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Zell am Harmersbach | 18.08.2025

Mariä Himmelfahrt von hunderten Pilgern gefeiert

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Am Patrozinium finden drei Gottesdienste und eine Andacht statt. Die Gläubigen verteilen sich auf die einzelnen Angebote und die meisten Pilger von außerhalb nutzen die Gelegenheit zu einem Tagesausflug nach Zell und die nähere Umgebung. Foto: Gisela Albrecht
von Gisela Albrecht

Hochfest und Patrozinium der Wallfahrtskirche zelebriert. Musikalische Gestaltung durch den Kirchenchor. Kräuterbüschelweihe in allen Gottesdiensten.

 

Foto: Gisela Albrecht
Pater Irenäus hielt die Festpredigt zum Patrozinium der Wallfahrts-kirche. Er beschrieb die Gottesmutter Maria als Dienerin und Magd des Herrn. „Ihr wurde der Himmel geschenkt“ – beschrieb er die zentrale Botschaft des Festes Mariä Himmelfahrt.
Foto: Gisela Albrecht
Lieselotte Schwendemann (links) aus Zell hat bei der Kirche ihre Bekannte Johanna Gutmann aus Oberentersbach getroffen. Auch dazu ist der Festtag da: Das Wiedersehen mit Bekannten und das gemeinsame Gespräch.
Foto: Gisela Albrecht
Hedwig Proß aus Oberentersbach hat besonders dekorative Sträuße gebunden. Das Material dazu findet sie im Garten und in der Wiese. Gerne kommt sie an Maria Himmelfahrt in die Wallfahrtskirche, um ihre Gebinde segnen zu lassen.
Foto: Gisela Albrecht
Aus Elgersweier sind Margit Lothsplich (links) und Erika Kofler gekommen. Sie haben viele Sträuße gebunden – für die Familie und Freunde. Jedes Jahr kommen sie zum Patrozinium nach Zell und verbringen den Tag zusammen.
Foto: Gisela Albrecht
Viele Körbe mit bunten Sträußen standen im Altarraum: Die Tradition der Kräuterbüschel wird gerne gepflegt und die Gebinde mit viel Aufwand und Sorgfalt gestaltet. Nach der Feier werden die Büschel im Haus im Herrgottswinkel aufgehängt.
Foto: Gisela Albrecht
Die Einladung zum Umtrunk in den Klosterhof haben viele Besucher gerne angenommen. Das Team am Grill ( Hilde Breig und Peter Albrecht ) versorgte die hungrigen Gäste mit leckeren Würsten; die Frauengemeinschaft bot selbstgebackenen Kuchen an und bei den Ministranten gab es kühle Getränke. Alles war gut vorbereitet und klappte reibungslos.

Körbe voller Blumengebinden standen am Freitagmorgen in der Wallfahrtskirche im Altarraum aufgereiht: Ein Blumenmeer, das nicht nur sehr dekorativ anzusehen war, sondern für die Besucher der ersten Bankreihen einen besonderen Duft verströmten. Die Tradition der Kräuterbüschel wird gerne gepflegt und für das Binden der Sträuße viel Aufwand und Sorgfalt verwendet.

Pater Irenäus stand mit Pfarrer Bonaventura Gerner dem Festgottesdienst vor. Er begrüßte die vielen Pilger in der Kirche: „Am Fest der Aufnahme der seligen Gottesmutter Maria in den Himmel sind sie hierhergekommen, um gemeinsam zu feiern. Ich heiße sie herzlich willkommen.“

„Maria erklimmt den Gipfel Gottes …“

In seiner Festpredigt stellte Pater Irenäus die Person Maria in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Doch zunächst wagte er einen außergewöhnlichen Vergleich: Ein Sportler mit seinem Ehrgeiz mit der
bescheidenen Persönlichkeit von Maria. „Ein Sportler möchte hoch hinaus – immer weiter, höher, schneller“, erklärte Pater Irenäus. Doch sein Erfolg hängt auch vom Glück ab, von der Tagesform, dem Rückenwind oder anderer Zufälle. Heute feiern wir die besondere Persönlichkeit Maria, die nicht hoch hinaus gewollt habe und doch ganz oben angekommen sei, führte er weiter aus. „Maria erklimmt den Gipfel Gottes – den Himmel“, betonte er. Manchmal werde sie mit einer goldenen Krone dargestellt – doch ist es dass, was sie selber angestrebt hat? Hat sie eine Bestleistung erbracht?, stellte er die rhetorische Frage den Zuhörern. Ihr wurde der Himmel geschenkt und dies sei auch für uns der Anlass für das Fest Mariä Himmelfahrt als ein Fest des Glaubens.

