Gesangverein spielte den Einakter »Mein emanzipierter Mann«:

Am Ende bleibt alles beim Alten

Wie »Dinner for one« zu Silvester gehört, so ist auch ein lustiger Einakter ein fester Bestandteil der Neujahrsveranstaltung des Gesangvereins Frohsinn. Im Anschluss an das Konzert bot das Theaterstück »Mein emanzipierter Mann« unter der Regie von Karoline Kornmayer beste Unterhaltung.

Paul (Thomas Jilg) hält als Hausmann die Wohnung in Schuss, während seine Frau Olga (Katharina Müller) das Geld verdient. Ihr voller Terminkalender lässt kaum Zeit für ein gemeinsames Eheleben, was Paul natürlich nicht passt. Vergebens sind seine Versuche, dies zu ändern. Bei einem Gespräch mit seiner Tochter Babsi (Stefanie Lehmann) wird ihm bewusst, dass er ganz unter der Fuchtel seiner Frau steht. Auch seinem Nachbarn Fritz (Daniel Jilg) geht es nicht anders. Beide beschließen, dass sich da was ändern müsse und proben den Aufstand. »Ich habe die Nase voll von Eierlikör«, sagt Paul. Beide schenken sich tüchtig Cognac ein und dadurch mutig geworden, macht Paul seinem Freund den Vorschlag, er solle sich an seine Frau ran machen, während er versucht, bei Erna (Frauke Hättig), der Frau von Fritz, zu landen. Beflügelt vom Alkohol wird Fritz zum Casanova und überhäuft Olga mit Komplimenten (»Du bist der Schlaf meiner traumlosen Nächte«). Mit Erfolg. Doch die beiden werden von Erna und Paul überrascht. Die Männer wollen aus der angeblichen Affäre Kapital schlagen, um eine bessere Aufgabenverteilung im Haushalt zu erreichen. Die Frauen geloben Besserung. Olga bietet Paul an, das Geschirr zu waschen, während sie ein Bad nimmt, und Erna verabschiedet sich zum Friseur, beauftragt vorher aber noch Fritz mit Fensterputzen. Am Ende bleibt also alles beim Alten.

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