Biographie von Ernst Peter Huber

Ernst Peter Huber wurde am 31. Oktober 1900 geboren. Sein Vater war Werkführer in der Zeller Keramik. Nach der Lehre als Keramikmaler besuchte Ernst Peter die Fachschule für Kunstgewerbe in Karlsruhe, danach brachte er es in derselben Stadt zum Meisterschüler an der Staatlichen Kunst-Akademie. Die Galerie Moos in Karlsruhe zeigte seine Arbeiten in eine Reihe mit berühmten zeitgenössischen Malern. Die Kunstkritik würdigte vor allem seine Landschaftsbilder und Portraits. Das Bild eines »Bauernmädchens« gehört heute zum Bestand des Straßburger Museums für zeitgenössische Kunst.

Auf die Zeit in Karlsruhe folgte ein Aufenthalt in Berlin, wo Huber sich in den Galerien von den alten Meistern der Ölmalerei inspirieren ließ. 1932 kehrte Huber nach Zell zurück. Zu seinem Schaffen zählten nun auch Aquarelle. Er schloss sich dem Wolfacher Künstlerkreis an, der die Tradition der heimischen Künstler Curt Liebich, Wilhelm Hasemann und Carl Sandhaas hochhielt. In Zell gab er seine Kenntnisse an junge Interessenten weiter, darunter auch Walter Haaf. Als er in den Krieg eingezogen wurde, packte er zum Tornister die Staffelei. In der Normandie hielt er mit seinen Zeichnungen und Aquarellen die Grausamkeit des Krieges fest. Die Eindrücke prägten ihn zeitlebens und bestimmten den Ernst seiner Persönlichkeit und Arbeiten.

Nach der Rückkehr aus dem Krieg hatte es der freischaffende Künstler schwer, seine Familie zu ernähren. Er war dankbar, in seinem ehemaligen Lehrbetrieb, der Zeller Keramik, eine gesicherte Anstellung zu finden. Die Firma ermöglichte es ihren Lehrbuben an Samstagen bei Ernst Peter Huber ihr malerisches Geschick zu erproben und zu entwickeln. 1959 starb Ernst Peter Huber an seinem Arbeitsplatz. Die Stadt Zell widmete ihm später eine Straße im Neubaugebiet.

(Quelle: Dieter Petri vgl. Ernst Peter Huber – Ein Künstlerleben. Mini-Galerie. Schwarzwälder Post 2000.)

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