Große Geburtstagsfete im Waldterrassenbad

DLRG Biberach feierte 50 Jahre – Über 140 Spendenschwimmer schwammen mit – Zusammen 115 Kilometer zurück gelegt – Topschwimmer leisteten dreieinhalb bis vier Kilometer – Zwölf Teams schwammen um den Mannschaftstitel – 79 Einzelschwimmer gingen an den Start

Am Samstag feierte die DLRG Biberach ihren 50. Geburtstag mit vielen Gästen und einer großen ­Fete im Waldterrassenbad. Dafür hatten sich die Mitglieder um Vorsitzenden ­Jonas Breig ein tolles Veranstaltungskonzept überlegt: Spendenschwimmen für ­Einzelpersonen und Mannschaften, Flutlichtbaden, Schau-Rettungsübungen und als Rahmenprogramm Kuchen, Cocktails und ­Musik.

Den Tag über waren 50 Helfer im Festeinsatz: Beckenwacht, Durchführen des Spendenschwimmens und Bewirtung – alles gelang und die Geburtstagskinder waren am Ende glücklich.

Im Mittelpunkt stand von vormittags bis abends das Schwimmen. »Wir möchten, dass so viele Menschen wie möglich schwimmen«, spornte die DLRG an. Für ihre Geburtstagsfete hatten sie sich darum ein Spendenschwimmen ausgedacht. Dem Prinzip ähnlich, wie ein Spendenlauf, nur eben im Wasser.

79 Einzelschwimmer und 12 Mannschaften

Ab 11 Uhr schwammen auf den abgetrennten Bahnen Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Teams für neue Sonnensegel. Drei Stück möchte die DLRG für das Waldterrassenbad anschaffen. Die Überdachung soll das Verweilen im Bad noch angenehmer machen. So hat es sich die DLRG zum Jubiläum vorgenommen und begonnen, das Spendenschwimmen zu organisieren.

Am Samstag tummelten sich an den Startblöcken eins bis drei viele Einzel- und Teamschwimmer. Am Ende des Schwimmens konnte Vorsitzender Jonas Breig verkünden: »Wir sind begeistert – so viele Schwimmer haben das Spendenschwimmen unterstützt!«

Im Becken waren die ersten drei Bahnen für die Schwimmer reserviert. Nach dem Sprung ins frische Nass – das Wasser hatte angenehme 25 Grad – schwamm jeder Einzelschwimmer so lang und soweit im beliebte. Für jede geschwommene Bahn stülpten die DLRGler den Teilnehmern ein Gummiband über das Handgelenk. Am Ende wurden die Gummibänder gezählt und erfasst.

Insgesamt 79 Einzelschwimmer schwammen für den guten Zweck. Gemeinsam legten sie eine Strecke von 108 Kilometer zurück. Der Schwimmer mit der höchsten Bahnzahl war Uwe Sperling: 120 Bahnen – das sind vier Kilometer. Martin Isenmann schwamm mit 106 Bahnen auf Platz zwei. Knapp dahinter mit 102 Bahnen und 3,4 Kilometern Stephan Hausdorf auf Platz drei. Und nur eine Bahn weniger hatte Tobias Rappenecker.

Das Spendenschwimmen der Mannschaften begann um 15.30 Uhr. Vereine, private Gruppen und Firmen hatte die DLRG im Vorfeld angesprochen. Immer vier bis sechs Schwimmer bildeten ein Team. Zwölf Teams machten mit. Zum Ansporn schwammen immer zwei Teams gleichzeitig. Eine Viertelstunde hatten sie Zeit, Bahnen auf ihr Mannschaftskonto zu bringen. Nach dem Sprung vom Startblock legte jeder Schwimmer eine komplette Bahn zurück. Am Startblock war nach dem Abschlagen Schwimmerwechsel.

Die »Freizeitgängschder« schafften so 28 Bahnen und waren damit das Schwimmteam des Tages. Die zweit beste Performance zeigten die »Alten Herren« vom Fußballverein. Sie konnten 25 Bahnen erschwimmen. Platz drei erreichte die erste Mannschaft des Fußballvereins.

Aber auch der Spaß fehlte der Aktion nicht im geringsten. Das Stimmungsduell trugen die Fans der DLRG-Jugend und der Biber-Kinder aus. Am Beckenrand feuerten und jubelten, klatschten und spornten sie die jungen Schwimmer an. Und der Aufmarsch der Reiherhexen im Kostüm war zum Brüllen. Quietschbunte Blumenkappen und Retro-Badeanzüge hatten sie aus der Fasentskiste gekramt und damit eine tolle Einlage geboten.

