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Nordrach | 25.10.2019

Mit Musik eine Brücke bauen

Jahreskonzert des Nordracher Gitarrenvereins am 2. und 3. November – Zum elften Mal unter der Leitung von Stefanie Nock

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Übt ihr Amt mit ansteckendem Elan aus: Stefanie Nock, die musikalische Leiterin des Nordracher Gitarrenvereins. Foto: Inka Kleinke-Bialy
von Inka Kleinke-Bialy

»Die meisten denken, dass wir als Gitarrenverein typische Gitarrenmusik machen«, erklärt die musikalische Leiterin Stefanie Nock, »aber wir sind anders.« Wie anders? Das kann man beim Jahreskonzert am ersten November-Wochenende erleben.

Foto: Inka Kleinke-Bialy
Begeistern ihr Publikum: Die über 40 singenden Gitarrenspielerinnen samt Bandbesetzung.

Wenn Stefanie Nock – von allen liebevoll »Steffi« genannt – der Dirigentenstab aus der Hand fliegt, nimmt das bei der Probe kaum jemand zur Kenntnis. Seit zehn Jahren gehört ihr energiegeladener Taktschwung bei dem gemischten Nordracher Gitarrenverein dazu, und der zeichnet sich aus durch dreistimmigen Gesang, Bandbegleitung, Choreographie sowie eine augenzwinkernd-farbenfrohe Präsentation.

»Wir sind ein Chor, der sich selbst akustisch begleitet«, erklärt Stefanie Nock stets denen, »die uns noch nicht kennen.« Bekannt aber ist der Verein vielen, gibt er doch zwischen 18 und 20 Konzerte im Jahr. Und zwar in der gesamten Region.

»Wir spielen in Kliniken ebenso wie beim Adventskalender in Gengenbach, geben Promenadenkonzerte in Haslach, spielen beim Minigolf-Grillfest in Ohlsbach«, berichtet Nock. »Wir haben im Sommer bei der Nohocker-Party in Zell musiziert und auch schon im Gifiz-Strandbad in Offenburg – wir lassen uns einfach überraschen, wo die Anfragen herkommen.«

Ab und an auch werden Kirchenkonzerte für einen wohltätigen Zweck veranstaltet. Der musikalische Höhepunkt im Vereinsjahr ist jedoch stets das Jahreskonzert, wie es nun wieder ansteht. Mit Ausnahme einer kurzen Sommerpause im August wird dafür zwölf Monate lang einmal wöchentlich im Nordracher Pfarrheim geprobt. Wozu die Mitglieder von überallher kommen, von Haslach bis Offenburg reicht das Einzugsgebiet.

Von der Kraft eines Versprechens

Zehn Jahre sind vergangen, seit Hans-Georg Kluckert, der damalige Chorleiter und Gründer des seit 45 Jahren bestehenden Vereins, schwer erkrankte und Stefanie Nock ihm das Versprechen gab, in seine Fußstapfen zu treten. Ein Versprechen, das sie nie bereut hat. »Sonst hätte es den Verein nicht mehr gegeben«, erzählt die heute 42-Jährige, die Erinnerung an den Verlust setzt ihr noch immer zu. Denn von Kindesbeinen an spielt sie Gitarre in diesem Verein, hat im Alter von 15 oder 16 Jahren bereits Gitarrenkurse im katholischen Bildungswerk gegeben. Heutzutage bietet der Verein selbst eine zweijährige Gitarrenausbildung an, auf die Schultern von vier Frauen verteilt.

»Wir machen das in der Hoffnung, dass am Ende einige der Teilnehmer dem Verein beitreten«, erklärt die Musikbegeisterte, »so haben wir es geschafft, den Verein in seiner Größe zu erhalten.« Und die ist mit 50 Aktiven beeindruckend. Ein Schlagzeuger, ein Bassist, Keyboarder und E-Gitarristen gehören dazu. Ansonsten »sind wir auf der Bühne über 40 Sängerinnen, die sich akustisch auf der Naturgitarre begleiten.«

Komplett eigene Arrangements

Was bedeutet, dass eben diese unverstärkten Gitarren von der Abmischung her mit den verstärkten Solo-Instrumenten zusammenpassen müssen. Und dass überhaupt der Aufbau eines Liedes »etwas anders gestaltet werden muss.« Denn während ein Einzelsänger flexibler, variabler ist, muss im Chor alles festgelegt werden. »Auf der anderen Seite ergeben sich durch die Dreistimmigkeit des Chors viele Möglichkeiten, etwas dynamisch aufzubauen«, verdeutlicht die Nordracherin, Solo-Einlagen inklusive.

Allerdings: Es gibt keinen Pool von Liedern »für eine Formation, wie wir es sind.« Was bedeutet, dass sich die MusikerInnen jedes einzelne Lied vom Arrangement her selbst erarbeiten. Das ist einerseits sehr aufwändig, »aber es gibt uns auch viel Freiheit«, erläutert Stefanie Nock, »und das ist es, was uns ausmacht.«

Musik für alle »Geschmäcker«

Dass sie keine ausgebildete Dirigentin sei, betont die Realschullehrerin. Aber sie arbeitet an einer Schule mit musischem Profil, an dem sie seit über einer Dekade Gitarrenmusik unterrichtet, »und das mache ich leidenschaftlich gern«, strahlt sie, »ich habe es tatsächlich geschafft, Hobby und Beruf ein bisschen zu verbinden.«

Auch im Nordracher Gitarrenverein gibt sie alles, um die Mitglieder mit ihrer Begeisterung für die Musik anzustecken. Was sich eins zu eins auf die Zuhörer und Zuschauer überträgt. Stefanie Nock: »Wenn man die Musik liebt und das gemeinsame Musikmachen und das Miteinander im Verein, dann spürt das das Publikum.«

Die Bandbreite der Musikrichtungen tut ihr Übriges. »Welche Band oder welcher Einzelkünstler erreicht schon so viele unterschiedliche Alters- und auch soziale Strukturen wie es einer Gruppe wie der unseren gelingt?«, unterstreicht die Mutter zweier kleiner Töchter nicht ohne Stolz: »Wir machen das mit vollem Herzen, und deswegen erreichen wir die Menschen.«

»Musik für alle« lautet denn auch das Motto der Formation – was für das Publikum ebenso gilt wie für die Vereins­mitglieder. Ein Musikauswahlgremium sorgt eigens dafür, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Seien es aktuelle Hits oder Oldies, darunter deutsche und internationale Schlager sowie Rock- und Pop.

Jahreskonzert

Am Samstag, 2. November, beginnt die Veranstaltung in der Nordracher Hansjakob-Halle um 19.30 Uhr. Am Sonntag, 3. November, findet aufgrund des stets großen Andrangs wie üblich eine Wiederholung statt, und zwar um 18 Uhr. Vorverkauf bis zum 26. Oktober (acht Euro pro Sitzplatz) unter www.gitarrenverein-nordrach.de.

Für das Konzert am Sonntag sind auch noch Karten an der Abendkasse erhältlich.

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