Thüringen kulinarisch erleben

Bratwurst und Kloß heißen die köstlichen Genussbotschafter

Gottfried Zurbrügg ist pensionierter Lehrer, Buchautor – und Prädikant. Bei seinen Einsätzen in anderen Kirchengemeinden lernt Gottfried Zurbrügg viele Menschen und besondere Orte kennen. Seine Erlebnisse teilt er gerne mit den Lesern der »Schwarzwälder Post«. Er schreibt …

In kulinarischer Hinsicht hat Thüringen Einiges zu bieten. Erstens natürlich die unvergleichliche Bratwurst. Sie gibt es überall zu kaufen und sie wird in allen Variationen angeboten. Am besten schmeckt sie aber im Brötchen mit Senf. Currywurst wird von den Einheimischen abgelehnt, von den Touristen aber mit Appetit verzehrt. »Banause« wird man schon mal leise genannt, wenn man an einem Stand das verlangt, aber natürlich bekommt man das Gewünschte, denn der Kunde ist König.

Es gibt sogar ein Bratwurstmuseum mit einer begehbaren Bratwurst! Leider reichte meine Zeit nicht aus, um diesen Genuss zu sehen und hineinzugehen.

Aber etwas Anderes begegnete mit auf meiner Fahrt durch das Thüringer Land. Die weiten Kartoffeläcker waren abgeerntet und man hatte Senf ausgesät, der aber noch nicht blühte. Kartoffeln und Zwiebeln sind die wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte neben Milchwirtschaft und Schweinezucht. Veredelt wird alles in der Bratwurst und im Thüringer Kloß.

Was den Bayern der Knödel ist, ist den Thüringern der Kloß. So ganz habe ich die Wissenschaft um den Kloß nicht verstanden, aber ich habe die Thüringer Kloßwelt in dem kleinen Ort Heichelheim besucht. Das Museum und die Gaststätte sind sehenswert und die Kloßmarie kann man auch lebend bewundern.

Natürlich haben wir die Klöße probiert und uns die Thüringer Küche schmecken lassen.

Das gehört einfach dazu, wenn man dienstlich in Thüringen unterwegs ist. Man ist, was man isst und vielleicht hilft die gute Küche auch den Menschen näher zu kommen. Ein Versuch war es sicher wert!

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