Fabian Herrmann schießt sich mit Fallrückzieher ins ZDF-Sportstudio

Der Torstürmer hat derzeit einen tollen Lauf – Am Samstagabend darf er gegen Jörg Schmadtke im Torwandschießen antreten

Mit seinem fußballerischen Können und einer Portion Glück hat sich Fabian Herrmann ins ZDF-Sportstudio geschossen. Am Samstagabend darf er dort im Torwandschießen gegen den ehemaligen Bundesligaprofi und heutigen Geschäftsführer Sport des VfL Wolfsburg, Jörg Schmadtke, antreten.

Das Fußballspielen hat Fabian Herrmann in Nordrach gelernt, wechselte aber bald in höhere Ligen und spielte zuletzt beim Oberligisten SV Oberachern. Seit Beginn der Spielrunde 2018/19 schießt er in der Verbandsliga Südbaden für den Offenburger FV die Tore. Zurzeit steht Fabian Herrmann auf Platz 1 der Torjägerliste und sein Verein steht ebenfalls ganz oben in der Tabelle.
In der 1. Pokalrunde am 7. August schoss Fabian Herrmann ein besonders spektakuläres Tor. In der 51. Spielminute nahm er mit dem Rücken zum Tor den Ball mit der Brust an, ließ den Ball erneut auf die Brust abtropfen, um dann das Leder per Fallrückzieher aus acht Metern unhaltbar unter die Latte zu schießen. »Der Ball lag perfekt in der Luft«, lässt Fabian diesen Moment nochmals ablaufen: »Da hatte ich keine andere Möglichkeit.« Eine Portion Glück gehöre aber auch dazu, räumt der Klassefußballer ein. Der OFV gewann das Pokalspiel gegen Elchesheim am Ende mit 3:1.

Bei Schnee tut’s nicht weh

»Fallrückzieher und Seitfallrückzieher haben wir in Jugendzeiten bei Bruno Volk in Nordrach trainiert«, erinnert sich Fabian Herrmann. Bei Schnee habe man das gemacht, weil dann das Fallen nicht weh tat. Heute werde das im Training aber nicht gemacht.

Eher Zufall war es auch, dass Sportreporterin Melissa Lang mit ihrer Kamera am Spielfeldrand stand und das sehenswerte Tor gefilmt hat. Dann nahm alles seinen Lauf. Pia Herrmann, die Frau des Torschützen, reichte gemeinsam mit OFV-Sportvorstand Jan Kahle und dessen Schwester Edina den Film bei Fußball.de ein. Seit August 2015 sucht das Internet-Portal gemeinsam mit dem ZDF Kandidaten für die legendäre Torwand.

Beim Voting für die schöns­ten Amateur-Tore aus der 32. Kalenderwoche wählten Fußballfans aus ganz Deutschland das Tor von Fabian Herrmann auf Platz eins mit 454 Stimmen, was einem Anteil von 70 Prozent entsprach. Die beiden anderen eingereichten Tore landeten mit 186 bzw. 4 Stimmen abgeschlagen auf den Plätzen.

Am Dienstag erhielt Fabian Herrmann den Anruf vom ZDF, dass er schon diesen Samstag, am 15. September, ins Sportstudio nach Mainz eingeladen ist. »So etwas erlebt man als Fußballamateur nur einmal in seiner Karriere«, freuen sich Fabian Herrmann und seine Frau Pia auf das Ereignis. Zunächst beziehen sie am Samstag das Hotel, dann werden sie ins Fernsehstudio abgeholt.

Auch bei der Familie des glücklichen Torschützen ist die Vorfreude riesig. Vater Gerold Herrmann, sein Onkel Reinhard und Cousin Adrian Herrmann dürfen ebenfalls mit nach Mainz fahren und Studio-Luft schnuppern. Auch im VIP-Bereich dürfen sie sich nach der Aufzeichnung aufhalten und mit Fabian und Pia die Teilnahme feiern.

Noch nie auf eine Torwand geschossen

Am Mittwochabend ist Fabian Herrmann auf seinen Heimatsportplatz nach Nordrach gefahren, um zu trainieren. »Ich habe noch nie auf eine Torwand geschossen«, verrät der Topstürmer der Region und schon flogen die Bälle auf die aus Holzplatten hergestellte Wand mit den beiden Löchern. Unten sei ganz gut machbar, beim oberen Loch gehöre auch immer eine gute Portion Glück dazu, nimmt der Torjäger vielfach Maß.

Am Samstagabend werden nun sicherlich viele Fußballfans aus Nordrach, Offenburg und der ganzen Ortenau ­Fabian Herrmann die Daumen drücken, dass er auch im ZDF-Sportstudio das eine oder andere Tor bejubeln kann. Den tollen Erfolg, ­überhaupt beim legendären Torwandschießen dabei zu sein, kann Fabian Herrmann schon jetzt keiner mehr nehmen.

Schreiben Sie einen Kommentar