Der Verein hat sich fristlos vom Betreiber des Clubrestaurants getrennt. Es muss vorerst geschlossen bleiben. Auch die Grundsteuer bereitet dem Golfclub sorgen. Sportlich sieht es deutlich besser aus.
Der Golfclub Gröbernhof steht gerade vor herausfordernden Zeiten. Sorgen bereiten das Clubrestaurant und die Grundsteuer. Sportlich sieht es deutlich besser aus. Die Spielbahnen sind für den Saisonstart gerichtet und bei schönem Wetter herrscht schon reger Spielbetrieb. Das Eröffnungsturnier steht am Sonntag, 12. April 2026, im Turnierkalender.
Im Pressegespräch haben Vizepräsident Karl Lehmann und Pressesprecher Peter Marx am Dienstag über die aktuelle Situation informiert.
Das Herz und die Seele des Clubs
„Die Verträge wurden nicht erfüllt“, nennt Vizepräsent Karl Lehmann als Grund dafür, dass sich der Golfclub fristlos von dem Pächter des Golfrestaurants, letztlich in beiderseitigem Einvernehmen, getrennt habe. Das Pachtverhältnis hat erst seit August 2025 bestanden. Vorerst bleibt das Restaurant geschlossen.
Als Übergangslösung arbeitet der Golfclub mit dem Catering-Service Diana Wussler-Leberer aus Gengenbach zusammen. Zumindest an den Turniertagen soll es auf der Terrasse eine Bewirtung geben. Auf der Speisekarte stehen dann Bauernbratwurst, Flammenkuchen und Crêpes. Mit der Stadt Zell müssen noch die Details für die Bewirtungs-Gestattungen geklärt werden. Auch das Schwarzwald-Hotel Gengenbach, so Karl Lehmann, habe seine Hilfe zugesagt.
Auf der Suche nach einem Nachfolger habe man bereits erste Gespräche geführt, allerdings sei es in diesen Zeiten schwierig, einen guten Gastronomen zu finden. „Das Clubrestaurant ist das Herz und die Seele des Golfclubs“, macht der Vizepräsident deutlich, welch hoher Stellenwert das Restaurant für den Verein hat. Es solle auch in Zukunft für die gesamte Bevölkerung offenstehen. „Wir sind kein Nobelclub“, unterstreicht Karl Lehmann.
Mitgliederversammlung wird verschoben
Die für den 13. April angekündigte Mitgliederversammlung des Golfclubs Gröbernhof muss auf den 29. Juni 2026 verschoben werden. Grund dafür sind Umstrukturierungen beim beauftragten Steuerbüro, weshalb die Jahresbilanz noch nicht fertiggestellt werden konnte.
Sorgen bereitet dem Clubvorstand auch die Grundsteuer.
Vor der Reform musste der Verein für die landwirtschaftliche Fläche jährlich 2400 Euro bezahlen. Jetzt solle mit 66.000 Euro der fast dreißigfache
Steuerbetrag für die rund 60 Hektar große Fläche fällig werden.
Der Golfclub habe gegen die Einstufung durch den Gutachterausschuss Einspruch eingelegt und inzwischen auch einen neutralen Gutachter eingeschaltet. Das Verfahren laufe noch und man sei guter Dinge, dass die fällige Grundsteuer wieder deutlich gesenkt werde. „Der ursprünglich errechnete Betrag hätte das Ende des Clubs bedeutet“, macht der Vizepräsident die schwierige Lage deutlich.
Tendenz bei der Mitgliederzahl zeigt nach oben
Aktuell hat der Golfclub Gröbernhof knapp unter 500 Mitgliedern. „Die Tendenz zeigt nach oben. Viele neue Mitglieder, vor allem junge Familien, sind hinzugekommen“, informiert Karl Lehmann und betont, dass dies dem Club guttue. Nach 25 Jahren seien einige der Gründungsmitglieder inzwischen altershalber ausgeschieden.
Den kompletten Bericht finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.





