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Zell am Harmersbach | 18.07.2025

Vom Klassenzimmer ins echte Leben

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Klassenfoto der Abschlussklasse W9a mit Lehrerin Mirjam Lehmann (vorne rechts). Foto: Gisela Albrecht
von Gisela Albrecht

Bei der Entlassfeier der Werkrealschüler des Bildungszentrums gab es viel Lob für die Absolventen und Auszeichnungen für besondere Leistungen.

Am Donnerstagabend wurden die Entlassschüler der Werkrealschule verabschiedet. Das Programm begann mit einem Musikstück, bei dem die Schüler ausschließlich Xylophon spielten und andere als Stimmen aus dem Off mit kurzen Sätzen auf ihre Schulzeit zurückblickten. Ein origineller Einstieg in einen emotionalen Abend – Lehrer und Schüler nehmen Abschied voneinander.

Persönliche Worte vom Bürgermeister

Bürgermeister Günter Pfundstein erinnerte in seiner Rede an seine eigene Schulzeit: „Es ist 42 Jahre her, dass ich hier den Realschulabschluss machen durfte. Den Tag vergesse ich nicht.“ Er zeigte seinen Respekt vor den Schülern, die in ihren Auftritten und Reden auf der Bühne viel Selbstbewusstsein zeigten. „So weit war ich mit 16 Jahren damals nicht“, erinnerte er sich. „Ich hätte keine Rede gehalten.“ Er gratulierte den Schulabgängern im Namen der Stadt als Schulträger und der Talgemeinden. Die Welt brauche junge Menschen, die mutig seien und lernwillig, erklärte er. Leider habe die Gesellschaft heute Leistungsbereitschaft verlernt, bedauerte Pfundstein. Wohltaten könnten nur dann verschenkt werden, wenn sie irgendwann erarbeitet worden seien.

Er wünschte den Jugendlichen, dass sie ihren eigenen Weg finden, auch wenn es Umwege gebe: Der Weg sei das Ziel. Auf einem Umweg könne man Dinge sehen, die auf dem geradlinigen Weg nicht da seien. Alles sei für etwas gut. „Habt Mut für Entscheidungen und Mut, Fehler zu machen, aus denen man lernen kann“, betonte Pfundstein.

Mit sozialen Medien solle man kritisch umgehen. Das eigentliche Leben seien direkte Gespräche, ein Lächeln oder eine Umarmung. Das könne kein Handy leisten, mahnte er. Abschließend erklärte er: „Das Selbstvertrauen, das ihr in der Schule tanken konntet, hilft euch auf eurem weiteren Lebensweg.“

Persönliche Würdigung der W9a

Die Klasse W9a hatte einen schwierigen Start mit Corona und Masken: „Doch ich erlebte viel Offenheit und Neugier, ihr habt euch nicht unterkriegen lassen,“ blickte Klassenlehrerin Mirjam Lehmann zurück. Sie zählte die vielen außerschulischen Aktivitäten auf und sagte, dass die Schüler viel mehr mitnehmen aus der Schule als nur Wissen: „Teamgeist, Mut, Erfahrung und ganz viel Selbstvertrauen.“ Sie wisse, dass die Schüler viel mehr wert seien als jede Note und jede Bewertung: „Ihr seid einzigartig.“ Dafür erhielt sie viel Applaus.

Die Klassensprecher Lena Müller und Justin Kaltenbach erzählten Anekdoten aus dem Schulleben und dankten ihren Lehrern mit viel emotionalen Worten und Geschenken.

Anschließend wurden die Schüler namentlich aufgerufen und Lehmann überreichte ihnen ihre Abschlusszeugnisse.

Rückblick auf die W9b

Die Klasse W9b wurde von Elke Reinisch bis zum Ende des 8. Schuljahres unterrichtet. „Es waren unvergessliche Jahre mit Höhen und Tiefen“, erklärte sie. Sie schilderte ausführlich die Begegnung mit einem ehemaligen Schüler, aus dem trotz schwieriger Schulzeit „noch etwas geworden ist“. Sie wünschte ihren Schülern, dass sie das Beste aus ihrem Leben machen. Verena Roschach hat die Klasse im letzten Jahr unterrichtet und als Klassenlehrerin geleitet: „Anfangs hatte ich Bedenken, doch jetzt bin ich richtig stolz auf euch.“

Sie nannte jeden einzelnen Schüler mit seinen besonderen Eigenschaften. Da wurde auch viel gelacht. Die Klassensprecher Dilana Urgulu und Leon Hansert berichteten sehr anschaulich „von unserer chaotischen Klasse – sagen wir lieber: lebendige Klasse“. Dass sie es trotzdem gemeinsam geschafft haben, alle den Abschluss zu bestehen, verdankten sie der Lehrerin Verena Roschach: „Sie ist die Heldin der Klasse W9b.“ Dafür gab es frenetischen Beifall von den Mitschülern. Anschließend erhielten die Schüler ihre Abschlusszeugnisse auf der Bühne.

