Künstler Hans-Georg Hirschbiel schließt sein Atelier in Steinach

Am 22. und 23. September lädt er zum Abschied ein

Nach 20 Jahren schließt Glas- und Keramikkünstler Hans-Georg Hirschbiel sein Atelier in Steinach in der Hauptstaße 78. Damit geht eine Ära geht zu Ende.

Hans-Georg Hirschbiel, der im Sommer seinen 70. Geburtstag feiern konnte, zieht sich in sein privates Wohnhaus in Biberach zurück. »Dann wird Kunst wieder das, was es ganz am Anfang war – Hobby und Freizeitbeschäftigung«, blickt er auf seinen bevorstehenden künstlerischen Ruhestand.

Schon immer an Zeichnen und Malen interessiert erlernt Hirschbiel nach seinem Schulabschluss den Beruf als Glasmaler und Kunstglaser in den Werkstätten des Glaskünstlers V. Saile in Stuttgart. Nach einem Aufbaustudium arbeitete Hirschbiel bis zu seiner Pensionierung als Kunst- und Techniklehrer. Zunächst unterrichtete er am Bildungszentrum Ritter von Buß in Zell, später an der Grund- und Hauptschule in Biberach. Im Jahr 1999 ist er in den Vorruhestand gegangen.

Den handwerklich erlernten Beruf machte Hans-Georg Hirschbiel zu seinem Hobby. Durch Teilnahme an Ausstellungen für Glaskünstler wurde er auf die internationale Sommerakademie »Bild-Werk« in Frauenau aufmerksam. Dort wurden enge Kontakte und Freundschaften mit nationalen und internationalen Glas- und Keramikkünstlern geknüpft.

Die Zeit der Sommerakademie war ein Geben und Nehmen. Hirschbiel belegte Kurse und begleitete Kurse auch als künstlerischer Assistent. Keramiker wie Gretl Eisch und Jean-Paul van Lith weckten sein Interesse an dem Material Ton. Bald wurde der Raum Zuhause zu klein und der Zufall wollte es, dass Künstlerkollege Albert Reichenbach einen lichtdurchfluteten Raum in Steinach als Atelier anbot. Das war vor 20 Jahren.

Kreatives Schaffen erfüllte bis heute diese Zeit. Viele Objekte entstanden. Hirschbiel wurde auf nationale und europäische Symposien eingeladen, zeigte seine Objekte auf vielen Ausstellungen, regional, national sowie in Frankreich und Italien. Sein künstlerisches Können gab er gerne weiter.

Abschiedstrunk und Schnäppchenpreise

Bevor Hans-Georg Hirschbiel die Türen seines Ateliers für immer hinter sich schließt, öffnet er sie noch einmal für alle Glas-, Kunst- und Keramikfreunde und heißt sie willkommen. Außer einem Abschiedstrunk gibt es am Samstag, 22. September, von 11 Uhr bis 17 Uhr, und am Sonntag, 23. September, von 10 Uhr bis 17 Uhr, alles zum Schnäppchenpreis.

Für den 13. Oktober plant der Künstler dann noch einen privaten Flohmarkt, bei dem er neben seinen Kunstwerken auch viele Einrichtungsgegenstände und Hausrat zum Verkauf anbieten wird. Auf sein 20-jähriges künstlerisches Schaffen blickt Hans-Georg Hirschbiel zufrieden zurück: »Es war eine schöne Zeit.«