Die Rosen blühen in den Dörfern

Gottfried Zurbrügg ist pensionierter Lehrer, Buchautor – und Prädikant. Bei seinen Einsätzen in anderen Kirchengemeinden lernt Gottfried Zurbrügg viele Menschen und besondere Orte kennen. Seine Erlebnisse in Jerichow teilt er gerne mit den Lesern der »Schwarzwälder Post«. Er schreibt …

Der Juni ist der Rosenmonat. Die Landschaft ist farbig geworden. An den Feldrainen blühen die Kornblumen, aber in den Dörfern die Rosen. Überall stehen blühende Rosen und man schätzt den Duft der Rosen. Es tut gut, Blumen zu sehen. Eine Landschaft muss leben! Das ist für die Bevölkerung in den weit verstreuten Dörfern nicht ganz so einfach. Viele Dörfer sind Wohnorte geworden, denn der größte Arbeitgeber ist Berlin. Die teuren Mieten zwingen die Landbevölkerung stundenlange Wege auf sich zu nehmen, um zur Arbeit zu gelangen. Entsprechend ist der Verkehr hier auf dem Lande dicht. Über die großen Durchfahrtstraßen donnert der Schwer- und Privatverkehr, belastet die Dörfer mit Lärm und Schmutz.

Umso wichtiger ist es, dass in den Dörfern Feste stattfinden, die die Einheit des Dorfes stützen. Klietznick ist eins der kleinsten Dörfer in Sachsen-Anhalt, aber es lebt und hat eine ganz eigene Kultur. Wichtigstes Fest ist das Rosenfest, das kürzlich gefeiert wurde. Von weit her kommen Besucher und er­leben ein sehr lebendiges Dorf. Der Bilderreigen zeigt, wie sich das Dorf präsen-
tiert und etwas auf die Beine stellt, wenn auch nur noch 150 Menschen dort ständig leben.

Jedes Dorf braucht seine Kirche und seine Eigenart. Beides hängt oft ganz nah zusammen. Deshalb bin ich auch hier, auch zum mitfeiern.

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