Nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb am 27. November 2025 Rosemarie Schwendemann, geborene Kasper.
Ein vertrautes Gesicht in der Stadtgemeinschaft von Zell und Unterharmersbach fehlt: Rosemarie Schwendemann, bekannt aus Kindergarten, Gastwirtschaft und Metzgerei. Sie ist am 27. November 2025 nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben.
Die Wiege von Rosemarie Schwendemann stand am Rosenmontag, 5. Februar 1940, in Zell a. H. Sie wurde als mittleres Kind von Karolina und Wilhelm Kasper geboren. Ihren Vater verlor sie bereits mit drei Jahren im Krieg. Die Mutter zog daraufhin mit den Kindern im Alter von einem, drei und fünf Jahren zu ihrem Bruder, dem Patenonkel der Kinder.
Als ihre Mutter den Gastwirt Josef Fehrenbach kennenlernte, zog die Familie – Rosemarie war damals zwölf Jahre alt – nach Unterharmersbach in das Gasthaus Ochsen. Dort lebte sie und half in der Gaststätte mit.
Berufliche Wege
Mit 28 Jahren ging sie nach Hornberg in die Buntweberei Schoffer und arbeitete dort bis 1972 als Hausdame. Im selben Jahr kam ihre Tochter Marion zur Welt.
Ihren Mann Günther lernte sie 1970 im Gasthaus Ochsen näher kennen. Ein Jahr später, im Oktober 1971, heirateten die beiden. Bis 1974 wohnte die junge Familie in Unterharmersbach in der Hauptstraße, danach kauften sie eine Wohnung an der Oberentersbacher Straße in Zell, in der Rosemarie bis zuletzt lebte.
Ab 1974 war sie in Unterharmersbach im Kindergarten tätig, wo sie bis heute als „Tante Rosi“ bekannt ist. Als ihre Tochter in die Schule kam und sie nicht mehr ganztags arbeiten konnte, begann sie im Gasthaus Ochsen bei ihrer Schwester Inge. Sie betreute dort die Zimmer und die Kegelbahn und sorgte dafür, dass alles in Ordnung war. Sie blieb, bis das Gasthaus verkauft wurde.
Anschließend arbeitete sie in der Metzgerei Adolf Herrmann und bis zu ihrem Renteneintritt im Jahr 2000 in der Metzgerei Horst Wagner am Verkaufstresen.
Persönliche Leidenschaften
Im Monat ihres Renteneintritts wurde ihr Enkelsohn Sebastian geboren. Von da an war sie für ihre drei Enkelkinder da, wann immer sie gebraucht wurde. Mit ihrem Mann unternahm sie zweimal im Jahr einen Urlaub nach Füssen im Allgäu. In der Wieskirche feierten sie 2021 ihre Goldene Hochzeit. Auch in diesem Jahr wollte sie unbedingt noch einmal nach Füssen reisen, doch dieser Wunsch blieb unerfüllt. Bis zuletzt sah man sie zusammen mit ihrem Mann Günther im Auto. Beide unternahmen fast jeden Nachmittag eine Ausfahrt.
Rosemaries Hobby war über viele Jahre das Kegeln, dem sie mehr als 30 Jahre in Oberharmersbach nachging. Mit ihrer Schwester Inge machte sie 15-mal eine Wallfahrt nach Altötting. Auch ihre sieben Patenkinder, deren Kinder und Enkelkinder, lagen ihr sehr am Herzen und standen ihr nah.
Abschied
Am 27. November 2025 trat Rosemarie Schwendemann im Beisein ihres Mannes, ihrer Tochter mit Schwiegersohn sowie ihrer drei geliebten Enkelkinder mit Partnerinnen und Partnern ihre letzte Reise an.





