Unterdorfer Narren entführten das Publikum auf eine närrische Reise.
Foto: Stefanie Kasper
Foto: Stefanie Kasper
Foto: Stefanie KasperUnter dem Motto „Willkommen im Dschungel“ luden die Unterdorfer Narren am Samstagabend zu einer mitreißenden Fasendsveranstaltung ein – und das vor einem grandiosen Publikum, das von der ersten Minute an mitten im närrischen Geschehen steckte.
Im Mittelpunkt des abwechslungsreichen Programms stand eine närrische Interpretation des Gesellschaftsspiels Jumanji. Ausgangspunkt war die alljährliche Vorbesprechung der verschiedenen Fasendsgemeinschaften zur kommenden Harmersbacher Fasend. Diese verlief ungewohnt zügig – was wenig verwundert, denn ausgerechnet die Unterdorfer Narren, die sonst immer alles ganz genau wissen wollen, fehlten. Ein augenzwinkernder Seitenhieb auf sich selbst, der beim Publikum bestens ankam.
Die Suche nach dem „bunten Hut“
Da noch Zeit blieb, passte es perfekt, dass ein geheimnisvolles Spiel gefunden wurde. Schachtel öffnen, Figuren aufstellen und los ging es … doch es gab kein zurück mehr: Die Akteure wurden vom Spiel verschluckt und fanden sich plötzlich mitten im Dschungel wieder. Verändert – und doch ganz sie selbst – mussten sie als Team ihre Stärken bündeln und sich auf die Suche nach dem sagenumwobenen „bunten Hut“, dem Unterdorfer-Hut, machen. Nur so konnte die Fasend gerettet und der Dschungel wieder verlassen werden. So zumindest verkündete es die geheimnisvolle Stimme des Spiels.
Auf ihrem abenteuerlichen Weg blieb natürlich genügend Zeit, um den ein oder anderen närrischen Schnitzer aus dem Dorf genüsslich aufs Korn zu nehmen. Glänzend in ihren Rollen überzeugten dabei die Hauptakteure Simone Hug, Laura Huber, Fabio Huber, Johannes Schmieder, Jakob Huber und Lulu Lerch.
Männerballett begeistert mit Affentanz
Was wäre ein Dschungel ohne Affen? Zu mitreißenden Dschungelklängen brachte das Männerballett mit einem temperamentvollen Affentanz die Halle zum Toben. Das Publikum war restlos begeistert – eine Zugabe selbstverständlich inklusive. Einstudiert wurde der Tanz von Sabrina Huber, auf der Bühne standen Johannes Schmieder, Jakob Huber, Michael Schwendemann, Maxi Himmelsbach, Marius Kornmayer, Fabio Huber, Ralf Bruder und Thomas Jilg.
Auch die Gentleman durften nicht fehlen. Felix Huber, John Müller, Tobias Lehmann, Maxi Himmelsbach und Stefan Lehmann besangen mit Witz, Charme, perfekten Stimmen und fantasievollen Dschungelkostümen allerlei lustige Geschichten aus dem Tal – ein musikalisches Highlight.
Für Lachsalven sorgte zudem ein Sketch der Imker aus Oberharmersbach, die sich mit asiatischen Hornissen herumschlagen mussten. Ein zugespielter WhatsApp-Verlauf brachte das Publikum zum Grölen.
„Hallengeist“ trifft Generation Instagram
Ein weiterer Höhepunkt war die Vorstellung des neuen „Hallengeists“, der gemeinsam mit einer jungen Insta-Praktikantin Einblicke in den turbulenten Alltag des Hallenhausmeisters gab. Zwischen beheizter Halle fürs Jahreskonzert, Neujahrskonzert des Gesangsvereins und der unaufhaltsamen Fasend wurde schnell klar: Wenn die Narren einmal loslegen, gibt es kein Zurück mehr. Die Praktikantin brauchte jedenfalls schon nach wenigen Stunden dringend eine Chill-Pause – Burnout-Gefahr drohte. Am Ende war man sich einig: Die Gemeinde ist froh, endlich „eine Marc mehr“ zu haben.
Ein echter Hingucker waren wie immer die Mädels vom Ballett. Mit heißen Rhythmen, flatternden Dschungelfedern und ihren blauen Kleidern, die perfekt ins Bühnenbild passten, brachten sie die Halle zum Beben. Begeistert gefeiert wurden Jana Lehmann, Mara Lehmann, Silja Lehmann, Sophia Huber, Leni Kasper, Maike Kasper, Hanna Schäck, Olivia Lehmann und Verena Neumaier.
Säulen der Fasend
Zum großen Finale bat Felix Huber nochmals alle Akteure auf die Bühne, bedankte sich herzlich beim Publikum und würdigte die dargestellten Charaktere als tragende Säulen der Harmersbacher Fasend. Mit einem herzlichen „Vergelts Gott“ und einem kräftigen „Narrio Narro“ verabschiedeten sich die Unterdorfer Narren – und wünschen allen eine glückselige Fasend 2026.




