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Zell am Harmersbach | 6.06.2018

Glückwünsche zum 80. Geburtstag für Peter Wolf von nah und fern

In Lateinamerika fand er sein berufliches und privates Glück

Foto:
Hannes Grafmüller als Bürgermeister-Stellvertreter überreicht die Glückwünsche der Stadt Zell a.H. Foto: privat
von Schwarzwälder Post

Peter Wolf feierte am 3. Juni mit 50 Gästen aus nah und fern seinen 80. Geburtstag im Bärenkeller und Bärengarten. Hannes Grafmüller überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde.

Peter Wolf wurde als viertes Kind von August Wolf und Anna Lasser geboren. Er wuchs mit seinen Geschwistern im sogenannten Beamtenhaus der Fa. Georg Schmieder auf. Seine Schulzeit beendete er am Schillergymnasium in Offenburg mit der mittleren Reife, um eine Lehre an der Berufsfachschule Furtwangen zu beginnen. Nach bestandener Gesellenprüfung begann seine berufliche Tätigkeit bei der Fa. Saba in Villingen im Bereich der Fernsehentwicklung. Schon ein Jahr später 1959 begann sein Studium an der Fachhochschule für Feinwerktechnik in Furtwangen, das er als Ingenieur für Elektro- und Feinwerktechnik beendete.

Berufliche Heimat: Südamerika

1961 fing er bei der Firma Siemens-Reiniger in Erlangen an. Er arbeitete zunächst in der Geschäftsstelle Mannheim als Serviceingenieur für Röntgenanlagen. Auf Grund seiner Kenntnisse und Qualifikation wurden ihm schnell wichtige Aufgaben übertragen.

Sein Drang in die Ferne führte ihn nach Kolumbien. Kaum in Bogota angekommen, wurde er mit der Montage einer Röntgeneinrichtung im entferntesten Winkel Kolumbiens beauftragt. Das neu errichtete Krankenhaus in Leticia am Amazonas erhielt damit die erste und einzige Röntgenanlage im Umkreis von 1.000 Kilometern. Bei diesem Urwaldaufenthalt lernte er durch Betreuungs- und Jagdausflüge auch die indigene Bevölkerung kennen.

In Bogota fand er Unterkunft bei Familie Becker-Hauptmann, wo er seine spätere Frau Gisela kennenlernte.

Peter Wolf arbeitete als Serviceingenieur für medizintechnische Anlagen in Medellin. Nach einem Jahr Einarbeitung übernahm er das Ingenieurbüro in Bucaramanga. An Silvester 1967 heiratete Peter seine Gisela und zog mit ihr dort hin. Im Garten eine Bananenstaude, ein Mangobaum und ein Avocadobaum mit herrlichen Früchten. Dort lebten sie drei Jahre, hatten ein interessantes Leben mit neuen Freunden und der phantastischen Natur, die sie offroad mit dem Jeep entdeckten. Wobei die Einheimischen oft die Hände über dem Kopf zusammenschlugen, wie kann man das nur machen? Das ist doch viel zu gefährlich! Es ist nie etwas passiert, ihr Schäferhund Felix war immer dabei, und vor dem hat jeder Respekt. Das Geschäft mit dem Verkauf medizinischer Anlagen und Geräte entwickelte sich prächtig.

Zurück nach Deutschland

Im Jahre 1970 kam Tochter Annette zur Welt. Da der Vertrag mit Siemens Colombiana zu Ende ging, kam die Familie nach Deutschland zurück und lebte zunächst in Erlangen. Bald wurde ein neuer Job gefunden als Vertriebs­ingenieur im Raum Südwürttemberg.

Im Jahre 1972 wurde das eigene Haus in Rottenburg gebaut und wenig später kam Sohn Sebastian zur Welt. Hier lebte die Familie die nächsten 24 Jahre. Mittlerweile im Jahre 1980 wechselte Peter Wolf seine Arbeitsstelle und ging zum Institut Dr. Förster in Reutlingen. Diese Firma war weltweit bekannt für zerstörungsfreie Werkstoffprüfung. Gut ausgerüstet mit der spanischen Sprache, wurde ihm der Vertrieb für Lateinamerika und Westeuropa übertragen. Es folgten Jahre mit vielen Geschäftsreisen und interessanten Projekten. Um diese sinnvoll zu verwalten, führte er für diesen Zweck die EDV in der Firma ein. Da es keine geeignete Software auf dem Markt gab, entwickelte er selbst eine Version. Aufgrund seiner Programmierkenntnisse wurde er auch nach anderen Anwendungen gefragt und so sah er eine Chance, sich mit der Entwicklung und dem Vertrieb von Software und Hardware selbständig zu machen. 1988 war der Sprung in die Selbst­ändigkeit geschafft und er gründete die EDV-Beratung Wolf.

Mittlerweile waren die Eltern von Gisela nach Deutschland zurückgekehrt und hatten in Zell-Unterharmersbach ein Haus in der Sonnenhalde gebaut. Durch viele Besuche wurde der Kontakt zur alten Heimat Zell wieder hergestellt. Als 1995 die Mutter (Gertrud Hauptmann) seiner Frau starb, ihr Mann (Rudolph Hauptmann) war schon Jahre zuvor gestorben, zog man um in das ererbte Haus. Die EDV-Tätigkeit konnte dank neuer Techniken und des Internets auch in Zell stattfinden und so führte er die Geschäfte von hier aus fort.
In 30 Jahren Abwesenheit hat sich die Welt und Zell verändert. Alte Freundschaften wurden wieder aufgefrischt und Neue sind hinzugekommen. Langweilig wird es nie. Und da ist dann noch ein Hobby, mit dem Cabrio den Schwarzwald, die Vogesen und den Alpenraum auf Traumstraßen abseits der großen Verkehrswege entdecken. Kurz und gut: Peter Wolf und seine Frau Gisela genießen ihren Ruhestand in der alten Heimat, denn da sind sie daheim.

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