Fürstenberger Hof Zell-Unterharmersbach: Sonderausstellung – Die 300 schönsten Krippen aus aller Welt

Der zwei Jahre dauernde Neubau der Ortsdurchfahrung Unterharmersbach mit allen Hindernissen ist beendet. Jetzt heißt es: Freie Fahrt zum 360 Jahre alten Weihnachtshof zu den berühmten Krippen­ausstellungen, die den Fürstenberger Hof in ganz Deutschland, in der Schweiz und in Österreich so berühmt gemacht haben und immer in der Weihnachtszeit über 20.000 Besucher anzogen.

In diesem Jahr, zur zehnten Krippenausstellung, wird eine international einzigartige Krippensammlung gezeigt. Unter dem Titel »Die schöns­ten 300 Krippen der Sammlung Professor Hans-Jürgen Rau« werden in ihrer ganzen Pracht und Fülle einmalige Krippenschätze aus aller Welt in dem 350 Jahre alten Schwarzwaldhof ausgestellt. Der weltweit größte Privatsammler hat in 50 Jahren über 3000 Krippen aus 90 Ländern zusammengetragen. Alle Krippen hat er überall vor Ort persönlich erworben. Der Wert ist unschätzbar. Der Organisator der Krippenausstellungen, Hans-Peter Wagner: »Es ist die wertvollste Ausstellung, die wir je gezeigt haben.«

Den Krippenbazillus hat sich Professor Rau einst in Tansania eingefangen, als er dort als berühmter Fotograf beruflich tätig war. Er sah einen Ebenholzstamm, in den Szenen aus der Weihnachtsgeschichte eingeritzt waren – ja eingeritzt, nicht geschnitzt, wie Hans-Peter Wagner erläutert: »Das Ebenholz ist hart wie Stein – da hilft kein Messer«. In jahrelanger Arbeit sind die Szenen mit Glasscherben herausgearbeitet worden. Der Stamm, 1,80 Meter hoch, kam per Schiffscontainer nach Deutschland. Er wird in der Ausstellung ebenfalls zu bewundern sein.

Der Traum des Jesuskindes

Weitere einmalige Schätze sind Krippen aus Süd- und Mittelamerika. So spiegelt der »Traum des Jesuskindes«, das bedeutendste Werk des international hoch angesehenen Künstlers Hilario Mendevil, mit mehr als 300 Figuren unnachahmbar die Lebensfreude der Menschen bei der Geburt Jesu wider. Ein Retablo, ein Hausaltar in einem Schrank, der in Südamerika zur Weihnachtszeit geöffnet wird, mit 507 Einzelfiguren zeigt die Weihnachtsfreude des ganzen Volkes. Daneben beeindrucken eine Tonkrippe, bei der das Jesuskind in einem Indioboot auf die Welt kommt oder die Arche Noah aus Guatemala, die zwischen all den Tieren die Geburt Jesus zeigt.

Für mitteleuropäische Augen völlig ungewohnt sind die Krippe aus Nigeria mit ihren Bambushütten, die »Schrottkrippe« des italienischen Künstlers Robert Cipollone, oder der Heilige Stall aus Litauen mit den typischen osteuropäischen Zwiebeltürmen. Ein tief berührendes Werk aus dem Jahr 1944 stellt dar, wie die heilige Familie vor der heranrückenden roten Armee flüchtet. Krippen sogar aus der Mongolei, aus Australien, Korea, Ägypten, Mexiko, Brasilien, China, aus ganz Europa, sind weitere Highlights der Ausstellung. Alle werden kommen und staunen.

Ein besonderer Dank gilt der Witwe Renate Rau und ihrer Tochter Ina-Isabell Rau-Ohlemüller, die die Krippen nach dem Nachlass von Professor Hans-Jürgen Rau für die Ausstellung zur Verfügung gestellt haben.

Die Ausstellung ist geöffnet vom 30. November 2019 bis 12. Januar 2020 von Montag bis Freitag jeweils von 13 bis 17 Uhr und an Samstagen, Sonn- und Feiertagen (auch Heilig Abend, Weihnachten, Silvester und Neujahr) von 11 Uhr bis 17 Uhr. Gruppenführungen sind jederzeit möglich. Eintrittspreis fünf Euro, Kinder bis 13 Jahre frei, Gruppen vier Euro pro Person Anmeldung und Infos: Telefon 07835/4269230, mobil: 0170/4337221, per E-Mail: unterharmersbach@zell.de. Weitere Infos: www.fuers­tenberger-hof-museum.de.