Mitgliederversammlung mit Neuwahlen. Vorstand sucht jüngeren Nachwuchs. Ausstellungen im Rundofen sorgen für Diskussion mit der Stadt.
Am Freitagabend trafen sich die Mitglieder des Fördervereins zu ihrer Versammlung im Hotel „Klosterbräustuben“. Sie haben im Jahr 2025 viel geschafft und einige Pläne für 2026.
Eine kleine Runde von zehn Teilnehmern konnte der Vorsitzende Wolfgang Hilzensauer zu der Versammlung begrüßen. Er machte zu Beginn das Ziel des Fördervereins anhand der Satzung deutlich: Es ist die Förderung von Kunst und Kultur in Zell und die ideelle und finanzielle Unterstützung der Stadt Zell bei der Durchführung der Zeller Kunstwege. Stand 31. Dezember 2024 hat der Verein 52 Mitglieder.
Tätigkeitsbericht
Es gab in 2025 diverse Treffen mit der Stadt Zell, da ein Wechsel der Skulpturen am Kunstweg zu organisieren war. Die Logistik um das Aufstellen der Skulpturen mit der Koordination zwischen den Künstlern und dem Betriebshof ist sehr aufwändig. Einige Kunstobjekte brauchen eine Betonsockel als Fundament. Im Mai hat es aufgrund von vielem Regen einen Erdrutsch am Skulpturenweg geben; darauf hat der Betriebshof den Hang neu befestigt.
Zwei Ausstellungen im Keramik-Rundofen wurden veranstaltet und Verschönerungsarbeiten am Gewerbekanal im Park vor der Villa Haiss mit dem Betriebshof durchgeführt. Es wurde begonnen, ein Kunstarchiv mit der Stadt Zell aufzubauen. Der Zeller Förderverein hat ein Konto bei Instagram angelegt mit aktuell 95 Beiträgen und 345 Followern.
Zwei Ausstellungen im Keramik-Rundofen wurden vom Förderverein veranstaltet. „Das ist wenig“, bedauerte Hilzensauer. Eine Ausstellung kann nur vier Wochen dauern bei wenig Öffnungszeiten, erklärte er. Die hochwertigen Bilder summieren sich schnell auf einen Wert von 150.000 Euro, für den es keine Versicherung gibt. Parallele Veranstaltungen wie private Feiern sollten in dieser Zeit nicht stattfinden, da Hilzensauer Gefahr für die Bilder sieht (alkoholisierte Gäste). „Zu diesem Thema hat es heftige Diskussion mit der Stadt gegeben“, beschrieb er die schwierige Situation. Grundsätzlich wünscht sich der Verein mehr kulturelle Veranstaltungen im Rundofen.
Erfreulich war dagegen das Angebot des Fördervereins im Zelli-Ferienprogramm: Entdecke den Künstler in dir. Sieben Kinder haben an vier Tagen kleine Kunstwerke entstehen lassen, die danach auch ausgestellt wurden.
Zellkultour Forum neu gegründet
Auch auf Initiative des Fördervereins wurde das Zellkultour Forum gegründet. Es soll die Bereiche Kunst, Malerei, Historie, Rundofen und Museen miteinander verbinden. Sechs Vereine sind inzwischen Mitglied: Förderverein Zeller Kunstwege, Förderverein Rundofen, Historischer Verein, Museumsfreunde Storchenturm, Förderverein Fürstenberger Hof und das Stadtmarketing. Synergien sollen genutzt werden und ein gemeinsames Jahresprogramm aufgelegt werden. Eine gemeinsame Webseite als Plattform ist geplant.
Jüngerer Nachwuchs für den Förderverein gesucht
Die zeitliche Belastung einzelner Mitglieder ist hoch. „Wir wünschen uns talentierte junge Mitstreiter“, erklärte der Vorsitzende Hilzensauer. Auch die personelle Situation bei der Stadt Zell ist angespannt – es gibt zu wenig Kapazitäten für die effektive Umsetzung von Maßnahmen. Kleinere notwendige Maßnahmen werden nicht genehmigt, stellte er ernüchtert fest.
Kassenbericht
Kassierer Ludwig Börsig legte den Kassenbericht vor. Die Stadt Zell gibt ein Budget und durch die Mitgliederbeiträge gibt es eine solide Kassenlage. Bruno Emmerichs, Gast bei der Versammlung, leitete die Entlastung des Vorstands.
Neuwahlen
Wolfgang Hilzensauer wurde als 1. Vorsitzender gewählt. 2. Vorsitzender ist Klaus Burth, der sich an dem Abend als freischaffender Künstler vorstellte. Ludwig Börsig bleibt Kassierer. Beiräte sind Dieter Atz, Armin Göhringer, Maria Hättich, Wolfgang Mössinger und Albert Reichenbach. Die Amtszeit beträgt drei Jahre.
Vorschau
Ab dem 28. November beginnt eine Gruppenausstellung von vier Künstlern „Kunst Hoch 4“ mit Malerei, Bildplastiken und mehr. Im Frühjahr 2026 sind zwei weitere Ausstellungen geplant und Führungen auf
den Kunstwegen. Die Kunstwege sollen weiterentwickelt, das Sponsoring ausgebaut werden.
Der Förderverein erhält neue Räume im Obergeschoss der Kanzlei. Alle Kunstwerke, die die Stadt besitzt, sollen gesichtet, registriert und aussortiert werden.
Am Ende der Versammlung nutzen die Mitglieder die Gelegenheit zur Aussprache. Es wurden Ideen für zukünftige Vorhaben entwickelt. Ein Anliegen ist ihnen besonders wichtig: Die Sinnhaftigkeit von Kunst deutlich zu machen.





