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Nordrach | 26.09.2025

Große Trauer um Wilhelm Ficht

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Wilhelm Ficht ist im Alter von erst 75 Jahren allzu früh verstorben. In vielfältiger Weise hat er sich zeitlebens für die Dorfgemeinschaft eingesetzt. Foto: privat
von Herbert Vollmer

Die Dorfgemeinschaft trauert um einen bekannten und sehr geschätzten Mitbürger. 22 Jahre lang gehörte „Willi“ Ficht dem Nordracher Gemeinderat an.

Der Tod von Wilhelm Ficht hat in der Gemeinde große Trauer und tiefe Betroffenheit ausgelöst. Besser bekannt als „Willi“ hat er sich zeitlebens als Gemeinderat und als Vereinsmensch für die Dorfgemeinschaft eingesetzt. Am 16. März konnte Willi noch seinen 75. Geburtstag feiern. Am vergangenen Freitag ist er allzu früh an den Folgen einer schweren Erkrankung verstorben.

Beruf und Familie

Wilhelm Ficht kam am 16. März 1950 als zweites Kind seiner Eltern Albert und Viktoria Ficht zur Welt. Die Eltern wohnten in einer Wohnung des Huberhofgebäudes. Nach dem Besuch der Nordracher Volksschule absolvierte er eine Lehre als Einzelhandelskaufmann und arbeitete zunächst bei der Firma Pfannkuch in Offenburg und danach in Karlsruhe. Im Jahr 1970 besuchte er die private Programmierschule Euroton in Karlsruhe und arbeitete ab Juni 1971 bei der BASF in Willstätt und anschließend bei der Firma Emtec als Operator und Programmierer.

Sein privates Glück fand Wilhelm Ficht mit Gunda Wurth-mann. Sie stammt aus dem Kreis Diepholz in Niedersachsen und arbeitete im Sanatorium Zajac in Nordrach. Im Juli 1977 läuteten für Gunda und Willi die Hochzeitsglocken. Die junge Familie wohnte nun im Schanzbach und konnte sich bald über zwei Kinder freuen, Holger und Melanie.

Im Jahr 1989 erwarben Wilhelm und Gunda Ficht einen Bauplatz in der Bürgermeister-Benz-Straße und errichteten dort ihr Eigenheim, wo bis heute der Lebensmittelpunkt der Familie ist.

Hilfsbereiter Vereinsmensch

Anderen zu helfen war schon früh eine der herausragenden Charaktereigenschaften von Wilhelm Ficht. Bereits im Alter von 19 Jahren gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der DRK Ortsgruppe Nordrach. Viele Jahre war er als Kassierer tätig.

Ebenfalls im Alter von 19 Jahren wurde Wilhelm Ficht auch in den Vorstand des ASV Nordrach gewählt. 36 Jahre gehörte er danach dem Vorstand an, als Kassierer und einige Jahre auch als Jugendleiter. Natürlich war „Willi“ auch aktiver Fußballer, von der Jugend bis zu den alten Herren stand er auf dem Platz. Auch nach seiner aktiven Zeit gehörte der sonntägliche Spaziergang zum Sportplatz zu seinem Leben. ASV und DRK würdigten die Verdienste von Wilhelm Ficht mit der Ernennung zum Ehrenmitglied.

Zuletzt unterstützte er auch den noch jungen Förderverein Schwimmbad als Gründungs- und Vorstandsmitglied.

Träger der Bürgermedaille

Wilhelm Ficht war auch bereit, Verantwortung für seine Heimatgemeinde zu übernehmen. Von 1994 bis 2016 gehörte Wilhelm Ficht, der auf der Liste der „Unabhängigen Wähler“ kandidierte, dem Gemeinderat an. Bei der Wahl 2014 hatte er sogar die zweithöchste Stimmenzahl erhalten. Umso überraschender für alle war, als er Ende Mai 2016 seinen Entschluss bekannt gab, das Amt des Gemeinderats niederzulegen, in jüngere Hände, wie er sagte. Die Gemeinde Nordrach würdigte seine Verdienste 2018 mit der Verleihung der Bürgermedaille.

Engagiert in der Kirchengemeinde

Auch in der katholischen Kirchengemeinde engagierte sich Wilhelm Ficht. Er wurde 2005 in den Pfarrgemeinderat gewählt und war bis zuletzt im Gemeindeteam tätig. In seiner Amtszeit wurde die Kapelle Kolonie renoviert. Zu seinen Aufgaben gehörte auch die Mitorganisation des „Tags der Sozialstation“.

Der Tod von Wilhelm Ficht hinterlässt in der Familie und in der Gemeinde eine schmerzliche Lücke. Seiner Frau und allen Angehörigen gilt die herzliche Anteilnahme.

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