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Zell-Unterharmersbach | 1.08.2018

Frauengruppe der Flüchtlinge lernt die deutsche Kultur kennen

Kulinarische Reise – Neues Projekt in der »Laube« verbindet Lernen, Kochen und gemeinsame Unternehmungen

Foto:
Mit Bildern, Worten und dem konkreten Bezug zum Leben bringen Sabrina Kleis (links) und Elke Hundt (2. von links) geflüchteten Frauen die deutsche Alltagskultur näher. Foto: Karin Metz
von Karin Metz

Damit sich geflüchtete Frauen und ihre Familien in Deutschland integrieren können, brauchen sie Kenntnisse der deutschen Sprache und Kultur. Auch der Kontakt zu anderen Familien aus Deutschland ist immens wichtig. Sprach-, Bildungs- und Freizeitangebote können hier helfen.

Mixer, Handrührgerät oder Elektroquirl: Das Gerät kennt jeder – aber wie nennt man es nur? Selbst auf Deutsch gibt es verschiedene Bezeichnungen. Sabrina Kleis (links) und Elke Hundt (rechts) erklären alles mit viel Spaß.
Eine lockere Atmosphäre ist garantiert, weil Kinder bis zu einem Alter von drei Jahren mit zu den Treffen kommen dürfen.
Mit Bildern, Worten und dem konkreten Bezug zum Leben bringen Sabrina Kleis (links) und Elke Hundt (2. von links) geflüchteten Frauen die deutsche Alltagskultur näher.
Bei gutem Wetter wird der Sprach- und Kulturunterricht auch schon mal ins Freie verlegt. An diesem Tag ging es unter anderem um Kinderspielzeug.

Das Projekt »Frauengruppe« unter der Leitung von Sabrina Kleis (Integrationsmanagerin vom Landratsamt Ortenaukreis) ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Das Angebot wendet sich vor allem an die geflüchteten Frauen mit Kleinkindern aus Zell und Umgebung, die an Heim und Herd gebunden sind und daher wenig Möglichkeiten haben, am sozialen Leben teilzunehmen. Zeitlich und örtlich hat man einmal wöchentlich am Freitagmorgen in der Flüchtlingsunterkunft »Laube« einen Rahmen gefunden, innerhalb dem sich die geflüchteten Frauen zusammenfinden können. Ziel des Projektes ist es, mit Hilfe von gemeinsamen Unternehmungen, vor allem Kochen mit anschließendem gemeinsamen Essen, den Frauen die deutsche Kultur und Lebensweise und in erster Linie die deutsche Sprache etwas näher zu bringen.

Kulinarische Reise

Bereits um 9 Uhr morgens startet der Projekttag in der Gemeinschaftsküche der »Laube«. Die Gruppe besteht vor allem aus Geflüchteten aus den bekannten Krisengebieten Syrien, Afghanistan und Nigeria, aber auch ehrenamtliche deutsche Helferinnen sind zugegen. Eine besonders wertvolle Unterstützung für die Projektarbeit, so Sabrina Kleis, bereite ihr Elke Hundt von der Diakonie, die auf ihre Erfahrungen mit einer ähnlich konzipierten Frauengruppe in Hausach zurückgreifen kann. Gemeinsam präsentieren Sabrina Kleis und Elke Hundt zu Anfang des Treffens erst einmal die Lebensmittel, mit denen gekocht werden soll, informieren über den Ablauf und teilen die Arbeitsgruppen ein. Um das Erlernte auch visuell zu festigen, werden Fotos der behandelten Lebensmittel an eine Tafel gepinnt. Die Vorbereitungsphase läuft in der Regel sehr entspannt ab, nicht zuletzt wegen der Kinder, die bis zu einem Alter von drei Jahren mitgebracht werden dürfen. Beim gemeinsamen Essen entsteht dann für gewöhnlich eine lebhafte Gesprächsrunde, die aber konsequent auf Deutsch stattfindet.

Die Gesprächsthemen sind so vielfältig wie die Menschen. Von Herkunft und Zubereitung der gekochten Speisen geht es über Kindererziehung und Arztbesuche bis hin zu kulturellen Fragen über deutsche Werte und Tugenden. Es findet somit fast spielerisch ein Gedankenaustausch zur deutschen Kultur statt, den man auch als erfolgreich umgesetzte Integrationspolitik bezeichnen könnte. Mit solchen Projekten wird den geflüchteten Frauen einmal mehr die Möglichkeit eröffnet, sich in die deutsche Gesellschaft mit einzubringen.

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Schlagworte:
Flüchtlingsunterkunft »Laube« Zell am Harmersbach

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