Maria sei ein einfacher Mensch gewesen, sie war uns menschlich nah – beschrieb der Pater ihre Persönlichkeit. Menschen haben seit jeher bei ihr Schutz und Rat gesucht. „So auch hier Zell“, sagte er. Aber auch Maria habe einen Tiefpunkt in ihrem Leben erfahren, die Kreuzigung von Jesus: Ihm ist sie bis unter das Kreuz gefolgt und hat ihm beigestanden.

Ausführlich ging Pater Irenäus auf weitere wichtige Momente im Leben von Maria ein. Im Vergleich mit dem Sportler verbleibend erklärte er: „Maria auf ihrem Weg kam nicht in das Buch der Rekorde, sondern in das Buch des Lebens.“ Sie bekommt von Gott den Himmel geschenkt und werde in ihm aufgenommen, führte er weiter aus. Diese Botschaft sei uns auch allen verheißen, betonte Irenäus: „Durch Gott in den Himmel zu kommen.“ Abschließend formulierte er eine persönliche Bitte für die Gläubigen: „Seien sie gesegnet und behütet und der Gottesmutter anvertraut.“

Segnung der Kräuterbüschel

Pater Irenäus sprach ein Gebet, das den Dank für die Schöpfung zum Ausdruck brachte. „Die Kräuter schenken Gesundheit und Wohlergehen und erinnern an den Reichtum des Lebens“, erklärte er. Anschließend segnete er die vielen Sträuße im Altarraum und ging auch durch die ganze Kirche, um auch die Sträuße in den Händen der Gläubigen mit Weihwasser zu segnen.

Fürbitten

In den Fürbitten, vorgetragen von Lektorin Cäcilia Schnaiter, wurde dafür gebetet, dass wir als Christen die Sorgen und Nöte unserer Mitmenschen erkennen und sie aufrichten. Eine weitere Fürbitte galt den Menschen, die auf der Suche nach Orientierung in ihrem Leben sind – dass sie die christliche Botschaft als Hilfe auf diesem Weg erfahren können. Eine letzte Fürbitte galt allen Pilgern, die mit Dank und Bitten nach Zell kommen: Dass sie sich von Maria gehört fühlen.

Musikalische Gestaltung durch den Kirchenchor

Der katholische Kirchenchor unter Leitung von Wolfram Dreher hat für das Patrozinium einige Musikstücke aus der Messe in C von Anton Bruckner einstudiert sowie weitere Lieder aus der Messe breve No. 7
in C von Charles Gounod. Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Chor für das „Ave Maria“ von J. Arcadelt: Hell klangen die schönen Stimmen des Chores von der Orgelempore und erfüllten den Klangraum Kirche mit dieser besonderen Musik. Die festliche Begleitung durch die Orgel erfolgte von Wolfram Dreher, der zugleich als Organist und Dirigent des Chores im Einsatz war. Der Schlusschor „Segne du Maria“ wurde zu einem großen Klangkörper von Chor, Orgel und Gemeinde. Dieses sehr bekannte und beliebte Lied wird jedes Jahr sehr gerne gesungen.

Schlussworte

Am Ende der Feier dankte Pater Irenäus allen Beteiligten für ihre Mitwirkung und lud die Kirchenbesucher zum Umtrunk in den Klosterhof ein.

Umtrunk im Klosterhof

Diese Einladung wurde sehr angenommen und der Klosterhof gegenüber der Kirche zu einem Treffpunkt der Pilger von nah und fern. In den ehemaligen Garagen des Klosters konnten schattige Sitzplätze angeboten werden, Stehtische und weitere Sitzgelegenheiten luden zum Verweilen ein. Das Gemeinde-team hat die Bewirtung organisiert: Am Grill sorgten Hilde Breig, Peter Albrecht und Brigitte Metzler dafür, dass die Würstchen nie ausgingen. Ein Team der Frauengemeinschaft hat einen Kuchenverkauf organisiert und die Ministranten waren für kühle Getränke zuständig.

Der Festtag Mariä Himmelfahrt wurde als großer Wallfahrtstag gefeiert, die Gottesdienste und Andachten waren gut besucht und die Stimmung unter den Gläubigen sehr gut: Das Treffen und der Austausch miteinander werden gesucht und geschätzt.

 

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Maria Himmelfahrt

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