Sturm macht Haus unbewohnbar

Dach wurde von der Giebelfront her zur Hälfte aufgerissen – Schornstein wurde umgeworfen – Der Schaden dürfte sich auf eine sechsstellige Summe belaufen

Eine heftige Sturmböe zerstörte am Mittwochnachmittag das Dach des Wohnhauses der Familie Schäck am Ortseingang von Oberharmersbach. Zumindest für kurze Zeit ist das Haus nicht mehr bewohnbar. Der Schaden dürfte sich auf eine sechsstellige Summe belaufen.

Gegen 17.15 Uhr wurde die Familie Schäck aufgeschreckt. Eine kräftige Sturmböe hatte das Dach von der Giebelfront her zur Hälfte aufgerissen. Das Grundstück bot ein Bild der Zerstörung. In Sturmrichtung waren zerbrochene Ziegel, Dämmmaterial und Schalungsbretter über Dutzende von Metern zerstreut, der Schornstein umgeworfen. Herabfallende Ziegel hatten beide Autos demoliert. Die kurz darauf alarmierte Freiwillige Feuerwehr Oberharmersbach sicherte die Gefahrenstelle und beteiligte sich an den Aufräumarbeiten, zu denen sich auch andere Helfer einfanden.

Mit Hilfe der Drehleiter aus Zell und eines Kranwagens beseitigte die Feuerwehr in den Abendstunden die herabhängenden Dachteile und deckte die offene Dachfläche mit einer Plane ab. Zumindest für die nächsten Tage ist das Haus nicht bewohnbar, da auch wegen des umgeworfenen Schornsteins die Heizung abgestellt werden musste. Vorübergehend findet die Familie Schäck Unterkunft im benachbarten Gasthaus »Hubertus«. Dennoch gilt festzuhalten: Glück im Unglück, denn es wurde niemand von herabstürzenden Ziegeln oder umherfliegenden Teilen verletzt.

Die Zerstörung ist nur mit der einer Windhose ähnlichen Kraft zu erklären. Obwohl beim Sturm »Lothar« auch Dächer abgedeckt und Giebelteile fortgerissen wurden, war damals eine solche großflächige Zerstörung über das halbe Hausdach hinweg nicht zu beobachten.

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