Aus Liebe zum Menschen

Spendenübergabe der diesjährigen Erstkommunionkinder aus Zell an die Lebenshilfe Haslach

Von Manuela Zeferer

Zell a. H. Auch in diesem Jahr haben die Kommunionkinder aus Zell, Unterharmersbach und Unterentersbach auf Gegengeschenke anlässlich ihrer Erstkommunion verzichtet und stattdessen gemeinsam Geld für gemeinnützige Zwecke gesammelt.

»Früh übt sich“ ist ein gängiges Wort, das im Alltag vielfach angewendet wird. So haben sich die Kommunionkinder von Zell schon vor ihrem Kommunionfest mit ihren Eltern beraten, was und wie sie mit einem Teil der Geldgeschenke umgehen sollen. Natürlich gab und gibt es dabei viele eigene Wünsche, aber auch die Überzeugung, einen Teil davon verwenden zu wollen, anderen eine Freude zu machen.

»Wir haben in unserem Leben schon so viel Schönes erfahren, so viele Geschenke bekommen, die uns erfreut und glücklich gemacht haben, dass wir als Wunsch haben: auch anderen einen kleinen Teil des Glücks zukommen zu lassen und Menschen helfen zu können.« , das war die Meinung der Eltern und Kinder. Und so haben sich auch die diesjährigen Erstkommunionkinder aus Zell, Unterharmersbach und Unterentersbach dafür entschieden auf das »Dankeschöngeschenk« zu verzichten und dafür eine Spende zu tätigen. In diesem Jahr wird die Spendensumme an zwei Projekte gehen. Zum einen wird die Lebenshilfe Haslach unterstützt. Der andere Teilbetrag wird dem Ortenauer Kinder- und Jugendhospizdienst Kiju zur Verfügung gestellt.

Es kam insgesamt eine stolze Spendensumme von 1930,- Euro zusammen, die nun am vergangenen Dienstag von einigen Kindern und Eltern an die Lebenshilfe Haslach mit einem entsprechenden Scheck über 965 Euro übergeben wurde. Die staunten nicht schlecht und bedankten sich herzlich bei den Kommunionkindern für die großzügige Spende.

Die Kinder erfuhren zunächst einiges was es heißt körperlich eingeschränkt zu sein: z. B. durch ausprobieren von verschiedenen Simulationsbrillen, machten sie persönliche Erfahrungen wie es sich anfühlt, ein eingeschränktes Sehvermögen zu besitzen. Nachdem alle durch Unterstützung von Inge Schoch und einem Merkblatt sich mit dem Satz: »Hallo ich heiße…« in Gebärdensprache mitteilen konnten, folgte eine aufregende aktive Führung durch die Werkstätte der Lebenshilfe. Hier durften die Kinder, unterstützt durch die dortigen Mitarbeiter, in die Produktion von Ofenanzündern hineinschnuppern und eigens Hand anlegen. Nachdem jeder noch seinen individuellen Kugelschreiber zusammensetzen konnte übergaben die Kinder stolz den mitgebrachten Scheck. Inge Schoch und Sabine Mitschele, die die Kinder den Nachmittag über begleiteten, bedankten sich herzlich und versprachen, die Kinder auf jeden Fall über die Verwendung bzw. Anschaffungen zu informieren. Alle, die bei der Spendenübergabe dabei waren, sind sich einig: »Wir wissen unsere Spende in sehr guten Händen!«

 

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