Fünf junge Künstlerinnen und zwei etablierte Künstler stellen ihre Arbeiten aus. Volles Haus bei der Ausstellungseröffnung. Es ist die neunte Ausstellung der Malerei, die vom Förderverein Zeller Kunstwege organisiert wird. Die Werkschau ist ein Dialog zwischen etablierten Positionen und frischen Impulsen.
Dank der Initiative des Fördervereins Zeller Kunstwege wird der historische Rundofen erneut zur Kunstgalerie. In einer Gemeinschaftsausstellung präsentieren fünf junge Künstlerinnen und zwei etablierte Künstler ihre Arbeiten. Allen gemeinsam ist, dass sie an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe ihr Examen abgelegt haben. Bis zum 3. Mai 2026 können Kunstinteressierte im Rundofen auf Entdeckungstour gehen. Öffnungszeiten Donnerstag, Freitag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr.
Vernissage vor vollem Haus
Vor vollem Haus konnte am Donnerstag vor Ostern die Ausstellung „Hot and Heavy“ feierlich eröffnet werden. Die sieben Kunstschaffenden Annika Audu, Julia Firmbach, Lea Göhringer, Madlen Jäger, Amelie Barbara Kiener, Michael Blum und Harald Häuser stellten sich und ihre Arbeiten den Gästen vor.
„Die Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele.“ Mit einem Zitat von Pablo Picasso begrüßte der 1. Vorsitzende Wolfgang Hilzensauer die sieben Kunstschaffenden und die Gäste zur Eröffnung der inzwischen neunten Ausstellung der Malerei, die vom Förderverein Zeller Kunstwege organisiert wird. Damit, so Hilzensauer, werde eine Tradition fortgesetzt, für die im Jahr 2020 der Grundstein gelegt wurde.
Die Ausstellung gleiche einem Echo zwischen Tradition und Gegenwart stellte Wolfgang Hilzensauer einen Bezug zwischen den ausgestellten Kunstwerken und dem markanten Ambiente des Rundofens her. Zu sehen sind ganz unterschiedliche Bilder, sowohl was die Motive als auch die Formate betrifft. Außerdem sind Skulpturen und Keramikarbeiten Teil der Kunstschau. In einem der Brennöfen ist eine Videoinstallation zu sehen. Im zentralen Luftraum des Treppenaufgangs spannen sich Stoffbahnen von Madlen Jäger und machen den Rundofen zum Teil der Ausstellung.
Als einen besonderen Reiz der Werkschau verwies der Vorsitzender der Zeller Kunstwege darauf, dass alle sieben ausstellenden KünstlerInnen zwar Absolventen der Stattlichen Kunstakademie in Karlsruhe sind, aber doch auf unterschiedliche Dekaden des Schaffens zurückblicken können. „Es ist ein Dialog zwischen etablierten Positionen und frischen Impulsen“, merkte Wolfgang Hilzensauer an.
Mit sphärischen Klängen bereicherte der Musiker „Corazul“ Gerhard Maier die Vernissage. Die Töne seiner Handpan korrespondierten mit der Akustik des Raumes. Ein musikalisches Experiment, das den Rundofen mit Schwingungen erfüllte und auch die Gäste erreichte. Nach dem offiziellen Teil der Vernissage verwöhnten die Mitglieder des Fördervereins Zeller Kunstwege die Gäste mit Getränken und Snacks.
Ein lebendiges Experimentierfeld der Kunst
Sehr spannend waren die Dialoge, die Klaus A. Burth bei der Vernissage mit den sieben Kunstschaffenden führte. Er selbst ist der 2. Vorsitzende des Fördervereins Zeller Kunstwege, freier Künstler und betreibt ein Atelier in Schuttertal. Er erinnerte an die Funktion und Tradition deutscher Kunstvereine, die ein lebendiges Experimentierfeld der Kunst seien und aktuellen Themen Raum geben.
Die Ausstellung im Rundofen lade zu einer inneren und äußeren Entdeckungsreise ein, betonte Klaus A. Burth: „Die KünstlerInnen dieser Ausstellung befassen sich auf sehr intime Weise mit der Kraft der Gedanken, von Gefühlen, der Fragilität der Körper, mit Identität, mit den ersten und letzten Dingen.“
Zu sehen seien Kunstpositionen, die im Gegensatz zur Krafthuberei aktueller Politiker und Wirtschaftseliten, den Reaktionen der Wutbürger, den flatternden Emotionen und Ängsten unserer Zeit wohltuend leise, aber wuchtige, existenzielle Themen abseits einfacher Antworten angehen.
Den kompletten Bericht und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.