Die weiteren Ergebnisse: DLRG-Kammeraden (25 Bahnen – Teilnahme außerhalb der Wertung), Rebeckhocker (24,5 Bahnen), Reiherhexen (24 Bahnen), Musikverein (23 Bahnen), Bläserjugend (23 Bahnen), Fußballgötter (22,5 Bahnen), DLRG Jugend (21 Bahnen), »KiKiBi« Kinderkirchenchor Biberach (20 Bahnen), Biber-Kinder (20 Bahnen).

Um anschließend den Haushalt wieder aufzupäppeln, hatten Firmen für die Sportler isotonische Getränke gesponsert und von der DLRG gab es für alle Teilnehmer eine Urkunde.

Um 19 Uhr fand die Siegerehrung statt. Für die Plätze eins bis drei beim Einzel- wie Mannschaftsschwimmen gab es Urkunden und Preise.

Wie viele Euros pro Bahn gesammelt wurden und ob die benötigte Summe erreicht ist, das war am Aktionstag noch nicht bekannt. »Wir werden den Betrag in ein paar Tagen bekannt geben«, hielt Vorsitzender Jonas Breig die Spannung hoch.

Informatives zur Lebensrettung

Strömungsretter und Rettungstaucher der DLRG Achern und Lahr kamen mit Einsatzfahrzeugen, allerlei Tauchanzügen und Rettungsboten zur Fete ins Biberacher Schwimmbad.

Auf der Wiese unterhalb des Schwimmbeckens informierten die Hilfskräfte über ihr Ehrenamt, Ausrüstung und Ausbildung. Antworten auf Fragen »Wie viel wiegt eine Tauchausrüstung?« – sie wiegt 60 Kilogramm, »Wie lange dauert die Ausbildung?« wurden beantwortet.

Beim simulierten Einsatz, einer Schau-Tauchübung, führten die Hilfskräfte im Schwimmbecken vor, wie eine vermisste Person im Wasser gesucht wird. Mit der »Scheibenwischer-Technik«, erklärten die Einsatzkräfte, werde effektiv und sicher der Grund abgesucht.

An einer Sicherungsschnur begibt sich dabei der Taucher ins Gewässer und entfernt sich vom Ausgangspunkt. Der Signalmann lotst seinen Kameraden am Seil, das immer unter einem gewissen Zug steht, durch das definierte Suchgebiet. Denn im trüben Wasser hat der Taucher selbst kaum eine Sicht und ist auf Orientierung von außen angewiesen.

Zwei Züge bedeuten immer »schwimm nach links«, drei Züge bedeuten »schwimm nach rechts«. Ist der Taucher im Wasser weit genug in eine Richtung geschwommen, zieht der Signalmann den Taucher ein Stück näher zu sich heran und gibt ihm das Signal, die Richtung zu wechseln. Wird die Suchlinie aufgemalt, erkennt man das Scheibenwischer-Muster.

In jedem Einsatz ist zur Sicherheit des Tauchers ein Sicherungstaucher dabei. Wie im Notfall ein Retter gerettet wird, machten die Helfer im zweiten Teil der Übung vor. Überwacht und koordiniert wurden alle Einsätze vom Taucheinsatzleiter. Vermisst wurde am Samstag im Biberacher Becken zum Glück nur die Übungspuppe.

Baden, Lauschen und Genießen

Tagsüber gehörte das Bad den Schwimmern, abends vielen Wasserratten. Ab 21 Uhr öffnete das Waldterassenbad zum zweiten Teil der Fete. Bis ein Uhr nachts durfte gebadet und das schöne Ambiente auf den Terrassen genossen werden.
Im Wasser war natürlich die große Krake wieder die Attraktion. Aber nicht nur im Wasser ließ sich der Sommerabend aushalten. Unter der Rutschbahn war eine Lounge mit Stehtischen und Sitzmöglichkeiten aufgebaut. Zwei Bands »The 2nd Brand« und »Jazzlounge« sorgten für Unterhaltung. Im Verwöhn-Einsatz waren an die 50 Helfer der DLRG. In drei Schichten wurden Kaffee und Kuchen, feine Cocktails und Flammenkuchen angeboten.

Gewinnspiel-Frage

Spektakulär wurde am Abend dann auch die Gewinnspiel-Frage aufgelöst: »Wie viel Wasser passt maximal in eine Badekappe?« Für die richtige Antwort auf diese Schätzfrage konnte ein Gutschein für das Badeparadies im Schwarzwald gewonnen werden. Doch wie viel passt nun rein? Den Härtetest machten die DLRGler am Abend. Vier Helfer waren am Ende notwendig, um die Badehaube, die sich zum großen Wassersack ausgedehnt hatte, fest zu halten. Und nun Achtung: Ganze 230 Liter Wasser hatte die einfache Badekappe aus Latex in sich aufgenommen. Wer hätte das gedacht?

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