FVU dreht 0:2-Rückstand

FV Rammersweier I – FV Unterharmersbach I 2:4 (2:3)

Spiele mit FVU-Beteiligung haben aktuell einen hohen Unterhaltungswert. Dies bestätigte sich auch am Sonntag beim Gastspiel der Eichhorn-Truppe in Rammersweier, als der FVU früh im Spiel mit 0:2 ins Hintertreffen geriet, dann aber furios die Partie drehte und als Sieger den Platz verließ.

In der Anfangsphase hatten die Blau-Weißen, die auf Christian Gieringer (Urlaub) und Felix Leisinger (Gehirn­erschütterung) verzichten mussten, gegen die zielstrebig agierenden Gastgeber erhebliche Probleme und geriet folgerichtig auch früh in Rückstand: FVR-Stürmer Stroinoff traf mit einem wuchtigen Schuss von der Strafraumgrenze und brachte seine Farben in Front (4.). Auch in der Folgezeit blieb Rammersweier am Drücker, Huschle scheiterte zunächst am Pfosten, doch in der 22. Minute durften die Gastgeber erneut jubeln, als FVR-Akteur Cybard zum 2:0 einnetzte. Der FVU war bis dahin kaum im Bilde und FVU-Coach Markus Eichhorn reagierte mit einer Systemumstellung, die sich im weiteren Verlauf auszahlen sollte. Denn nach dem 0:2 nahm der FVU das Heft in die Hand, suchte sein Heil in der Offensive und wurde dafür belohnt. Sicherlich spielte den Blau-Weißen auch in die Karten, dass die Gastgeber ab der 30. Minute sich selbst dezimierten, als FVR-Spieler Beck wegen Meckerns mit Gelb/Rot vom Platz verwiesen wurde.

Vittorio Paolo

war zuvor im Strafraum gefoult worden und Stefan Schwarz verwandelte den Strafstoß zum 1:2-Anschluss­treffer. Wie schon am Mittwoch im Nachholspiel in Ettenheim brannte der FVU im weiteren Verlaufe der ersten Halbzeit ein Offensivfeuerwerk ab, denn nur fünf Minuten nach dem 1:2 gelang bereits der Ausgleich: Eine Flanke vom bärenstarken Patrick Ben-Aissa, der über Linksaußen eine super Leistung bot, nahm Stürmer Stefan Schwarz den Ball mit der Brust an und vollendete mit einem platzierten Flachschuss aus 18 Metern zum 2:2 (35.). Die Gastgeber waren fortan verunsichert und der FVU nutzte dies noch vor der Halbzeit, um das Spiel komplett zu drehen. Patrick Ben-Aissa setzte sich über die Außenbahn durch und bediente den ebenfalls stark agierenden Vittorio Paolo im Rückraum, der den Ball unter die Latte setzte (43.) – 3:2 für den FVU.

Mit diesem Ergebnis wurden dann die Seiten gewechselt und das Ziel der Hombacher war es auch in Halbzeit zwei den Schwung mitzunehmen und das sollte gelingen. Denn bereits in der 50. Spielminute sorgte Stefan Schwarz für eine kleine Vorentscheidung, als er von Patrick Ben-Aissa mustergültig bedient wurde und den Ball aus kurzer Distanz nur noch über die Linie drücken musste – 4:2. Nach diesem Treffer schaltete der FVU einen Gang zurück, hatte aber weiterhin Einschussmöglichkeiten. Sven Bühler vergab nach Vorlage von Stefan Schwarz eine dicke Einschussmöglichkeit. Auch die Gastgeber setzten offensiv nochmal Akzente, als Hügel mit einer sehenswerten Direktabnahme die Latte des FVU-Tores traf. In der 75. Minute kam es dann zu einer sehr unschönen Szene: Der starke FVU-Mittelfeldmann Thomas Sobieranski, der im Mittelfeld zusammen mit dem ebenfalls gut aufspielenden David Bühler die Fäden zog, prallte bei einem Kopfballduell mit FVR-Akteur Huschle zusammen und beide Akteure zogen sich eine klaffende Platzwunde zu, das Blut floss in Strömen. Die Partie war daraufhin mehrere Minuten unterbrochen und die beiden verletzten Spieler wurden ins Offenburger Klinikum gebracht. Im Anschluss an diese Schreckmomente hatten beide Mannschaften noch jeweils eine dicke Chance zu verzeichnen. Zunächst war es der FVU, der eine dicke Chance vergab, als Stefan Schwarz nach einer Freistoßflanke von Matthias Lehmann den Ball querlegte auf Bruder Michael, der an der Fußabwehr von FVR-Keeper Anzaldi scheiterte und auch FVU-Spielmacher Jens Alender, der mit viel Umsicht das FVU-Spiel antrieb, brachte den Nachschuss nicht im Tor unter (84.). Quasi mit dem Schlusspfiff hatte Rammersweier noch eine gute Gelegenheit, doch am Ende blieb es beim 4:2 für den FVU.

Fazit: Nach schlechtem Start ins Spiel bewies die Eichhorn-Truppe Moral und drehte das Spiel noch zu seinen Gunsten. Die Hombacher zeigen aktuell attraktiven Fußball und dies schlägt sich folgerichtig auch in den Ergebnissen nieder. Einige Akteure sind in sehr guter Form und es bleibt zu hoffen, dass jeder Einzelne die Form so lange wie möglich konservieren kann. Mit diesem Sieg festigte der FVU den guten dritten Tabellenplatz und kann sich nun auf ein attraktives Heimspiel am Ostersamstag gegen Landesliga-Absteiger SV Niederschopfheim freuen. Der FVU wünscht zudem Thomas Sobieranski und FVR-Akteur Huschle eine gute Genesung und hofft, dass beide Spieler schnell wieder auf den Platz zurückkehren können.

FV Rammersweier II – FV Unterharmersbach II 2:1 (1:0)

Eine schwierige Phase muss aktuell die FVU-Reserve überstehen, denn personell hat man erhebliche Probleme aufgrund von Verletzungen und Urlaub. So mussten zum Beispiel Co-Trainer Manuel Jilg und Bruder Sebastian »Schnappi« Jilg reaktiviert werden und der Truppe aushelfen. In Rammersweier musste die Mannschaft die zweite Niederlage in Folge hinnehmen, die allerdings zu verhindern gewesen wäre, doch im Strafraum war man meist zu ungefährlich. Erfreulich war, dass die beiden A-Jugendlichen Andy Gieringer und Emil Lehmann sich gut ins Spiel einbrachten. Sebastian Jilg gelang in der Nachspielzeit noch der Anschlusstreffer, doch dieser kam zu spät, um sich noch einen Punkt zu ergattern. Nichtsdestotrotz steht die FVU-Reserve noch immer auf einem guten zweiten Tabellenplatz und wird versuchen in den nächs­ten Spielen wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.

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