Überlebensstrategie »Tarnen und Ducken« kann zur Falle werden

Vor dem Mähen an Wildtiere denken

In Wiesen befinden sich die Kinderstuben von Rehkitz, Hase und Bodenbrütern wie dem Fasan. Die Jungtiere verharren gut getarnt und geduckt an Ort und Stelle.

Diese angeborene Überlebensstrategie hat sich gegen die natürlichen Feinde bewährt. Beim maschinellen Mähen kann dieses Verhalten jedoch zum Tod der Jungtiere führen. Der Landschaftser­haltungsverband Ortenaukreis (LEV), der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV), der BLHV und die Jägervereinigungen im LEV bitten die Landwirte eindringlich darum, bevorstehende Mahdtermine so früh wie möglich, jedoch mindestens 24 Stunden vorher mit den Jagdpächtern abzusprechen, damit diese die betroffenen Flächen vor der Mahd nach Jungtieren absuchen können.

Mit dem Mähen der Flächen von innen nach außen können die Bewirtschafter zudem manchen Wildtieren noch die Flucht ermöglichen. Bei der Ernte von Ganzpflanzensilage hat sich die Begrenzung der Schnitthöhe auf etwa 20 Zentimeter als zusätzlicher Schutz für Rehkitze, die sich ducken, bewährt. Auch der einzelne Bürger kann sich übrigens am Schutz der jungen Wildtiere beteiligen, indem während der sensiblen Aufzuchtzeit Hunde auch außerhalb von Ortschaften an der Leine geführt werden.

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