Der Verein meistert Rückschläge beim Vereinsraum, weitet sein Angebot weiter aus und verzeichnet starken Zulauf bei Kindern und Jugendlichen.
Auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Vereinsjahr blickte die DLRG Biberach bei ihrer Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend im Gasthaus Linde zurück. Über 50 Mitglieder sowie zahlreiche Ehrengäste waren der Einladung gefolgt. Der 1. Vorsitzende Marius Isenmann eröffnete die Versammlung und begrüßte neben den Mitgliedern auch Vertreter anderer Vereine, den Bürgermeister sowie Vertreter des Bezirks.
Vereinsraum war zentrales Projekt
In seinem Bericht hob Isenmann insbesondere das intensive Vereinsjahr hervor, das stark vom Umbau des Vereinsraums geprägt war. Nach dem Baubeginn Ende 2023 stellte ein Wasserschaden im Mai 2025 eine große Herausforderung dar, weswegen die Raumeröffnung nochmals verschoben werden musste. Doch dank umfangreicher Unterstützung der Gemeinde sowie dem engagierten Einsatz vieler Mitglieder und des Bauausschusses konnte der Wiederaufbau erfolgreich bewältigt werden. Für 2026 sind noch kleinere Restarbeiten vorgesehen. Der Raum steht inzwischen wieder für Bewirtungen und gesellige Veranstaltungen zur Verfügung und gilt dabei als Herzstück des Vereins.
Vielfältiges Vereinsleben
Auch das Vereinsleben zeigte sich vielseitig: Zu den Höhepunkten zählten unter anderem die Eröffnung des Vereinsraums, ein eigener Stand beim Ostermarkt, die Feier zum 50-jährigen Bestehen des Waldterrassenbads mit Flutlichtbaden sowie traditionelle Veranstaltungen der Jugend. Insgesamt zog der Vorsitzende ein durchweg positives Fazit und betonte den Fokus, die Gemeinschaft innerhalb des Vereins weiter zu stärken.
Ein besonderer Dank galt der Gemeinde für die Unterstützung, dem Schwimmbadpersonal für die gute Zusammenarbeit sowie allen Spendern, Helfern und der Vorstandschaft.
Knapp 300 Mitglieder
Aus den einzelnen Ressorts wurde ebenfalls berichtet. Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit informierte Eva Vetterer über die Entwicklung der Mitgliederzahlen, die sich aktuell auf knapp 300 belaufen. Besonders erfreulich ist dabei der hohe Anteil an Kindern und Jugendlichen, die fast ein Drittel der Mitglieder ausmachen.
Ruhige Wachsaison
Einsatzleiterin Samira Heizmann berichtete von einer wetterbedingt ruhigen Wachsaison. Insgesamt wurden 21 Wachdienste mit 39 Wachgängern und 348 Wachstunden geleistet. Zudem konnte eine neue Sanitäterin ausgebildet werden, und auch die Erste-Hilfe-Kurse wurden wieder durchgeführt. Die Planungen für die kommende Saison laufen bereits.
13 neue Seeotter
Im Ausbildungsbereich blickten Justin Birkner und Katharina Echle auf ein intensives Jahr zurück. In der jüngsten Gruppe, den „Seeottern“, konnten 13 Abzeichen abgenommen werden. Das Sommertraining bestand aus 15 Trainingseinheiten, litt jedoch unter geringen Teilnehmerzahlen, besonders aufgrund von schlechtem Wetter. Das Wintertraining mit 25 Terminen war hingegen gut besucht; insbesondere die Vorbereitung auf Rettungsschwimmabzeichen wurde stark angenommen. Hervorgehoben wurde die Unterstützung durch Fahrgemeinschaften der Eltern.
Ein großer Dank ging an das engagierte Trainerteam, das insgesamt 298 Stunden ehrenamtliche Arbeit leistete. Die hohe Nachfrage zeigt sich auch an einer Warteliste von derzeit 35 Kindern, im vergangenen Jahr 1 konnten neun Anträge bearbeitet werden.
Schwimmkurse als Schwerpunkt
Die Schwimmausbildung blieb ein zentraler Schwerpunkt: In mehreren Schwimmkursen konnten rund 60 Kinder aus dem gesamten Kinzigtal teilnehmen, darunter erstmals auch eine geförderte Gruppe der Grundschule. Insgesamt wurden 36 Seepferdchen-Abzeichen vergeben, und unterstützt wurden die Kurse von 23 Helfern. Ein Erwachsenenschwimmkurs musste hingegen mangels Nachfrage abgesagt werden. Die nächsten Kurse sind für Juni und Juli geplant. Auch der geplante Badetag der Grundschule soll nach wetterbedingtem Ausfall in diesem Jahr nachgeholt werden.
Aktive Jugendarbeit
Jugendleiterin Luisa Stern berichtete von zahlreichen Aktivitäten wie dem Zeltlager, einem internen Flutlichtbaden mit der Blaulichtfamilie, dem Sommerabschlussfest sowie dem Hallenbadausflug und dem Hüttenwochenende.
Lob von Gemeinde und Bezirk
Bürgermeister Jonas Breig dankte der DLRG für ihr großes Engagement, insbesondere bei der Unterstützung der Grundschule mit den Schwimmkursen und im Wachdienst. Er lobte die Vielfalt des Vereins und hob hervor, dass die starke Beteiligung junger Mitglieder keineswegs selbstverständlich sei. Auch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde sei von gegenseitiger Unterstützung geprägt.
Auch die Vertreter des Bezirks würdigten die Arbeit vor Ort. Thorsten Silbermann zeigte sich beeindruckt von der hohen Teilnehmerzahl – insbesondere der vielen jungen Mitglieder – bei der Versammlung. Dies sei ein Zeichen für einen lebendigen Verein, in dem sich Menschen aktiv einbringen wollen. Elena Silbermann ergänzte, dass die DLRG Biberach zu den drei stärksten Jugendgruppen im Bezirk zählt, und kündigte weitere Angebote der Bezirksjugend für 2026 an.
Ehrungen für verdiente Mitglieder
Im Rahmen der Versammlung wurden zudem Ehrungen ausgesprochen: Anna Riehle wurde für ihr Engagement als Beauftragte für Prävention sexualisierter Gewalt gewürdigt. Ihre Arbeit, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Verein Stark e.V. und einem Arbeitskreis, sei eine große Bereicherung gewesen. Ihre Nachfolge tritt Tanja Jehle an. Für langjährige Mitgliedschaft wurden Christina Emser (50 Jahre) und Rudi Vögele (40 Jahre) geehrt.
Mit Blick auf das kommende Jahr kündigte der Verein ein abwechslungsreiches Programm an. Neben bereits durchgeführten Veranstaltungen wie einem Filmabend stehen unter anderem Erste-Hilfe-Kurse, das Zeltlager, Rettungsschwimmabzeichen, das Flutlichtbaden, das Sommerabschlussfest, ein Spieleabend sowie das Hüttenwochenende auf dem Abra-hamshof auf dem Plan. Bewährte Traditionen sollen dabei weiterhin gepflegt werden.
Die Versammlung klang schließlich in geselliger Runde bei gutem Essen, anregenden Gesprächen und angenehmer Atmosphäre aus.





