Die Volkshochschule Zell bietet in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein am Samstag, 4. Mai, eine Exkursion an. Auf dem Programm stehen zwei besondere architektonisch-historische Besichtigungen unter der Leitung von Bertram Sandfuchs.
Kann jahrhundertealtes totes Gemäuer, abgehoben auf einem Berg und abseits moderner Zivilisation, uns heute noch etwas bedeuten? Ja, es kann – bei beiden Zielen dieser historischen Exkursion, der Burg Trifels und im Kontrast dazu dem Hambacher Schloss in der Pfalz.
Trifels kann als Symbol für ein vergangenes Konzept von Deutschland gewertet werden: als salisch-staufische Reichsburg, als Tresor der Reichskleinodien, als Gefängniszelle für den englischen König Richard Löwenherz und als von den Nationalsozialisten baulich umgestaltete größenwahnsinnige Projektionsfläche eines „tausendjährigen“ Reiches.
Das Hambacher Schloss hingegen kann als Symbol begriffen werden für ein anderes Deutschland, da bereits 1832 beim Hambacher Fest die sich dort versammelnde studentische Jugend demokratische Freiheiten einforderte und damit eine freiheitliche Tradition dieses Baus begründete, die bis zur Validierung als „Europäisches Kulturerbe“ im Jahr 2015 reicht und damit den nationalen mit dem europäischen Freiheits- und Demokratiegedanken zu verknüpfen erlaubt.
Außerdem lohnen die hervorragende Aussichtslage, der aktuelle bauliche Erhaltungszustand und die publikumswirksame Inszenierung beider Burgen durch die derzeitigen Verwalter einen Besuch aus heutiger Sicht.
Die Fahrt beginnt am Samstag, 4. Mai, um 7 Uhr am Sonnenparkplatz in Zell a. H. Die Rückkehr ist gegen 21 Uhr geplant. Es werden Exkursionsgebühren erhoben.
Anmeldung online unter www.vhs-ortenau.de oder bei der Außenstelle für Zell a.H. (sybille.nock@vhs-ortenau.de, Tel. 07835/54471, Fax 07835/549604, Sybille Nock, Rebhalde 42, 77736 Zell a. H.).