Ehrungen für besonderes Engagement

Das Lob der Schule erhielten Lena Müller (W9a) von ihrer Lehrerin Mirjam Lehmann und Theresa Schätzle von Lehrerin Verena Roschach. Beide berichteten von dem besonderen Engagement der Schülerinnen.

Den Sozialpreis der AWO überreichte der Vorsitzende Stefan Stehle. Er berichtete von den Aktivitäten der AWO. Den Preis überreichte er an Lena Müller, die ihr Amt als Klassensprecherin mit viel Herz und Engagement ausgeübt hat. Jacob Bajs wurde als wertvoller Teamplayer geehrt, der auch außerhalb der Schule die Klassengemeinschaft gefördert hat.

Den Technikpreis überreichte Lehrer Maximilian Sepp an Claudius Himmelsbach, der im Werkunterricht fantastische Werkstücke gebaut und den Unterricht durch sein Wissen bereichert hat.

Den AES-Preis überreichte Nico Lehmann von der Winkelwaldklinik. Michaela Guber hat ihr großes Wissen bei sämtlichen Alltagsthemen eingebracht und eine souveräne Leistung gezeigt.

Den Wirtschaftspreis überreichte Jürgen Schmieder von der Sparkasse. Er gratulierte den beiden Preisträgern Michaela Guber und Emely Bürkle und wünschte ihnen viel Glück und Freude auf ihrem weiteren Lebensweg.

Den besten Abschluss der Werkrealschule erreichte Michaela Guber. Nicole Fontainer (Förderkreis) überreichte die Urkunde, das Publikum spendete lang anhaltenden Applaus.

Abschluss mit einem besonderen Musikstück

Mit einem außergewöhnlichen Musikstück endete die Abschlussfeier: Nur rhythmisches Klatschen der Hände und Trommeln auf dem Tisch – das Musikstück faszinierte durch die Einfachheit der Mittel. Lehrer Rainer Lietzmann ist damit ein besonderer Abschluss mit seiner Klasse gelungen.

Foto: Gisela Albrecht
Klassenfoto der Abschlussklasse W9b mit Lehrerin Verena Roschach (vorne links).
Foto: Gisela Albrecht
Ein Lob für besondere Leistungen erhielten Lena Müller und Theresa Schätzle, die sich sichtlich über die Auszeichnung freuten. Von links: Lehrerin Mirjam Lehmann, Lena Müller, Theresa Schätzle und Lehrerin Verena Roschach.
Foto: Gisela Albrecht
Den Sozialpreis der AWO überreichte deren Vorsitzender Stefan Stehle (rechts). Lena Müller (links) setzte sich als Klassensprecherin engagiert für ihre Mitschüler ein. Jakob Bajs (Mitte) übernahm freiwillig viele Auf- gaben, auch außerhalb der Schule.
Foto: Gisela Albrecht
Den Technikpreis überreichte Lehrer Maximilian Sepp (links) an Claudius Himmelsbach (rechts): „Er hat viele tolle Werkstücke gebaut und den Technikunterricht bereichert“, lobte Sepp.
Foto: Gisela Albrecht
Den AES-Preis überreichte Nico Lehmann (rechts) von der Winkelwaldklinik. AES steht für Alltagskultur, Ernährung und Soziales. Michaela Guber (links) zeigte in diesem Fach besondere Leistungen.
Foto: Gisela Albrecht
Den Wirtschaftspreis überreichte Jürgen Schmieder (rechts) von der Sparkasse Haslach-Zell. Die Preisträgerinnen Michaela Guber (links) und Emely Bürkle (Mitte) wurden für ihre besonderen Kompetenzen ausgezeichnet.
Foto: Gisela Albrecht
Den besten Hauptschulabschluss erreichte Michaela Guber (links). Nicole Fontainer (Förderkreis, rechts) lobte ihre positive Einstellung zum Lernen und ihr Engagement über den Unterricht hinaus.

 

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