Intensive Proben für das Wertungsspiel in Kerkrade und erste Planungen für das Jubiläum im kommenden Jahr bestimmen die Arbeit des Vereins.
Die Jahresversammlung der Miliz- und Trachtenkapelle im Hotel Bären ließ tief in das vielfältige musikalische Engagement der Musikerinnen und Musiker blicken. Neben den Routine-Einsätzen im Jahreskreis liegt der Fokus auf den anspruchsvollen Auftritt beim Wertungsspiel in Kerkrade und den Vorbereitungen für das Jubiläum „175 Miliz- und Trachtenkapelle“ im kommenden Jahr.
Dem Vorstandsduo Stephanie Fritsch und Bastian Boschert mit ihrem Kollegium wurde es nicht langweilig. „Wir erlebten musikalische Höhepunkte, traditionelle Auftritte und kameradschaftliche Treffen“ summierte Stephanie Fritsch die Aktivitäten im Ort und bei befreundeten Kapellen. Sie lobte die musikalische Weiterentwicklung des Blasorchesters und den gezielten erweiterten Einsatz des Fördervereins, um die wachsenden finanziellen Herausforderungen zu meistern. Gleichzeitig appellierte sie an die 62 Musiker und 20 Musikerinnen, in den kommenden Wochen die zusätzlichen Satz- und Gesamtproben zu besuchen, um als Team bei den „Wereld Muziek Concours“ in Kerkrade/NL am ersten Augustwochenende gut abzuschneiden.
Schriftführerin Carina Mark ergänzte das Programm des abgelaufenen Jahres mit weiteren Tätigkeiten sowie einigen statistischen Zahlen. Sie zählte insgesamt 14 Auftritte, unter anderem beim außergewöhnlichen Kirchenkonzert, und 45 Gesamtproben, deren Ergebnisse die Kapelle beim traditionellen Weihnachtskonzert vorstellte. Insgesamt gehören zum Musikverein 105 aktive Musikerinnen und Musiker sowie 221 passive Mitglieder. Zum Gedenken an die vier verstorbenen Mitglieder im vergangenen Jahr erhob sich die Versammlung.
Welche finanziellen Herausforderungen der Verein meistern muss, zeigte das Kassier Michael Schneider mit seinem umfangreichen Zahlenwerk. Erhebliche Investitionen in den Jahren 2024 und 2025 für Bekleidung und Reparaturen an Instrumenten engten den finanziellen Spielraum empfindlich ein. „Aber wir sind auf dem Weg der Konsolidierung“ zeigte sich Schneider zuversichtlich. Dazu beigetragen hat der Förderverein mit verstärktem Engagement und der Einbeziehung der Beiträge der aktiven Musiker und Musikerinnen. „Und die Gemeinde kann Kürzungen bei der Vereinsförderung etwas mindern“ löste Bürgermeister Richard Weith das Versprechen der Gemeinde ein, bei einer Konsolidierung der Gemeindefinanzen die Unterstützung der Vereine wieder zu stärken. Anerkennende Worte fand der Bürgermeister für die vielfache Mitgestaltung des Gemeindelebens. Nach kurzem Vortrag der Kassenprüferin Elfie Mark folgte die Versammlung einstimmig ihrer Empfehlung, die Entlastung zu erteilen.
Dirigent Rüdiger Müller erinnerte in seinem Rückblick an ein anspruchsvolles Jahr. „Die intensive Probenarbeit hat beim Jahreskonzert ihr Ergebnis gezeigt“ zollte Müller seinem Ensemble uneingeschränkt Anerkennung. Sein Dank galt den stellvertretenden Dirigenten Armin Leopold, Michael Gutmann und Daniel Faist.
Gleichzeitig lenkte er den Blick auf die anstehende Herausforderung mit dem Auftritt in Kerkrade. „Es ist eine besonderer Anspruch, sich mit ausgewählten Kapellen auf internationalem Niveau zu messen“ motivierte er seine Musiker und Musikerinnen.
Ein Ausblick auf das Jubiläumsjahr schloss die Versammlung. „Musik für alle und überall“ lautet das Motto für das große Jubiläum im kommenden Jahr. So sollen beispielweise mehrere Veranstaltungen das ganze Jahr hindurch die Vielfalt der Musik zeigen, unter anderem mit einem Auftritt der „Harmonie Sint Aemiliaan Bleijerheide“ aus Kerkarde, zu der die Musikkapelle seit Jahrzehnten freundschaftliche Kontakte pflegt, ein Dorfhock auf dem Rathausplatz ist geplant und die Jüngsten sollen durch Projekte ebenfalls eingebunden werden.
Mit flotter Marschmusik hatte die Miliz- und Trachtenkapelle die Jahresversammlung eröffnet und mit dem Marsch „Ein Mann, ein Wort“ schienen die Musiker – und auch die Musikerinnen – anzudeuten, all das zu verwirklichen zu wollen, was man sich vorgenommen hat.





