Die monatliche Seniorenwanderung der Alpenvereins-Ortsgruppe Nordrach führte die Teilnehmer am 1. April nach Oberentersbach – und selbst Petrus zeigte sich gnädig: Bei angenehmem, teils sonnigem Wetter ließ es sich bestens wandern.
Treffpunkt war diesmal in Unterentersbach. Luitgard Bieser begrüßte die Wandergruppe und dankte Tourenleiter Martin Huber, der die Führung der Apriltour übernommen hatte. Start war am Sportplatz. Bereits beim ersten Halt beim Anwesen „Schwarzweber“ gab es interessante Einblicke in die Ortsgeschichte: Der Name erinnert an die frühere Leinenweberei. Bereits 1811 sind vier Leinenweber in Unterentersbach belegt, und noch um 1900 wurde dieses Handwerk im Dorf ausgeübt. Der dafür benötigte Hanf stammte aus der heimischen Landwirtschaft.
Gleich gegenüber steht der schmucke Schwarzwaldhof „Jockelesbur“, der auch in den Schriften von Heinrich Hansjakob mehrfach erwähnt wird.
Die Route führte anschließend über den Hillig, vorbei an abgeernteten Gemüsefeldern und dem Golfplatz, weiter durch alten Waldbestand hinauf nach Oberentersbach. Immer der Sonne entgegen ging es bergauf in den Mürrenbach. Beim Joosenhof legte die Gruppe eine willkommene Rast ein und wurde mit einem Glas Most bewirtet.
Gestärkt führte der Weg weiter, leicht ansteigend, vorbei an den Höfen „Vorderer“ und „Hinterer Gutmann“ auf breiten Forstwegen bis unterhalb des Katzensteins. Auf der gegenüberliegenden Talseite ging es hinab zum Haldeneck-Pavillon, der mit einem herrlichen Blick über die Oberentersbacher Höfe bis hinauf in Richtung Nill belohnte.
Der Frühling zeigte sich dabei von seiner schönsten Seite: Erste Obstbäume standen in Blüte, und gelbe sowie hellblaue Farbtupfer von Löwenzahn und Wiesenschaumkraut setzten frische Akzente in den Wiesen.
Durch den Wald führte der Weg weiter zur Walderholungsanlage Gehrmatt. Von hier aus bot sich ein weiter Blick über das Dorf mit der Nikolauskirche bis hin zur Hohen Geroldseck. Kurz darauf erreichte die Gruppe wieder den Ausgangspunkt.
Den gelungenen Wandertag ließ man bei einer gemeinsamen Einkehr in der Vesperstube Schwarzweber gemütlich ausklingen. Ein herzliches Vergelt’s Gott galt Tourenleiter Martin Huber für die abwechslungsreich geplante und informative Tour.





