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Zell am Harmersbach | 8.05.2020

Gottesdienst mit Sicherheitsabstand

Evangelische Kirchengemeinde lädt am Sonntag wieder ein zum gemeinsamen Gebet – Summen statt Singen am Liedertag

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Pfarrer Monninger freut sich, dass am Sonntag sich die Kirchen­türen wieder zum gemeinsamen Gebet öffnen. Die Evangelische Kirchengemeinde hat dafür ein umfangreiches Infektionsschutzgesetz erarbeitet. Foto: Susanne Vollrath
von Susanne Vollrath

Am Sonntag, 10. Mai, um 10 Uhr, feiert die Evangelische Kirchengemeinde ihren ersten gemeinsamen Gottesdienst nach dem Shutdown. Zur Umsetzung der von Landesregierung und Landeskirche angeordneten Schutzmaßnahmen hat sie ein umfangreiches Infektionsschutz-Konzept erarbeitet. Der Anspruch: Vom Kirchenbesuch darf keine Gefahr für die Gesundheit ausgehen.

Pfarrer Monninger steht in der Kirche und sieht sich mit prüfendem Blick um. Die Plätze, auf denen sich am Sonntag wieder Gläubige zum gemeinsamen Gottesdienst niederlassen werden, sind abgezählt, und zwar so, dass jeder zu seinem Nächs­ten zwei Meter Abstand hält. Für Menschen, die in Haushalten zusammenleben und gemeinsam den Gottesdienst besuchen, sind »Familienreihen« hergerichtet. Dort sitzt man Stuhl an Stuhl. 40 bis 64 Plätze – je nach Zusammensetzung derer die kommen – sind auf diese Weise vorbereitet. Monninger will genau wie der Kirchengemeinderat, dass Gottesdienste langfristig wieder gefeiert werden können und dass die Menschen den Gottesdienst als sicheren Ort empfinden, den man gefahrlos besuchen kann.

Ganz wie gewohnt wird der Gottesdienst in Corona-Zeiten nicht stattfinden können. Die Evangelische Kirchengemeinde Zell hat deshalb ein Infektionsschutz-Konzept entwickelt. Plakate informieren über die Abstände, den empfohlenen Mundschutz, die Händedesinfektion und die maximale Besucherzahl. Bei der Begrüßung wird auf die bereits im Alltag gut eingeübten Hygiene-Maßnahmen geachtet und auf weitergehende Vorkehrungen hingewiesen.

Pfarrer Monninger wird die Uhr im Blick behalten müssen, denn der Gottesdienst darf maximal 30 Minuten lang sein. Dafür fallen einige liturgische Elemente der Straffung zum Opfer. Er bedauert: »Das Abendmahl ist bis Erntedank ausgesetzt.« Auch auf gemeinsames Singen muss verzichtet werden. »Nur mitsummen und das Vaterunser leise mitsprechen«, bittet Pfarrer Monninger, damit die Produktion von Tröpfchen und Aerosol möglichst gering gehalten wird. Mit Orgelspiel und Sologesang hinter Plexiglas soll der erste Gottesdienst unter Infektionsschutz trotzdem ansprechend gestaltet werden. Doppelt bitter ist dies am kommenden Sonntag, weil ausgerechnet dann »Liedertag« ist.

Rein in die Kirche geht es über die Eingangstür aus Richtung Schule, wieder nach draußen gelangt man über die Sakristeitür. Die Tür Richtung Park bleibt geschlossen und die Treppe am Park wird mit einem Band versperrt. Die Ein- und Ausgangstüren bleiben während des Gottesdienst geöffnet, um für Lüftung zu sorgen. Aus hygienischen Gründen kommen die Sitzkissen nicht zum Einsatz. Eine Komforteinbuße, die wohl verschmerzlich ist. Auch umfangreiche Dokumentationspflichten sind im Konzept niedergelegt. Die Regelungen gelten für Taufen und Trauungen entsprechend. Auch Bestattungen und Urnenbeisetzungen können wieder in der Evangelischen Kirche stattfinden. Auch hier gilt: Mindestabstand zwei Meter. Maximal 50 Teilnehmer sind zugelassen.

»Für uns ist das auch alles neu«, blickt Pfarrer Monninger auf die letzten Wochen zurück und voraus auf das, was kommt. Die Seelsorge habe eine »Vollbremsung« hinlegen müssen, der Shutdown die Gemeinde ins Herz getroffen. Das Gemeinde­leben stehe und falle mit dem Kontakt – und der sei quasi von heute auf morgen eingestellt worden. Monninger beobachtet, dass seit Mitte März allerorten eine große Unsicherheit besteht. Er berichtet, dass er viel telefoniert hat, um Kontakt zu halten, dass er überrascht war über die viele Zeit, die er plötzlich hatte und sich damit auch manchmal ein wenig unbehaglich fühlte. Es war sogar so viel Zeit übrig, dass er sehr viele Gemeindebriefe selbst zu ihren Empfängern gebracht hat. Den Kontakt pflegt er zudem übers Internet. Über einen Link auf der Homepage der Kirchengemeinde gelangt man zu seinen Video-Predigten.

In die Zukunft blickend, hat die Evangelische Kirchengemeinde ebenfalls einige Entscheidungen getroffen. Die Konfirmanden sind vorerst entlassen, die Konfirmation auf nächstes Jahr vertagt. Der Gottesdienst im Grünen ist abgesagt – für diesen Anlass hätte extra ein aufwändiges Schutzkonzept entwickelt werden müssen. Auch in Sachen Sommermusik gibt es eine Entscheidung. Die ersten drei Konzerte sind aufs kommende Jahr verschoben. »Im Weiteren fahren wir auf Sicht«, erklärt Monninger. Jeweils vier Wochen vor den Veranstaltungsterminen soll nun für die verbleibenden Konzerte die Entscheidung über die Durchführung gefällt werden. Doch bis dahin ist es noch ein gutes Stück. Jetzt wird am Sonntag erst einmal wieder Gottesdienst gefeiert.

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Schlagworte:
Corona-Krise, Evangelische Kirchengemeinde Zell am Harmersbach

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