Spediteur Robert Lindenlaub:

»Ich bin ein Mensch der Straße«

Morgen startet er bei der Rallye »Dresden – Dakar – Banjul« – Mit dem Abenteuer ist ein Hilfsprojekt in Afrika verbunden

Morgen geht es los! Robert Lindenlaub startet bei der Rallye »Dresden – Dakar – Banjul«. 7000 Kilometer geht er auf abenteuerliche Fahrt bis zur Mitte Afrikas. Am Ende werden die meisten Fahrzeuge für einen karitativen Zweck versteigert.

»Ich bin ein Mensch der Straße«, bekennt der 63-jährige Zeller, der im Kehler Rheinhafen die Spedition »WIHA Transport« betreibt. Dort sitzt Firmenchef Robert Lindenlaub aber nicht nur im Büro sondern übernimmt täglich selbst Fahrten. Zum Geschäft gehört der Transport von Seecontainern vom Kehler Hafen von und zu den Firmen in der Region. Kunden sind unter anderem das Sägewerk Echtle in Nordrach und auch die Firma Hydro Systems in Biberach.

Vom Virus Auto- und Motorradfahren ist Robert Lindenlaub seit seinen Jugendjahren infiziert. Schon 1973 ist er erstmals 1000 Kilometer durch die Lybische Wüste gefahren. Zusammen mit seinen Söhnen zieht es ihn auf die Insel Sardinien zum Trailfahren mit den Motorrädern.

Nun erfüllt sich Robert Lindenlaub ein weiteres Abenteuer, von dem er schon lange geträumt hat: Die Teilnahme an der Rallye, die »Dresden – Dakar – Banjul«. Das Roadbook liegt auf dem Tisch. Alle Vorbereitungen sind getroffen. Zusammen mit Ronald Bösinger bildet er das Team »Schwarzwald Buewä«. Insgesamt 36 Fahrzeuge nehmen an der Fahrt teil. Die Rallye startet am heutigen 10. November offiziell in Dresden. Den Weg hin und zurück durch Deutschland haben sich die Schwarzwälder gespart. Sie gehen am morgigen Samstag auf die Reise. Als ersten Pflichttermin schreibt das Fahrtenbuch ein Treffen in
Gibraltar vor. Gemeinsam werden alle Teams Europa verlassen und auf den afrikanischen Kontinent übersetzen.

Da mit der Fahrt auch ein Hilfsprojekt verbunden ist, hat Robert Lindenlaub auch die Unterstützung von heimischen Firmen gefunden. Die Firma Hydro System hat ihm Lederfußbälle mit auf die Reise gegeben. Von Walter Beck hat er neue Trikots und Sportschuhe im Reisegepäck. Diese Spenden werden am Zielort verschenkt.
Das Fahrzeug selbst, ein VW T4 Synchro, wird in Banjul versteigert. Rund 3000 Euro sollte das Fahrzeug noch einbringen, hofft Robert Lindenlaub. Es eigene sich mit seinen acht Sitzen gut als
Taxi oder für den Personentransport. Den Rückflug hat das Schwarzwald-Team für den 10. Dezember gebucht.

»Breitengrad e.V.« organisiert die Veranstaltung

Organisiert wird die Rallye durch den Verein »Breitengrad e.V.« Die Anlehnung an die berühmte Rallye »Paris – Dakar« sei nicht ganz zufällig, doch es gebe gravierende Unterschiede, schreibt die Organisation auf ihrer Homepage. So sei es eine Rallye für Jedermann mit moderaten Startgebühren. Jeder gute Autofahrer mit einem Minimum an Abenteuerlust könne sie bewältigen.

Mit der Versteigerung von einem Teil der Fahrzeuge am Ende in Banjul werde zudem ein karitatives Ziel verfolgt. Zur Verteilung der Spendengelder wurde eigens eine unabhängige Organisation gegründet. Gefördert werden Einrichtungen in Gambia in den Bereichen Schulbildung, Berufsausbildung und Gesundheit. Zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst, wird die Rallye gestartet. Die Hilfsorganisation arbeitet bereits seit dem Jahr 2006 in Gambia.

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