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Nordrach | 1.06.2022

Partnerschaftswanderung zu den Schlössern von Ottrott und auf den Odilienberg

Historische Highlights, Naturerlebnis und Geselligkeit vertiefen Freundschaft zwischen Nordrach und Niedernai

Foto:
Die Wandergruppe nahm sich die Zeit für ein Erinnerungsfoto vor der Burg Rathsamhausen. Foto: Herbert Vollmer
von Herbert Vollmer

Der Wunsch der Nordracher ging endlich in Erfüllung, wieder eine gemeinsame Wanderung mit den Freunden aus Niedernai zu unternehmen. Schon lange geplant, konnten zwanzig Wanderer die Schlösser von Ottrott besichtigen und anschließend auf den Odilienberg wandern.

Foto: Herbert Vollmer
Pierre Parsy erläuterte mit Modellen die Burganlagen.
Foto: Herbert Vollmer
Die Burg Rathsamhausen besitzt einen gut erhaltenen Bergfried.
Foto: Herbert Vollmer
Geschafft, Ruhepause auf dem Odilienberg.
Foto: Herbert Vollmer
Riesige Sandsteintürme säumen den »Sentier des Merveilles«, den Weg der Wunder.

Die Begrüßung war überaus herzlich, als sich die Wanderer aus Niedernai und Nordrach vor dem Rathaus in Niedernai trafen. Viele Niedernaier und Nordracher hatten sich mehr als zwei Jahre nicht mehr gesehen. Gemeinsam fuhren sie bis zum Waldparkplatz oberhalb Ottrott. Nach kurzer Wanderzeit waren die beiden Burgen Rathsamhausen und Lützelburg erreicht, die die Elsässer stolz als die »Schlösser von Ottrott« bezeichnen.
Beide Burgen liegen auf einer Höhe von 500 Metern weniger als 100 Meter voneinander entfernt. Die ältere »Lützelburg« erbauten die Herren von Lützelburg ab 1150, sie wurde 1365 von Söldnerscharen aus dem französisch-englischen Krieg zerstört, danach wieder aufgebaut und noch bis 1570 bewohnt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie endgültig zerstört.

Die Burg »Rathsamhausen« wurde um 1250 erbaut, war nacheinander im Besitz der Herren von Hohenstein, von Müllenheim und schließlich von Rathsamhausen. Sie teilte das Schicksal der Zerstörung von 1365 mit der Nachbarburg, wurde 1521 neu erbaut und ebenfalls im Dreißigjährigen Krieg zerstört.

Seit Anfang der 1970er Jahre hatten Ehrenamtliche die Burgen unterhalten und Schäden behoben. Infolge eines tödlichen Unfalls 2001 wurden die Schlösser von Ottrott für Besucher geschlossen, auch für die Ehrenamtlichen. Nach langjährigen Verhandlungen mit den Eigentümern der Burgen wurde 2017 der Verein »Amis des Châteaux d‘Ottrott« gegründet und vereinbart, dass die Vereinsmitglieder die Arbeiten zur Rettung der Burgen wieder aufnehmen können.

Pierre Parsy, der Vereinsgründer, erwartete die Wanderer an der Burg »Rathsamhausen« und schilderte die wechselhafte Geschichte der beiden Burgen. Er hat auch, leider nur in französischer Sprache, das Buch »Châteaux d‘Ottrott« herausgegeben, das im Buchhandel erhältlich ist. In der anschließenden Mittagspause war auch der derzeitige Vereinsvorsitzende Patrick Woerling anwesend und versorgte die Wanderer mit Getränken.
Der zweistündige Aufstieg zum Odilienberg führte die Wanderer durch eine typisch elsässische, urige Bergregion. Fast nur Laubbäume säumten den gut begehbaren Wanderweg, mehrfach gab es beeindruckende Ausblicke auf die Rheinebene und die Dörfer am Fuße des Bergmassivs. Vor allem der »Sentier des Merveilles«, der Weg der Wunder, war ein einzigartiges Erlebnis. Er führte mehr als fünfhundert Meter an der »Heidenmauer« entlang und oberhalb ragten riesige Sandsteinformationen gegen den Himmel. Die Wanderer konnten zwischen den Bäumen zahlreiche Holzskulpturen entdecken, die einheimische Tiere in den elsässischen Wäldern darstellten. Der Holzmacher Alfred Baumgart hat sie geschaffen und aufgestellt.
Auf dem Odilienberg angekommen, gönnten sich die Wanderer eine halbstündige Pause. Dieser Ort ist heute der bedeutendste Wallfahrtsort im Elsass. Das Kloster führt kirchliche Seminare durch und unterhält einen Hotelbetrieb. Das Kloster wurde im 7. Jahrhundert von Odilia, einer Tochter des fränkischen Herzogs Eticho, in der Hohenburg errichtet, die ihr von ihrem Vater zu diesem Zweck überlassen worden war. Der Ort wurde bis ins Mittelalter als Frauenkloster genutzt und später nach der heiligen Odilia, der Klostergründerin und Schutzpatronin des Elsass, benannt.

Fast zwei Stunden dauerte auch der Rückweg zum Parkplatz, wo die Wanderer rechtschaffen müde, aber wohlbehalten nach einer Gesamtstrecke von rund 17 Kilometern ankamen.

Der Abschluss fand in einer Gaststätte in Meistratzheim statt. Zur Überraschung der Nordracher erwarteten sie dort auch die Niedernaier Bürgermeisterin Valérie Ruscher und mehrere Gemeinderäte. Alle stärkten sich mit schmackhaften Flammenkuchen. Herbert Vollmer dankte im Namen der deutschen Gruppe dem Organisator Didier Kocon und seiner Ehefrau Marie-Christine Fruhinsholz, die die Wanderer geführt hatte, für einen wunderbaren, gemeinsamen Wandertag.

Die nächste Partnerschaftswanderung findet am 9. Okto­ber 2022 statt, im Renchtal auf dem Sagenrundweg entlang der Wasserfälle zum Kloster Allerheiligen.

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Partnerschaftsverein Nordrach Niedernai

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