Sanierungsgebiete werden mit 1,7 Millionen Euro gefördert

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau hat den Städten und Gemeinden im Land insgesamt rund 244,9 Millionen Euro für 370 städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen im Jahr 2018 bewilligt. Auch die Gemeinden im Harmersbachtal profitieren.

101,25 Millionen Euro der Mittel kommen vom Bund. Gefördert werden 68 neue Sanierungsgebiete sowie 255 bereits laufende Gebiete, für die die Mittel aufgestockt werden. Kommunen im Wahlkreis Offenburg erhalten in diesem Jahr 3,8 Millionen Euro. Insgesamt werden acht Projekte gefördert, drei davon im Harmersbachtal. 800.000 Euro fließen nach Nordrach als Finanzhilfeerhöhung der laufenden Erneuerungsmaßnahmen in der Ortsmitte, 600.000 mit der gleichen
Bestimmung nach Ober­harmersbach. Zell am Harmersbach kann sich über
eine Finanzhilfeerhöhung um 300.000 Euro für die Sanierung der Ortsdurchfahrt Unterharmersbach freuen.

Planungssicherheit für die Gemeinden

»Diese erheblichen Finanzhilfen ermöglichen es den Kommunen im Land, ihre Ortskerne attraktiv zu gestalten und brachliegende Flächen zu aktivieren. Sie schaffen Wohnungen, Grün- und Freiflächen und sorgen für eine bedarfsgerechte Nahversorgung in ländlichen Gebieten«, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. »Mit der aktuellen Programmentscheidung schaffen wir die notwendige finanzielle Planungssicherheit für unsere Städte und Gemeinden.«
Das Fördervolumen liegt auch 2018 wieder auf einem außerordentlich hohen Niveau. Erneut waren die Städtebaufördermittel sehr gefragt: Es wurden mehr als drei Mal so viele Mittel beantragt als zur Verfügung stehen. »Dies zeigt, dass sich unsere Kommunen sehr für ihre städtebauliche Weiterentwicklung engagieren«, so die Ministerin.

Attraktive Ortskerne

»Mit der Städtebauförderung erhöht das Land die Attraktivität von Quartieren und Ortskernen. Die Menschen sollen sich in ihrem Wohnumfeld wohlfühlen, in allen Orten sollen die Zentren lebenswert bleiben«, sagt auch Thomas Marwein, Landtagsabgeordneter aus dem Wahlkreis Offenburg. Dahinter stecke auch ein ökologischer Gedanke der grün-geführten Landesregierung: »Ortskerne sollen für Bürgerinnen und Bürger anziehend bleiben, damit Neubauflächen an den Rändern geschont und das Erscheinungsbild der Gemeinden erhalten werden«, so MdL Marwein weiter. »Unser Ziel muss es sein, einer gelungenen Innenentwicklung den Vorzug zu geben, damit wertvolle Flächen geschützt werden können«.

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