Osterlicht erhellt die Pfarrkirche

Feierliche Auferstehungsfeier am frühen Ostermorgen.

 

Früh aufgestanden sind die Gemeindemitglieder am Sonntag: Die Auferstehungsfeier der Zeller Pfarrkirche beginnt um 6 Uhr auf dem Kirchplatz. Dort brennt das Osterfeuer und erhellt den Morgen.

Pfarrer Gerner zog mit einer großen Schar Ministranten und den Lektoren auf den Kirchplatz ein. Die Kommunionkinder mit ihren Familien beteiligen sich in großer Anzahl an der Feier und an sie wandte er sich zu Beginn: „Ostern ist der wichtigste Gottesdienst im Kirchenjahr.“ Er erklärte ihnen die Symbolik der Osterkerze: Ihr Licht steht sinnbildlich für das Licht und all das Helle, das von Jesus ausgeht. Sie zeigt das Thema des Erstkommunionkurses: Ihr seid Sonnenstrahlen Gottes. Hilde Breig und Barbara Fritsch haben sie mit einer großen Sonne im Vordergrund gestaltet.

Pfarrer Gerner segnete die Kerze und entzündete ihre Flamme am Osterfeuer. In der dunklen Kirche wurden von ihrem Licht alle Kerzen im Altarraum und auch die Kerzen der Gemeindemitglieder angezündet. Der erste Teil der Feier fand in der stimmungsvoll nur von Kerzen beleuchteten Kirche statt. Pfarrer Gerner sang das ausführliche Lob auf die Osterkerze, dass traditionell am Beginn jeder Osternachtfeier gesungen wird.
Dann erklärte er den Kommunionkindern, dass alle nun folgenden Texte aussagen, wie Gott bei den Menschen gewirkt hat. Der erste Text – die Schöpfungsgeschichte von der Entstehung der Erde – wurde von mehreren Kommunionkindern am Altar vorgetragen. Danach trug Lektorin Jutta Uhl die Bibelgeschichte von Zug der Israeliten durch das Rote Meer vor.

Das Evangelium von der Auferstehung Jesu aus seinem Grab übermittelte die zentrale Osterbotschaft. Sehr feierlich sang Pfarrer Gerner die Bibelverse mit viel Gefühl. In seiner Predigt ging er auf dieses Evangelium ein. Zunächst sei wenig von der Freude der Osterbotschaft spürbar gewesen: Die Jünger und die Frauen am Grab reagierten mit Verunsicherung auf die leere Grabstätte. Pfarrer Gerner erklärte: „Es braucht Zeit, nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem Herzen zu verstehen, dass das Grab leer und Jesus auferstanden ist.“ An der Osterkerze werde sichtbar, dass Gott uns sein Licht schenkt und uns zutraue, das Leben anderer Menschen hell zu machen, erklärte Gerner. Dann ging er auf das Thema Frieden ein: Wir Menschen bekommen von Jesus den Auftrag, uns für den Frieden einzusetzen. In jeder Begrüßung sagte Jesus zu seinen Jüngern: Der Friede sei mit euch. Das wird auch in jeden Gottesdienst so gesagt. Pfarrer Gerner zitierte Martin Luther King, der gesagt hat: Es gibt keinen Weg zum Frieden, wenn nicht der Weg schon Frieden ist. Abschließend erklärte er mit Nachdruck: „Überall da, wo es uns gelingt, Frieden und Licht zu teilen, da beginnt Ostern für uns.“

Danach erfolgte die Erneuerung des Taufversprechens im liturgischen Ablauf der Feier. Die Fürbitten wurden wieder von Kommunionkindern vorgetragen. Sie beteten für die Menschen, die Sorgen und Ängste haben, die im Krieg leben, unter Krankheit und Trauer leiden, oder einsam sind. Eine Fürbitte galt den Kommunionkindern selber: Dass sie die Freude am Glauben erfahren und das Licht von Ostern ihnen helfe, Hoffnung zu geben. Anschließend sangen die Kinder ihr Mottolied der Erstkommunion: Wir sind Sonnenstrahlen Gottes.

Die Musikgruppe Horizont begleitete die kirchlichen Lieder mit Instrumenten und Gesang. Sie erhielten Applaus am Ende der Feier. Pfarrer Gerner dankte allen Beteiligten, die an der Vorbereitung und Gestaltung der Osternachtfeier mitgewirkt haben.

An den Ausgängen erhielt jeder Gottesdienstbesucher ein gefärbtes Ei. Das ist eine schöne Tradition der Kirchengemeinde, die gerne gepflegt wird.

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