Im Hinblick auf den ab 2026 geltenden Rechtsanspruch auf Schulkindbetreuung wird an der Grundschule Unterharmersbach ein neues Modell erprobt.
Hintergrund ist unter anderem, dass derzeit keine Mensa vorhanden ist und somit ein klassischer Ganztagsbetrieb nur eingeschränkt umsetzbar wäre. In Abstimmung mit dem Kultusministerium sowie dem zuständigen Schulamt sei daher ein alternatives Betreuungskonzept entwickelt worden, teilt die Ortsverwaltung mit.
Kern des Modells ist eine Umverteilung der vorgesehenen Betreuungszeiten: Anstelle eines klassischen Ganztagsangebots werden die Stunden künftig auf eine sogenannte „Ganze Woche“ verteilt. Die Schülerinnen und Schüler werden dabei von Montag bis Freitag jeweils von 7.30 Uhr bis 14 Uhr betreut und beschult. Ergänzend wird der Samstag wieder als regulärer Schultag eingeführt. Die Teilnahme ist verpflichtend, die Betreuungszeit endet an diesem Tag um 12 Uhr.
Der Samstag soll dabei gezielt für praxisorientierte Inhalte genutzt werden. Vorgesehen ist eine Erweiterung des Werkunterrichts, der durch praktische Tätigkeiten im und rund um das Schulgelände ergänzt wird. Diese Einheiten werden nach aktuellem Stand vom Hausmeister der Schule, Hubert Kornmayer, begleitet. In diesem Rahmen sollen unter anderem kleinere Instandhaltungs- und Pflegearbeiten durchgeführt werden. Dazu zählen beispielsweise Reinigungsarbeiten sowie einfache handwerkliche Tätigkeiten.
Die Verantwortlichen sehen in dem Ansatz eine Chance, schulische Inhalte stärker mit praktischen Fähigkeiten zu verknüpfen. Gleichzeitig werde durch die Verteilung der Betreuungszeiten eine spürbare Entlastung für Familien erreicht.
Ortsverwaltung und Schul-leitung begrüßen gemeinsam mit dem Elternbeirat die Genehmigung des Projekts. Man sei sich bewusst, dass man mit diesem Konzept Neuland betrete, sehe darin jedoch einen zeitgemäßen Ansatz für die aktuellen Anforderungen.
Das Pilotprojekt wurde für einen Zeitraum bis zu den Sommerferien genehmigt und startet zum 1. April 2026 verpflichtend.




