70 Jahre Treue: Familie Duddek und ihre zweite Heimat

Seit 1956 verbindet Gerd Duddek eine besondere Urlaubsgeschichte mit Zell am Harmersbach – geprägt von Tradition, Freundschaft und generationsübergreifender Verbundenheit.

Eine außergewöhnliche Urlaubsgeschichte verbindet die Familie Duddek seit nunmehr 70 Jahren mit der Stadt Zell am Harmersbach. Was im September 1956 mit einer spannenden Zugreise begann, ist heute eine generationsübergreifende Herzensangelegenheit. Als Kind reiste Gerd Duddek gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Bruder erstmals aus Oberhausen in den Schwarzwald. Die Anreise war ein echtes Abenteuer: Mit dem Zug ging es Richtung Süden, das letzte Stück wurde mit dem Taxi zurückgelegt. Bei Dunkelheit kam die Familie schließlich am Knopfholzhof an – und wurde dort herzlich empfangen.

Die ersten Tage waren geprägt von neuen Eindrücken: Der Schwarzwälder Dialekt stellte anfangs eine kleine Herausforderung dar, eingekauft wurde mit dem Handwagen, und die Selbstversorgung auf dem Hof beeindruckte die jungen Gäste nachhaltig. Für Gerd Duddek wurde der Knopfholzhof schnell zu einem Ort voller Entdeckungen und Erlebnisse.
Nach einigen Jahren trat die Familie die rund 500 Kilometer lange Reise aus Oberhausen nicht mehr mit dem Zug, sondern mit dem VW Käfer an. Eine feste Tradition dabei: die Pause am Flughafen Frankfurt – ein liebgewonnener Zwischenstopp auf dem Weg in die „zweite Heimat“.

Im Laufe der Jahrzehnte durfte Gerd Duddek auf dem Knopfholzhof fünf Generationen erleben. Er war nicht nur treuer Urlaubsgast, sondern auch ein Stück weit Teil der Hofgeschichte: Sowohl bei der Hochzeit des Ehepaars Hansmann als auch später bei der Hochzeit ihrer Tochter Christine Pfundstein, die den Hof gemeinsam mit ihrem Mann Johannes übernahm, war Gerd Duddek als Gast dabei. Eine Verbundenheit, die weit über einen gewöhnlichen Ferienaufenthalt hinausgeht.

Heute blickt die Familie Duddek selbst auf vier Generationen Urlaub im Schwarzwald zurück. Auch Eva Duddek verbringt seit über 50 Jahren ihre Ferien in Zell am Harmersbach. Mit spürbarem Stolz zeigte ihr Mann ihr damals „seine zweite Heimat“. Für ihn war der Knopfholzhof stets auch ein Abenteuerspielplatz der Technik: Mit Begeisterung half er bei Reparaturen mit, lernte das Bulldogfahren und packte überall dort an, wo Unterstützung gebraucht wurde.

Christbaum aus Unterharmersbach

Eine ganz besondere Tradition pflegt die Familie bis heute: Der Christbaum wird jedes Jahr in Unterharmersbach geholt – ein weiteres Zeichen der tiefen Verwurzelung mit der Region.
Diese außergewöhnliche Treue ließ sich auch Bürgermeister Günter Pfundstein nicht entgehen. Persönlich überreichte er Eva und Gerd Duddek die Präsente der Stadt und dankte ihnen im Namen der gesamten Bürgerschaft für sieben Jahrzehnte Verbundenheit, Vertrauen und gelebte Freundschaft mit Zell am Harmersbach. In einer kleinen, herzlichen Feierstunde würdigte er die besondere Beziehung der Familie zur Stadt und betonte, wie wertvoll solch langjährige Treue für die gesamte Ferienregion sei.

Für die Tourist-Information Zell am Harmersbach ist diese außergewöhnliche Geschichte ein bewegendes Beispiel dafür, wie aus einem Urlaubsort ein Zuhause auf Zeit – und schließlich eine echte Herzensheimat – werden kann.

Die Stadt Zell dankt Gerd und Eva Duddek von Herzen für 70 Jahre Verbundenheit und freut sich auf viele weitere gemeinsame Erinnerungen in Zell am Harmersbach.

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