebiets „Buchenfeld ist es, die Verfahren der Bauleitplanung effizienter zu gestalten und zeitliche sowie finanzielle Aufwände zu reduzieren.

Hintergrund, so Ortsvorsteher Jürgen Isenmann, seien die umfangreichen naturschutzrechtlichen Untersuchungen, die bei der Ausweisung neuer Bauflächen vorgeschrieben sind und den Projektablauf maßgeblich beeinflussen können. Wie aus dem Umfeld der Planungen zu hören ist, wird im Buchenfeld aktuell ein Pilotprojekt zur Steuerung der Storchenpopulation erprobt. Dabei werden Störche gezielt in das Gebiet gelenkt, um dort frühzeitig eine Präsenz zu etablieren. Ersten Beobachtungen zufolge kann das Verhalten der Tiere Auswirkungen auf die vorhandene Fauna haben. Insbesondere kleinere Arten treten in den betroffenen Bereichen teilweise weniger in Erscheinung. Nach Einschätzung aus dem Projektumfeld könnte dieser Effekt dazu beitragen, artenschutzrechtliche Fragestellungen frühzeitig zu erkennen und den Umfang notwendiger Untersuchungen zu reduzieren. Zum Einsatz kommen technische Hilfsmittel, die mit visuellen und akustischen Signalen arbeiten und auf die die Tiere reagieren. Die Steuerung erfolgt abgestimmt auf die jeweiligen Flächen.

Die Verantwortlichen betonen, dass es sich um ein Pilotprojekt handelt, dessen Ergebnisse derzeit offen sind. Ziel sei es, die Abläufe zwischen Bauentwicklung und Naturschutz künftig besser aufeinander abzustimmen. Weitere Erkenntnisse sollen im Laufe der kommenden Monate ausgewertet werden.

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