Unter ortskundiger Führung führte eine DAV-Tour über wenig bekannte Wege zu Aussichtspunkten, historischen Stätten und Relikten des Bergbaus.
Acht Wanderbegeisterte des DAV Offenburg/Nordrach haben Ende März die Höhen rund um Biberach erkundet. Startpunkt war am 29. März der Landgasthof Linde. Von dort ging es in Serpentinen hinauf zur Konradskapelle, die einen weiten Blick über Biberach bietet. Über den Sturmbühl, vorbei am evangelischen Jugendheim und der Saatschule, erreichte die Gruppe den Fuß des Rauhkastens.
Dort begann der anspruchsvollste Abschnitt der Tour:
Über einen steilen, unmarkierten Pfad stiegen die Wanderer zur ehemaligen Spornburg Alt-Geroldseck auf. Nach einer kurzen Rast bei den Mauerresten führte der Weg über einen schmalen Kamm weiter zum Hauptgipfel des Rauhkastens, dem höchsten Punkt der Gemarkung Biberach.
Hier stand neben der Aussicht auch Geschichte im Mittelpunkt. Die Gruppe besichtigte den sogenannten „Adlerstein“, einen historischen Dreimärker, der einst die Grenzen
der Reichsstädte Zell und Gengenbach sowie der Herrschaft Geroldseck markierte. Zudem gab es Informationen zum regional typischen Porphyrgestein.
Der Rückweg führte an Windrädern vorbei hinab zur Gutta-Hütte, auch „Rotweinhütte“ genannt, wo die Wanderer einkehrten. Anschließend ging es weiter zum Schönwasen und zu den Erzknappenlöchern, die als Zeugnisse des früheren Silberbergbaus gelten. Über den Bambensattelweg und vorbei an mehreren Freizeithütten kehrte die Gruppe schließlich zum Ausgangspunkt zurück. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Essen in der Vesperstube Schwarz-Webers in Unterentersbach.





