Bei einem Besuch in der Zimmerei Lehmann arbeiten SBBZ-Schüler an Maschinen, fügen Bauteile zusammen und bauen eigene Liegestühle.
Foto: Schule
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Foto: SchuleAm Freitag, 24. April 2026, fand der Unterricht für die Hauptstufenschüler des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ) am Nachmittag außerhalb der Schule statt. Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 9 trafen sich mit ihren Lehrerinnen Hannah Wußler, Ina Grodd und Iris Ritter bei bestem Wetter vor dem Schulgebäude und liefen die rund zweieinhalb Kilometer lange Strecke zu Fuß nach Unterharmersbach zur Zimmerei Gottfried Lehmann.
Einblick in den Betrieb
Die vier Klassenstufen wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe wurde von Schreinermeister Stefan Schätzle, die andere vom Inhaber und Zimmermeister Gottfried Lehmann über das Betriebsgelände geführt.
Die Schüler erfuhren unter anderem, dass Holzabfälle in der Hackschnitzelanlage zu Briketts verarbeitet werden. Diese nutzt der Betrieb für die eigene Heizanlage sowie für den angrenzenden Bahnhof. Überschüssige Briketts werden zudem verkauft. Auf dem Gelände lagern verschiedene Hölzer und Latten. Am Computer werden Aufmaße verarbeitet und daraus dreidimensionale Pläne erstellt, die an verschiedenen Stellen geschnitten werden können. Dabei wurde deutlich, wie wichtig räumliches Vorstellungsvermögen im Beruf des Zimmermanns ist.
Große Maschinen und präzise Technik
In der Werkhalle standen große Maschinen, die das Interesse der Schüler weckten. Besonders beeindruckte die CNC-Maschine. Ähnlich wie ein Roboter kann sie sogar Werkzeuge automatisch wechseln. Wenn etwa ein Dachstuhl korrekt vermessen und die Daten eingegeben sind, kommen die Bauteile montagefertig aus der Maschine. Die Schüler durften einige dieser Bauteile selbst zusammenfügen. Mit Unterstützung und einem Hammer wurden die Teile passgenau verbunden.
Selbst aktiv werden
Zwei der fünf Auszubildenden des Betriebs halfen den Schülern anschließend, insgesamt vier Liegestühle zusammenzubauen. Die vorbereiteten Holzlatten wurden mit Akkubohrer und Schrauben montiert. Für jeden Liegestuhl wählten die Schüler einen eigenen Stoff, der als Lehne befestigt wurde. Jede Klasse des SBBZ erhält nun einen selbstgebauten Liegestuhl für ihr Klassenzimmer.
Abschluss im Besprechungsraum
Zum Abschluss ging es in den Besprechungsraum im oberen Stockwerk. Dort wurden die Schüler mit Brezeln und Getränken versorgt. In einer Diashow stellte der Betrieb Bauprojekte vor, auf die er besonders stolz ist. Dazu gehört unter anderem das Mühlrad am Fürstenberger Hof. Auf dem Hin- und Rückweg konnten die Schüler dieses Mühlrad selbst betrachten und so einen Eindruck von der Arbeit des Betriebs gewinnen.
Die Aufgaben, Voraussetzungen und Fähigkeiten eines Zimmermanns wurden den Schülern anschaulich und praxisnah vermittelt. Einige von ihnen zeigten bereits Interesse an diesem Beruf. Ein Dank der Schule gilt dem Betrieb für die Einblicke und die Zeit am Freitagnachmittag.





