TC Wyhl – TSG TC Zell/TC Haslach 2:2
Beim Saisonauftakt der Herren 70-Doppelrunde traf die TSG TC Zell/TC Haslach in Wyhl auf einen bislang unbekannten Gegner – und der entpuppte sich als harter Brocken. Die Gastgeber vom Kaiserstuhl gingen aufgrund ihrer besseren Leistungsklassen als Favoriten ins Rennen. Doch die Harmersbacher Senioren zeigten schnell, dass Erfahrung, Kampfgeist und gute Nerven manchmal mehr zählen als nackte Zahlen.
Im ersten Doppel mussten sich Rainer Brucher und Klaus Gaiser zwar mit 1:6 und 3:6 geschlagen geben, doch das Ergebnis täuscht ein wenig über den Spielverlauf hinweg. Viele Spiele gingen über Einstand, und nicht selten fehlte nur ein Quäntchen Glück, damit der Punkt auf die Seite der Gäste fiel. Die Wyhler hatten an diesem Tag eben öfter das berühmte Netzroller-Glück auf ihrer Seite.
Deutlich spannender verlief das zweite Doppel mit Horst Koller und Peter Botos gegen die Scherer-Brüder. Nach verlorenem ersten Satz (4:6) sah es bereits nach einer Vorentscheidung für die Gastgeber aus. Doch Koller/Botos dachten gar nicht daran, sich frühzeitig zum Duschen zu verabschieden. Mit großem Kampfgeist und starken Nerven holten sie sich nach einem nervenaufreibenden letzten Spiel mit gefühlten hundert Einständen den zweiten Satz ebenfalls mit 6:4. Im anschließenden Matchtiebreak bewiesen die beiden dann endgültig ihre Coolness und machten mit 10:6 den viel umjubelten Ausgleich perfekt.
In der zweiten Doppelrunde setzte Mannschaftsführer Klaus Gaiser auf Verstärkung aus der Herren-75-Mannschaft und brachte Hans-Martin Moll ins Team. Die Maßnahme erwies sich als Volltreffer: Gemeinsam mit Horst Koller ließ Moll den Gastgebern beim souveränen 6:2, 6:1-Erfolg kaum eine Chance. Plötzlich lag die TSG überraschend mit 2:1 in Führung – und ein Auswärtssieg rückte in greifbare Nähe.
Auch Rainer Brucher und Peter Botos starteten stark in ihr Doppel und führten bereits mit 4:1. Die Sensation lag förmlich in der Kaiserstühler Luft. Doch dann schlichen sich leider mehr Fehler ein als Würstchen auf dem Grill. Wyhl kämpfte sich zurück, gewann den ersten Satz mit 6:4 und ließ im zweiten Durchgang beim 6:0 nichts mehr anbrennen.
Am Ende stand ein gerechtes 2:2-Unentschieden, mit dem beide Mannschaften gut leben konnten. Die Gäste aus Zell und Haslach waren sich jedenfalls einig: Wenn nach einem langen Tennistag die Steaks saftig, die Würste knackig und die Salate reichlich sind, schmeckt selbst ein Unentschieden fast wie ein Sieg.
Die Ergebnisse
Lothar Scherer/Roland Scherer – Horst Koller/Peter Botos 6:4, 4:6, 6:10
Friedeer Männer/Harald Bodemer – Rainer Brucher/Klaus Gaiser 6:1, 6:3
Lothar Scherer/Frieder Männer – Rainer Brucher/Peter Botos 6:4, 6:0
Roland Scherer/Harald Bodemer – Horst Koller/Hans-Martin Moll2:6, 1:6





