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Zell am Harmersbach | 5.03.2018

Blind Date mit Pop und Poesie

»Dylan Night« entführte das Publikum in die Welt von Bob Dylan

Foto:
Keine Band, sondern ein Projekt ist »Dylan Night«, das Bob-Songs live auf die Bühne bringt. In Zell spielten und sprachen (von links nach rechts): Frank Holstein, Hajo Lorenz, Sven Lück, Michael Zumstein und Andres Buchholz. Foto: Susanne Vollrath
von Susanne Vollrath

Familiär und entspannt war die Atmosphäre beim Blind-Date mit der Kultur am vergangenen Freitagabend. Das Musik-Projekt »Dylan Night« war zu Gast und präsentierte im Kulturzentrum »Obere Fabrik« Songs eines der größten Künstler unserer Zeit vor leider nicht ganz gefüllten Reihen.

Foto: Susanne Vollrath
Für den richtigen Takt war am vergangenen Freitag Sven Lück zuständig. Er spielte Schlagzeug und die »Kistentrommel« Cajón.
Foto: Susanne Vollrath
Der Bassist ist in einer Band für den Groove zuständig. So auch Andres Buchholz an E- und Kontrabass.
Foto: Susanne Vollrath
Michael Zumstein sorgte für den typischen Dylan-Singer-Songwriter-Sound, der ohne Mundharmonika nicht denkbar ist.
Foto: Susanne Vollrath
Seine ersten musikalischen Schritte ging Hajo Lorenz in Zell. Beim Konzert im Kulturzentrum »Obere Fabrik« zeigte er viele seiner »Saiten«, unter anderem die Steelguitar.
Foto: Susanne Vollrath
Ohne einen kleinen Flirt war ein Blind-Date kein Erfolg. Waltraud Baumann überreichte Hajo Lorenz und »Dylan Night« im Namen des Stadtmarketings als Veranstalter Geschenke.
Foto: Susanne Vollrath
Keine Band, sondern ein Projekt ist »Dylan Night«, das Bob-Songs live auf die Bühne bringt. In Zell spielten und sprachen (von links nach rechts): Frank Holstein, Hajo Lorenz, Sven Lück, Michael Zumstein und Andres Buchholz.
Foto: Susanne Vollrath
Foto: Susanne Vollrath

Der Kontrast am Freitag hätte nicht größer sein können: draußen Eis und Schnee, drinnen Musik und Poesie. Die vier Musiker Andres Buchholz, Hajo Lorenz, Sven Lück und Michael Zumstein, führten ihre Zuhörer durch mehr als fünf Jahrzehnte Rock- und Popgeschichte, ergänzt durch literarische An- und Einsichten von Frank Holstein zum Werk des einzigen Künstlers, der jemals sowohl den Oscar als auch den Literatur-Nobelpreis erhalten hat. Die Projektband »Dylan Night« ließ die Songs einer der einflussreichsten Musiker unserer Zeit zum Leben erwachen. Nicht gecovert, sondern nach eigenem Gefühl interpretiert.

Dabei erfuhr das Publikum, wie es dazu kam, dass Bob Dylan als Galionsfigur der Friedensbewegung der 1960er Jahre gilt. Ein Schlüsselwerk in diesem Zusammenhang, »The Times they are a-changing«, war der Opener des Abends. Weiter ging es mit »You ain’t going nowhere«, einer Country-Nummer, die 1967 entstand und vielen anderen Hits, die eine immense Bandbreite von Themen und Stilen in sich trugen: von Liebeskummer bis Weltpolitik, von Ballade über Eisenbahnromantik bis Rock’n’Roll. Auch der Lieblingssong von Hajo Lorenz, dem gebürtigen Zeller und Projektgründer, war natürlich dabei. »Visions of Johanna« sei ein Beispiel für den surrealen, rätselhaften Dylan, führte Holstein den Titel ein. Er sei zudem auf der ersten Doppel-LP der Rockgeschichte erschienen. Das am leichtesten zugängliche Stück in Dylans Repertoire kam ebenfalls zur Aufführung. Es trägt den Titel »Forever young«. Außerdem war zu erfahren, dass der Ausnahmekünstler viele Songs in wenigen Minuten erschaffen und bereits mehr als 3.500 Konzerte gespielt hat. Und natürlich ließen die Musiker ihr Publikum nicht ohne den laut Rolling-Stone-Magazine »Besten Song aller Zeiten« nach Hause gehen. Den schrieb Dylan bereits 1965 im Alter von 24 Jahren – »Like a Rolling Stone«.

Auf den Spuren des Songwriters

Seit 2003 gibt es das Musik-Projekt »Dylan Night«. Die Grundidee, einen Abend mit den Songs von Bob Dylan zu füllen, wurde zuerst von verschiedenen Bands aufgegriffen, aus der sich dann das Projekt »Dylan Night« entwickelte. Es gruppiert sich um Gründer Hajo Lorenz, ist mit wechselnden Besetzungen unterwegs und tritt mal Solo, als Duo, Trio oder Rockband mit Rhythmusgruppe auf. Frank Holstein war beim Zeller Blind-Date zum dritten Mal mit den Musikern unterwegs. Er ist überzeugt, dass Bob Dylan zu Recht den Literatur-Nobelpreis erhalten hat. Im Alter von zwölf Jahren hätte er das erste Mal Kontakt zu Dylans Songs gehabt, die ihn seither nicht mehr losgelassen haben. Und so war das Blind-Date so sehr ein Blind-Date mit der Kultur wie selten zuvor, schließlich wurde dem Publikum das Werk eines waschechten Literatur-Nobelpreisträgers und Pop-Poeten näher gebracht.

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Schlagworte:
Blind Date, Konzert

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