Die Narrenfreundschaft im Harmersbachtal macht es möglich: Oberharmersbach verzichtet zugunsten von Biberach.
Ein ganz besonderes Fest steht im Jahr 2028 bevor: die Biberacher Narrenzunft wird dann ihr 80-jähriges Bestehen feiern, während die Bärenzunft Oberharmersbach auf beeindruckende 55 Jahre zurückblicken kann. Anlässlich dieser beiden Jubiläen haben sich die Zünfte entschieden, die Ausrichtung des Vogteitreffens 2028 der Vogtei Ortenau beim Verband Oberrheinischer Narrenzünfte (VON) zu übernehmen.
Beide Zünfte brachten selbstverständlich ihre berechtigten Ansprüche und Stärken ein. Sie waren sich einig, dass sie in der Lage sind, ein solches renommiertes Narrentreffen zu organisieren und erfolgreich durchzuführen. Doch um zu einer gemeinsamen Entscheidung zu gelangen, war ein konstruktives Gespräch notwendig.
Auf Einladung von Narrenvogt Gunther Seckinger trafen sich die Verantwortlichen beider Zünfte: Claus Franke, Timo Golla und Frank Burger von der Bärenzunft Oberharmersbach sowie Marco Schlieter und Helmut Büdel aus Biberach im Ortenberger Narrenmuseum. Es herrschte Einigkeit, dass ein offener Dialog mehr bringt als Gerüchte und Spekulationen.
Unter der mit Bedacht geführten Moderation von Narrenvogt Gunther Seckinger wurde schnell ein Weg gefunden. Alle Beteiligten waren sich darüber einig, dass die Narrenfreundschaft im Harmersbachtal über individuelle Egoismen hinausgeht.
Aus diesem Grund zog die Bärenzunft Oberharmersbach ihre Bewerbung für das Vogteitreffen 2028 zugunsten der Narrenzunft Biberach zurück. Diese Entscheidung wurde von allen Anwesenden begrüßt, und man freut sich gemeinsam auf das bevorstehende Narrenfest in Biberach.
Die Verantwortlichen in Biberach sind dankbar für die einvernehmliche Entscheidung und sind sich sicher, dass die Narren der Ortenau ein großartiges Vogteitreffen erleben werden. Mit einem kräftigen „Narri Narro“ schloss Narrenvogt Gunther Seckinger die Sitzung und leitete damit den Beginn einer spannenden Vorbereitungszeit ein.





