Große Trauer um Anna Gehring

Das Hotel „Klosterbräustuben“ war ihr Lebensinhalt. Aus kleinsten Anfängen hat sie mit ihrem Mann Josef Gehring ein großes Hotel mit Restaurant aufgebaut.

An Heiligabend ist Alt-Klosterbräu-Wirtin Anna Gehring im Alter von 91 Jahren verstorben. Mit Stolz und Freude konnte sie im Mai noch inmitten vieler Gäste das 50-jährige Jubiläum des Hotels „Klosterbräustuben“ mitfeiern, für das sie im Jahr 1974 gemeinsam mit ihrem Mann den Grundstein gelegt hat.

In jungen Jahren das Kochen gelernt

Anna Gehring stammt aus Prinzbach und erblickte am 27. Juli 1934 als Tochter des Landwirts Karl und Luise Herrmann das Licht der Welt. Acht Jahre lang besuchte sie die Volksschule in Prinzbach. Danach arbeitete sie sieben Jahre lang im Gasthof „Kreuz“ in Prinzbach in der Küche. Damit waren die Weichen für ihren weiteren Lebensweg gestellt.

Am 8. Oktober 1957 heiratete sie den Landwirt und Keramikformer Josef Gehring aus Unterharmersbach. 1959 kam ihre Tochter Angelika zur Welt. Anna Gehring nahm eine Anstellung bei der Firma Holzer an, wo sie sieben Jahre in der Kontrollabteilung beschäftigt war. Im Jahr 1965 haben sich die Eheleute Gehring ihr Wohnhaus erbaut.

Als 1968 das St.-Gallus-Altenheim eröffnet wurde, hat sich Anna Gehring dort als Beiköchin beworben. Obwohl sie keine abgeschlossene Berufsausbildung hatte, wurde sie als Hauptköchin eingestellt. Täglich mussten für 120 Personen zwei Hauptmahlzeiten zubereitet werden. Anna Gehring war für den Speiseplan und den Einkauf zuständig. Bis Ende 1975 hat sie im Altersheim gearbeitet.

Das „Klosterbräustuben“ eröffnet

Bereits im Jahr 1970 haben Anna und Josef Gehring in ihrem Wohnhaus die ersten Gästezimmer eingerichtet und hatten schon damals den Blick in die Zukunft gerichtet. 1974 haben sie vier Gästezimmer mit Dusche/WC ausgebaut. Es waren die ersten Zimmer im Harmersbachtal, die diesen Komfort hatten.

Am 15. April 1975 eröffneten die Eheleute Gehring das „Klosterbräustüble“. Aus dem Stüble ist bald ein Restaurant mit 19 Gästezimmern und 150 Sitzplätzen geworden. Anna Gehrings Reich war die Küche und auch die Betreuung der Feriengäste.

Anna Gehring hat sich beruflich weitergebildet und einen Ernährungslehrgang und Fachlehrgänge absolviert. Im Jahr 1978 hat sie die Ausbildereignungsprüfung abgelegt. Stück für Stück sind die „Klosterbräustuben“ gewachsen. Mit dem Kauf des benachbarten Hotels Feist im Jahr 1983 kamen auch ein Hallenbad und eine Sauna hinzu.

Mit großer Gastfreundschaft und Schaffenskraft hat die Familie Gehring ihren Gastronomiebetrieb geführt. Im Jahr 1990 konnten sie ein gut bestelltes Haus an ihre Tochter Angelika und deren Mann Paul Lehmann an die nächste Generation übergeben.

 

Den kompletten Bericht finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.

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