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Ortenau | 7.02.2020

Polizei setzt in der närrischen Zeit auf verstärkte Kontrollen

Polizeipräsident kündigt gezielte Alkoholkontrollen an

von Polizei

Die Fastnacht 2020 steuert langsam ihrem Höhepunkt entgegen. Für die Anhänger des traditionellen Brauchtums steht die fünfte Jahreszeit mit ihrer Ausgelassenheit hoch im Kurs. Bald startet mit der Weiberfastnacht am »Schmutzigen Dunschtig« die heiße Phase für die Vollblutnarren. Anlass für die Polizei, den einen oder anderen Hinweis an die Feiernden zu richten.

Polizeipräsident Reinhard Renter: »Auch an den Fastnachtstagen setzen wir uns für die Sicherheit unserer Bürger ein, damit sie fröhlich und stimmungsvoll das Narrentreiben auf den Straßen genießen können.« Autofahren ist zu dieser Zeit meist keine gute Idee. Die Straßen sind häufig überfüllt und es herrscht Parkplatznot. Wer ohne Bedenken mitfeiern möchte, sollte besser die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen oder einen Fahrdienst organisieren. »Zum Thema Alkohol im Straßenverkehr habe ich eine klare Meinung« macht Polizeipräsident Renter unmissverständlich deutlich. »Unsere Botschaft ist eindeutig: Autofahren und Alkoholkonsum passen nicht zusammen. Wir werden gezielte Alkoholkontrollen durchführen und keinerlei Zugeständnisse machen«, richtet sich Polizeipräsident Renter mit einem Appell an die Autofahrer.

Das Konzept der vergangenen Jahre mit verstärkten und gezielten Kontrollen hat sich bewährt. So werden auch dieses Jahr sowohl uniformierte, als auch zivile Streifen unterwegs sein. Besser ist daher, sich zu närrischen Veranstaltungen fahren zu lassen, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen oder Fahrgemeinschaften zu bilden und im Vorfeld einen Fahrer zu benennen.

Wer sich unter Alkoholeinfluss hinter das Steuer eines Fahrzeugs setzt, muss mit empfindlichen Konsequenzen rechnen und riskiert seinen Führerschein.

Nicht auf Kosten anderer

Die Polizei behält allerdings nicht nur den Straßenverkehr im Auge. Bei den anstehenden Brauchtumsveranstaltungen wird ein besonderes Augenmerk auf den öffentlichen Alkoholkonsum insbesondere von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gelegt. Durch Kontrollen im Vorfeld sollen bereits möglichen Alkohol-Exzessen und Auseinandersetzungen entgegengewirkt werden. Das ungezwungene Feiern soll an erster Stelle stehen, allerdings nicht auf Kosten anderer. Hier gilt es Grenzen einzuhalten.

Die Grenzen anderer zu respektieren gilt vor allem in Bezug auf sexuelle Beläs­tigungen oder gar sexuelle Übergriffe. Dass Frauen und Mädchen bei Veranstaltungen oder im Gedränge die Erfahrung von Grenzüberschreitungen machen, gehört zu den dunklen Seiten der Fastnacht. »Nein heißt Nein« ist die unverrückbare Devise, die nicht den geringsten Hauch von Toleranz zulässt, so Polizeipräsident Reinhard Renter. Dieser Grundsatz wurde Ende 2016 auch mit dem neu geschaffenen §184i im Strafgesetzbuches festgeschrieben. »Wir werden konsequent einschreiten, wenn sich uns in diese Richtung der Anfangsverdacht einer Straftat offenbart«, wendet sich Renter eindringlich an mögliche »Grapscher«.

Auch das Thema Wildpinkeln ist immer wieder ein Ärgernis für Anwohner im Bereich von Fastnachtsveranstaltungen. Wem die Blase drückt, sollte frühzeitig öffentliche oder aufgestellte Toilettenanlagen aufsuchen. Wer seine Notdurft außerhalb von Toiletten verrichtet, muss mit einem Bußgeld rechnen.

»Wir wollen keine Spielverderber sein«, führt Polizeipräsident Renter abschließend an. »Das Polizeipräsidium Offenburg steht aber für eine friedliche Narrenzeit und wird in Zusammenarbeit mit den Behörden sowie den Veranstaltern alles dafür tun, den Feiernden höchstmögliche Sicherheit zu bieten.«

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