Schönstatt-Familienbewegung zu Besuch bei der Schwarzwälder-Post

Familien aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart verbringen derzeit ihre alljährliche Mitgliedertagung in Oberkirch

Die Familien aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart verbringen derzeit ihre alljährliche Mitgliedertagung im Schönstatt-Zentrum Marienfried in Oberkirch. Neben interessanten und spirituellen Vorträgen stehen Ausflüge in die Umgebung auf dem Programm. So auch am gestrigen Donnerstag.

Die Schönstatt-Bewegung, welche 1914 von Pater Josef Kentenich ins Leben gerufen wurde, ist eine internationale Bewegung und neue geistliche Gemeinschaft in der katholischen Kirche, in der Glaube und Spiritualität gemeinsam gelebt werden. Der Name »Schönstatt« stammt dabei von dem Entstehungsort, einem Ortsteil von Vallendar bei Koblenz.

Familien der »Familienliga«, einer Gemeinschaft innerhalb der Schönstatt-Bewegung, treffen sich jedes Jahr in der Pfingst-Zeit, um schöne Tage miteinander zu verbringen in denen man sich austauscht, neue Impulse erfährt und gemeinsam Ausflüge unternimmt. Während am Mittwoch ein Ausflug nach Straßburg auf dem Programm stand, hieß das Ziel gestern: Die Schwarzwälder Post in Zell am Harmersbach.

Inhaber Hanspeter Schwendemann ließ die Gäste aus Oberkirch eintauchen in die »schwarze Kunst« von damals und heute: Zunächst im Archiv-Raum des Verlags, wo in den Tageszeitungen aus den Jahrgängen des ältesten und des jüngsten Teilnehmers geschwelgt wurde, gefolgt von einer Besichtigung des »Hier und Jetzt«, sprich der donnerstäglichen Amtsblatt-Produktion, die gerade in vollem Gange war. In der historischen Buchdruckerei im Gewölbe angekommen, wurde anschließend ein Sprung in die Vergangenheit gemacht. Knarrend und mit händischer Starthilfe wurden die großen Zahnräder und Riemen der alten Druckmaschine in Bewegung gesetzt und so konnten die Familien staunend einen Eindruck darüber gewinnen, wie im vergangenen Jahrhundert die lokalen und überregionalen Neuigkeiten auf das Papier gelangten. Gemeinsam mit Inhaber Hans­peter Schwendemann, Seniorchef Herbert Schwendemann und Offsetdrucker Rolf Büttner konnte dann noch selbst gedruckt werden – an der Tiegeldruckpresse wie zu Gutenbergs Zeiten. Mit Kärtchen, einem druckfrischen Extra-Blatt und eigens bedruckten Stoff-Taschen als Erinnerung im Gepäck ließen die Familien den beeindruckenden und besonderen Verlagsbesuch mit einem Eis und Spaziergang durch das Zeller Städtle ausklingen.

Schwarzwälder Post – Ihre Druckerei im Mittleren Schwarzwald