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Zell-Unterharmersbach | 24.07.2024

Westernreiterin erringt erneut großen Erfolg

Foto:
Siegerehrung: Die Freude war riesig, als Mia Lehmann zum ,,Bronze Champion – Hunt Seat Equitation“ gekürt wurde. Foto: privat
von Klemens Lehmann

Mia Lehmann aus Unterharmersbach gewinnt Bronze bei den APHA Youth World Games in Fort Worth, Texas.

Foto: privat
Das Team Deutschland bei den APHA Youth World Games in den USA. Mit Dabei war Mia Lehmann (Dritte von links) aus Unterharmersbach.

Die 18-Jährige Mia Lehmann aus Unterharmersbach ist Westernreiterin und nahm im Team Deutschland an den APHA Youth World Games in den USA teil und erritt sich einen erneuten großen Erfolg. Nach ihrem Vize-Weltmeistertitel mit dem deutschen Nationalteam bei den Youth World Games 2022 und ihrem Einzelsieg in diesem Rahmen konnte sie erneut überzeugen.

Die Freude am Turniersport lernte Mia schon früh von ihren Eltern und nun tritt sie selbst seit einigen Jahren auf nationalen und internationalen Turnieren an. Einer ihrer größten Erfolge war der Vize-Weltmeistertitel mit dem deutschen Nationalteam bei den vergangenen Youth World Games 2022 und ihrem Einzelsieg in diesem Rahmen.

In der Heimat des Westernreitsports

Auch bei den diesjährigen APHA Youth World Games bekam Mia nach mehreren Sichtungstreffen das Vertrauen, Deutschland erneut vertreten zu dürfen. Die Youth World Games finden alle zwei Jahre im Wechsel zwischen Deutschland und den USA (die Heimat des Westernreitsports und der American Paint Horses) statt, und wurden dieses Jahr im Rahmen der APHA World Show in Fort Worth ausgetragen, was eine weiter Besonderheit für Mia darstellte.

Ziel der Youth World Games ist es, Jugendliche aus aller Welt zusammen zu bringen, und ihnen die Möglichkeit zu bieten, sich in einem spannenden Teamwettbewerb zu messen. Diese Veranstaltung wird immer mit einem großen Rahmenprogramm gestalten, welches sowohl Fachwissen vermitteln möchte als auch den Spaß und das gegenseitige Kennenlernen in den Vordergrund stellt. So trafen sich die Jugendliche abends zu einer Street Party, besuchten das Rodeo in den traditionellen Stockyards oder auch namenhafte Trainer im Umland von Fort Worth.

Hohes reiterliches Können und Feingefühl

Nach einigen Tagen mit einem aufregenden Programm ging es nun am sechsten Tag endlich für Mia los und sie durfte in der Disziplin ,,Hunt Seat Equitation“ antreten. Ihre Teamkollegen hatten schon mit einem sechsten und einem vierten Platz in ihren Prüfungen vorgelegt und Mia wollte ihr Team in eine bestmögliche Lage bringen.

Mit ihrem zugelosten Pferd, welches sie ausschließlich am Tag zuvor für 30 Minuten reiten und kennenlernen durfte, ging sie in einer Disziplin an den Start, dessen Bewertung ausschließlich auf den Reiter ausgerichtet ist. Speziell der Sitz des Reiters, die Hilfegebung und die Präzision, mit der ein Reiter sein Pferd durch ein vorgegebenes Pattern (Aufgabe) steuert, stehen im Fokus der Richter. Die Einwirkungen auf das Pferd und die Kommunikation zwischen Reiter und Pferd sollten unsichtbar sein. Dies erfordert ein hohes reiterliches Können und Feingefühl für das Pferd, mit dem man zusammenarbeitet.

Zum ,,Bronze Champion – Hunt Seat Equitation“ gekürt

Dies konnte Mia beweisen, hielt dem Druck stand und zeigte in einem harmonischen Pattern ihr Können gemeinsam mit ihrem neugewonnenen Freund. Die Freude war dementsprechend riesig, als sie in einem starken und sehr engen Starterfeld den dritten Platz erritt und zum ,,Bronze Champion – Hunt Seat Equitation“ gekürt wurde. Mia musste sich dabei nur knapp den Reitern aus Irland, und den USA selbst, geschlagen geben.

Ihre vierte Teamkollegin erritt sich ebenfalls einen achten Platz und somit landete das deutsche Team in der Gesamtwertung auf Platz sechs. Insgesamt nahmen elf Teams an den Youth World Games teil: Belgien, Kanada, China, Frankreich, Irland, Japan, Niederlande, Skandinavien (Norwegen, Dänemark), Großbritannien, USA und Deutschland.

Am Ende zählt jedoch nicht nur der Titel, den sich Mia erreiten konnte, sondern vor allem die gewonnen Erfahrungen, die neuen internationalen Freundschaften und die Impressionen aus den USA, die Mia für immer erhalten bleiben werden.

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