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Nordrach | 24.10.2018

Josef Echtle war ein Original

Der Nordracher Unternehmer ist im Alter von 85 Jahren verstorben – Als »Echtle-Sepp« war er über die Ortsgrenzen hinaus bekannt

Foto:
Josef Echtle verstarb am Samstag im Alter von 85 Jahren. Foto: Privat
von Hanspeter Schwendemann

Am Samstag ist der bekannte Nordracher Unternehmer und Gastwirt Josef Echtle im Alter von 85 Jahren verstorben. Als »Echtle-Sepp« war er über die Ortsgrenzen hinaus bekannt und ein echtes Nordracher Original.

Josef Echtle hatte zeitlebens ein arbeitsreiches Leben. Auf dem elterlichen Hof in den Schottenhöfen, als Waldarbeiter und dann als Waldproduktehändler und als Gastwirt – unermüdlich war er gemeinsam mit seiner Frau Anna im Einsatz. Und dennoch war Josef Echtle auch immer ein geselliger Mensch, hatte immer einen Spruch auf den Lippen und war als Witzeerzähler bekannt. Bei der Nordracher Fasent sorgte er für Spaß und Frohsinn. Auch im Zeller Seniorenzentrum St. Gallus, wo das Nordracher Ehepaar seit dem Jahr 2015 seinen Lebensabend verbrachte, nahmen beide gerne an den vielen Angeboten des Hauses teil.

Es war ein Leben mit Höhen und Tiefen, das hinter Josef Echtle liegt. Seine Wiege stand am 16. März 1933 auf dem Linkenberg im Gewann Schottenhöfen. Nach der Schulzeit war er zunächst auf dem elterlichen Hof und als Waldarbeiter im Einsatz. Bei der Gallenkilwi in Oberharmersbach lernte er seine spätere Frau Anna geb. Lehmann kennen. Im Jahr 1957 läuteten für sie in der Nordracher Pfarrkirche die Hochzeitsglocken. Die komplette Musik­kapelle begleitete das Brautpaar den steilen und langen Schanzbachweg von den Schottenhöfen hinunter bis zur Kirche. Aus ihrer Ehe sind fünf Kinder hervorgegangen. Heute trauern mit Ehefrau Anna und den Kindern elf Enkelkinder und sechs Urenkel um ihren Opa und Uropa.

1964 machte sich Josef Echtle mit einem Waldproduktehandel selbstständig. Zwei Jahre später baute er den Bauernhof in den Schottenhöfen um, 1970 übernahm er das elterliche Gut. Nur ein Jahr später brannte der Hof ab. Auf Anraten des damaligen Bürgermeisters Benz baute die Familie Echtle den Hof nicht wieder auf, sondern errichtete am Grafenberg einen Neubau.

1978 wurde das Haus zu einer Pension erweitert und zwei Jahre später wurden Garagen angebaut, um dem neu eingerichteten Café genügend Raum zu geben. Zwei Jahrzehnte lang, bis zum Jahr 2000, führten Anna und Josef Echtle die Gaststätte und die Ferienpension am Grafenberg. Auch der Waldproduktehandel wurde um eine Spedition mit drei LKWs erweitert. Nach der Übergabe der beiden Geschäfte an ihren Sohn legten sie die Hände nicht in den Schoß, sondern arbeiteten noch regelmäßig mit.

Trotz des immer arbeits- und entbehrungsreichen Lebens nahm die Familie Echtle auch immer am Dorfgeschehen teil. Reisen, das Cego-Spielen und Kegeln gehörte zu den Hobbys der kontaktfreudigen Mitbürger. Sie waren fördernde Mitglieder in mehreren Nordracher Vereinen.

Aus gesundheitlichen Gründen entschloss sich das Ehepaar Echtle im Jahr 2015 nach Zell in eine betreute Seniorenwohnung umzuziehen. Im vergangenen Jahr konnten sie noch das Fest der diamantenen Hochzeit feiern. Der Dankgottesdienst fand in der Nordracher St.-Ulrichs-Kirche statt und danach wurde wie vor 60 Jahren in der Stube gefeiert.

Der sich verschlechternde Gesundheitszustand machte es erforderlich, dass die Eheleute Echtle im Dezember 2017 in die Dauerpflege des Seniorenzentrums St. Gallus umziehen mussten. Vor zwei Wochen erlitt Josef Echtle einen Sturz, von dessen Folgen er sich nicht mehr erholen konnte. Am morgigen Donnerstag kehrt er mit seiner letzten Reise wieder in seine Heimatgemeinde Nordrach zurück, wo er auf dem Friedhof beerdigt wird. Mit seiner Familie trauert die Dorfgemeinschaft um einen bekannten und geschätzten Mitbürger. Seinen Angehörigen gilt die herzliche Anteilnahme.

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