Schachclub Zell „gewinnt“ Ortenau-Pokal-Finale mit 2:2.
Wenige Tage vor Fastnacht fand in Ohlsbach das Finale im Bezirkspokal des Schachbezirks Ortenau statt. Einige Zeller Spitzenspieler mussten ihre Teilnahme absagen, sodass die Chancen auf die Titelverteidigung für die Zeller ziemlich reduziert waren. Allerdings war auch das Ohlsbacher Spitzenbrett verhindert, so war vor dem Duell kein wirklicher Favorit auszumachen.
Strategie im Hinterkopf
Eine kurze Strategiebesprechung der Zeller sollte einen entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis haben. Man entschied: Thomas Gißler an Brett 1 sollte das Remis halten, ebenso wie Michael Vollmer an Brett 4. Vorstand Wilhelm Eble (das Original) bekam die Möglichkeit, auf Sieg zu spielen und für die Entscheidung zu sorgen, während Ho In Lee das Trumpf-Ass spielen sollte. Aufgrund der Berliner Wertung bei Punktgleichheit gewinnt die Mannschaft, die ein höheres Brett gewinnt – das hatten die Zeller im Hinterkopf.
Thomas Gißler lieferte ziemlich schnell ein Wunschergebnis: Remis. Aufgrund der besseren Wertungszahl wäre womöglich auch ein Sieg drin gewesen, aber er hatte noch etwas anderes vor an diesem Abend.
Michael Vollmer, normalerweise für Überstunden bekannt, kam schnell in Zeitnot und musste eine im Prinzip gewonnene Partie Remis geben. Zwei verbundene Freibauern bei aktiverer Stellung würden normalerweise zum Sieg reichen – Vollmer hielt sich aber an den Generalplan.
Einer verliert, einer gewinnt
Vorstand Wilhelm Eble hatte mit seinem Gegner eine geschlossene Stellung – allerdings mit einem schwachen Bauern – aufgebaut. Sämtliche Leichtfiguren waren getauscht, Türme und Damen aber noch auf dem Brett. Leider gelang es Eble nicht, seine Bauernschwäche auszugleichen, sodass die Partie sich zugunsten der Ohlsbacher neigte. So stand es auch bald darauf 2:1 für die Heimmannschaft.
Aus Sicht der Ohlsbacher war jetzt „der Boden für Spannung pur“ bereitet. Die Zeller konnten sich aber auf ihren Jungmeister verlassen. Lee hatte sich während der Partie einen Bauernvorteil erarbeitet. Auch seine Stellung war vorteilhaft: entfernter Freibauer, aktiverer König, aber auch aktivere Figuren. In einer letzten Abtauschaktion wurden alle noch offenen Fragen beantwortet und das Endspiel souverän gewonnen.
Das Endergebnis lautete 2:2. Die Berliner Wertung sprach mit 5,5:4,5 zugunsten der Zeller, und sie verteidigen damit den Titel aus dem Vorjahr. Die Ohlsbacher gratulierten dem Sieger und bedankten sich für spannende Spiele. Auch die Ohlsbacher haben sich mit der Teilnahme im Pokalendspiel für die Teilnahme im Badischen Pokal qualifiziert.




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